ARCHIV

 

Dick oder dünn? Arm und depressiv? Newsletter Epigenetik 02/2016



Dicke Eltern – dicke Kinder
Auch der Stoffwechsel wird epigenetisch vererbt.

Macht Armut depressiv?
Epigenetische Verbindung entdeckt.

Signatur des Glioblastoms
Vier Mikro-RNAs entscheiden über Aggressivität.

Und vieles mehr

(Hamburg, 07.07.2016) Zu den Bereichen, die von der Epigenetik besonders profitieren, gehört zweifelsohne die Biopsychologie. Gleich fünf Meldungen in diesem Newsletter kreisen um die Themen Traumatisierung, Depression, Stress und Schizophrenie. Doch diese Häufung wundert nicht. Immerhin scheint die Epigenetik tatsächlich Lösungen anzubieten für einige besonders spannende, fast schon existenzielle Fragen, die uns Menschen seit jeher tief bewegen: Was ist die biologische Verbindung zwischen dem Leben in Armut und einem erhöhten Depressionsrisiko? Was macht manche Menschen resilienter als andere? Kann man Menschen auch im Alter noch anmerken, wenn sie in früher Kindheit leiden mussten? Kann man Persönlichkeitsmerkmale und psychische Eigenschaften womöglich biologisch messen? …

Möchten Sie wissen, wie es weitergeht? Dann lesen Sie bitte das Intro des aktuellen Newsletter Epigenetik. Er enthält wie immer eine Auswahl der vielen, vielen spannenden Neuigkeiten aus einem der wichtigsten Forschungsgebiete unserer Zeit.

Selbstverständlich freue ich mich, wenn Sie Freunde und Kollegen auf den Newsletter sowie auf die Webpräsenz www.newsletter-epigenetik.de aufmerksam machen oder dorthin verlinken. Auf der Website kann man sich nicht nur für das kostenlose E-Mail-Abo des Newsletters anmelden, es erscheinen auch regelmäßig aktuelle Meldungen und man kann in allen bisher erschienen Beiträgen per Stichwort- und Volltextsuche recherchieren.

PDFs des aktuellen sowie aller früheren Newsletter können Sie ebenfalls auf www.newsletter-epigenetik.de herunterladen, aber natürlich auch auf diesen Netzseiten. Klicken Sie dazu bitte hier.

Der Nachdruck und/oder eine Veröffentlichung des Newsletters sowie der darin veröffentlichten Bilder im Internet oder anderswo sind ohne meine Genehmigung auch in Auszügen nicht gestattet. Bitte melden Sie sich im Zweifelsfall einfach bei mir.

Tausend Euro für einen guten Zweck

(Hamburg, 20.06.2016) Gute Nachrichten: Bei meinem Benefiz-Vortrag zur Epigenetik am 24. Mai im Hamburger Warburghaus sind satte 1.000,— Euro an Spenden zusammengekommen. Der Lions Club Hamburg Bellevue leitet das Geld weiter an das Projekt Klasse 2000. Eine gute Idee, denn hier geht es um Prävention in Grundschulklassen, und die Epigenetik macht immer deutlicher, wie wichtig früh ansetzende Prävention ist. Mit dem Geld werden vier Klassen ein Jahr lang an dem Programm teilnehmen können. Der Lions Club unterstützt Klasse 2000 übrigens schon lange, vor allem in so genannten Brennpunktgebieten.

Für weitere Infos zu diesem und anderen vergangenen Terminen schauen Sie sich gerne in meinem Terminarchiv um (bitte hier klicken). Und zukünftige Termine finden Sie in meiner Terminvorschau.

Buch mit Wirkung

(Hamburg, 08.06.2016) Während ich mein Buch Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft schrieb, war es immer auch ein Antrieb, mit seiner Hilfe die Gesellschaft zum Nachdenken und Diskutieren über mögliche Veränderungen anzuregen. Da freut es natürlich sehr, dass es längst viele Reaktionen gibt – auch von so genannten Entscheider(inne)n aus Politik und Wirtschaft.

Jetzt kam eine besonders schöne Reaktion hinzu: Der Bildungsausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtages lädt mich zu einem Kurzvortrag mit öffentlichem Gespräch. Ich zitiere aus dem aktuellen Sitzungsprotokoll: „Im Anschluss an die Ausschusssitzung am 14. Juli wird der Ausschuss ein Gespräch mit Dr. Peter Spork (Wissenschaftsautor aus Hamburg) über wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema „Chronotypen“ und die Berücksichtigung dieser Erkenntnisse in Schulen, Hochschulen und Arbeitswelt führen. Der Ausschuss ist sich einig, dazu die Landesschülervertretungen und Landeselternbeiräte einzuladen.“

Ich freue mich schon sehr auf die Fragen der Politiker, Eltern und Schüler. Es wird bestimmt ein spannender Nachmittag.

Die Sitzung ist öffentlich, so dass auch Sie, liebe Leser dorthin eingeladen sind. Mehr Infos zu diesem und weiteren meiner Termine finden Sie in meiner Terminvorschau. Und für weitere Infos zu Wake up! klicken Sie bitte hier.

Vortragserfolg


(Hamburg, 28.04.2016) Der öffentliche, an ein Laienpublikum gerichtete Vortrag über Epigenetik bei den Freiburger Horizonten des Freiburg Institute for Advanced Studies, FRIAS, in der Aula der dortigen Universität am 13. April war ein großer Erfolg: Rund 400 Zuhörer wurden eingelassen, der Saal war übervoll, und ich weiß nicht, wie viele draußen bleiben mussten.

Besonders freute ich mich über das Interesse einiger wichtiger Epigenetiker und anderer Fachleute. Unter anderem erschienen der Prodekan der Universität, Prof. Gunther Neuhaus und der FRIAS-Direktor Prof. Bernd Kortmann, aber auch der Max-Planck-Direktor und weltbekannte Epigenetiker Prof. Thomas Jenuwein und der Neurobiologe, Psychotherapeut und Buchautorenkollege Prof. Joachim Bauer.

Nicht nur diese Herren sondern das gesamte Publikum schienen hinterher sehr zufrieden mit meinem Vortrag zu sein. (Ich selbst hatte wie immer das Gefühl, einiges hätte ich noch etwas besser erklären können.) Der Veranstalter schrieb mir jedenfalls: “Wir haben für Ihren hervorragenden Vortrag viel positives Feedback erhalten.”

Für alle, die nicht dabei sein konnten, hat das FRIAS jetzt einen Videomitschnitt ins Internet gestellt (bitte hier klicken). Viel Spaß beim Zuhören.

Hinweise auf zukünftige Auftritte finden Sie in meiner Terminvorschau.

Longseller

(Hamburg, 22.04.2016) Frisch eingetroffen: Die 5. Auflage des Taschenbuchs Der zweite Code. Zusammen mit der Hardcover-Version bringt es das Buch nun auf neun Auflagen und mehr als 40.000 gedruckte Exemplare. Hinzu kommen Übersetzungen in vier Sprachen und knapp 1.000 verkaufte E-Books.

Ein guter Zeitpunkt, sich mal ordentlich bei seinen treuen Lesern zu bedanken. (Also: Danke, liebe Leser!) Für weitere Infos zu meinem erfolgreichsten Longseller und weltweit ersten allgemein verständlichen Buch zur Epigenetik, klicken Sie bitte hier.

Peter Spork in den Tagesthemen

(Hamburg, 27.03.2016) Diese Nacht mussten wir mal wieder die Uhren umstellen (nicht die Zeit, wie man uns immer wieder weis machen möchte). Erneut werden wir alle für sieben Monate gezwungen, eine Stunde früher aufzustehen. Warum das für die Mehrheit der Bevölkerung ein Problem ist, wenn nicht auf Dauer sogar eine Gefahr, beschreibe ich unter anderem in meinem aktuellen Buch Wake up!. Das hatte deshalb gestern Abend auch einen schönen großen Auftritt in den ARD Tagesthemen. Ich durfte sogar ein wenig dazu sagen. Wenn Sie sich den Beitrag anschauen möchten, klicken Sie bitte hier.

Etwas mehr Zeit für die Hintergründe blieb in einem Interview für den Sender SR 3, das ich am Vormittag gegeben hatte (bitte hier klicken.) Und mehr Infos zum Buch Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft, inklusive Links zu vielen anderen Interviews, nicht nur zur Uhrenumstellung, finden Sie hier.

Koreanisch mal drei

(Hamburg, 11.03.2016) Ende Februar ist im Taurus Verlag mein aktuelles Buch Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft auf Koreanisch erschienen (links). Die Korea Times hat seine Lektüre sogleich empfohlen und beim Internet-Buchhändler book.interpark.com gibt es schon jetzt 15 Kundenrezensionen (im Schnitt 8,5 von 10 möglichen Punkten). Das Buch scheint auch dort auf dem Weg zum Erfolgstitel zu sein.

Vorausgesetzt ich interpretiere die mangelhaften, mir zur Verfügung stehenen Übersetzungen richtig, gelte ich in Korea als gut eingeführter und erfolgreicher, vielleicht sogar bekannter Wissenschaftsautor, denn man verweist gerne und oft auf meine schon früher ins Koreanische übersetzten Bücher: Der zweite Code war das erste allgemein verständliche Buch zur Epigenetik (rechts). Und das Kinderbuch Höher – schneller – weiter ist laut Tages-Anzeiger „ein Biologiegrundkurs zum Staunen und Schmunzeln“ (mitte). Beide Bücher verkaufen sich im fernen Osten offenbar noch immer gut. Die Lizenz des Kinderbuchs wurde erst kürzlich sogar über die einst vereinbarte Zehnjahresfrist hinaus verlängert. In Deutschland ist der Titel leider längst vergriffen.

Ach ja: Der Name Peter Spork sieht auf Koreanisch übrigens so aus: 페터 슈포르크. Und er bedeutet laut Google Übersetzer „Peter Forde Schuhgröße“. Da ist mir Peter Spork schon lieber.

Für weitere Infos zum Buch Wake up!, klicken Sie bitte hier.

Aufbruch und Ernüchterung in der Onkologie: Newsletter Epigenetik 01/2016



Umdenken in der Onkologie
Ernüchterung und neuer Aufbruch.

Dick oder dünn
Epigenetische Phänotypen beim Menschen.

Toxischer Stress macht alt
Epigenom altert bei dauerhafter Belastung rascher.

Und vieles mehr

(Hamburg, 26.02.2016) Der neue Newsletter Epigenetik ist da. Dieses Mal möchte ich Ihnen die Rubrik Onkologie besonders ans Herz legen: Die neuen technischen Möglichkeiten rings um Epigenetik und Epigenomik bewirken derzeit nämlich Ernüchterung und Aufbruchsstimmung zugleich. Für beides liefert die vorliegende Ausgabe beeindruckende Beispiele.

Auch in der Grundlagenforschung ist viel passiert. So viel, dass dieses Mal elf Meldungen aufgenommen wurden, darunter ein schöner Fall von phänotypischer Plastizität beim Menschen: Wir werden entweder dick oder dünn – und schuld ist ein epigenetisches Programm. Wichtig scheint mir auch eine Studie, die anhand epigenetischer Markierungen zeigt, wie sehr toxischer Stress das Altern von Menschen beschleunigt. Womöglich liefern unsere Epigenome die besten Hinweise auf unser wahres biologisches Alter – besser als Falten und abnehmende Kondition.

Das Titelbild zeigt übrigens Wildmeerschweinchen. Sie sind neu im Club jener Tiere, bei denen man Hinweise auf einen transgenerationelle epigenetische Vererbung gefunden hat. Ergänzt wird der Newsletter wie immer durch Meldungen aus den Bereichen Wirtschaft, Projekte und Medien sowie Personalien und Terminhinweise.

Selbstverständlich freue ich mich, wenn Sie den Newsletter weiterverbreiten und interessierte Freunde und Kollegen auf die Webpräsenz newsletter-epigenetik.de aufmerksam machen oder dorthin verlinken. Dort kann man sich nicht nur für das kostenlose E-Mail-Abo des Newsletters anmelden, es erscheinen auch regelmäßig aktuelle Meldungen und man kann in allen bisher erschienen Beiträgen per Stichwort- und Volltextsuche recherchieren.

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Impressionen vom Ballindamm

(Hamburg, 20.1.2016) Der Vortrag mit Lesung im Mercedes me Store am Hamburger Ballindamm war ein toller Erfolg. Und schöne Fotos gibt es auch.

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Gelungener Start ins Jahr

(Hamburg, 13.1.2016) Meine einstündige Rede auf dem Neujahrsempfang der Stadt Schwalbach am Taunus fand großen Anklang. Die gut 300 Gäste sind trotz meiner Aufforderung nicht eingeschlafen und wollten im Anschluss sogar noch mehr erfahren. Sie kauften eifrig Wake up! und auch Das Schlafbuch. Etwa eine Stunde durfte ich Bücher signieren.

Für Infos zu meinen kommenden Terminen klicken Sie bitte hier.

Festrede von Peter Spork | Neujahrsempfang Schwalbach a.Ts. | 10.01.2016

Vorträge zum neuen Jahr

(Hamburg, 5.1.2016) Zunächst wünsche ich Ihnen allen, liebe Leser, ein schönes, aufgewecktes neues Jahr. Für jene, die noch nicht so ganz wissen, wie sie noch wacher werden können, gibt es in den nächsten Tagen gleich zwei öffentliche Vorträge mit mir und meinem neuen Buch Wake up!.

  • Am Sonntag, den 10. Januar halte ich die knapp einstündige Festrede auf dem Neujahrsempfang der Stadt Schwalbach am Taunus vor den Toren Frankfurts. Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr. Der Eintritt ist frei.
  • Am Dienstag, den 12. Januar veranstaltet der Mercedes me Store in Hamburg ab 19 Uhr einen Vortrag mit Buchpräsentation zum Thema Wake up!. Für eine Platzreservierung bitte hier klicken

Natürlich freue ich mich riesig, möglichst viele von Ihnen zu treffen und vielleicht sogar gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen. Für weitere Infos zu diesen und weiteren Terminen, klicken Sie bitte auf meine Terminvorschau.

Schlaf und Bewusstsein

(Hamburg, 9.12.2015) Was mich richtig stolz macht? In seinem empfehlenswerten neuen Buch Durch die Nacht fasst Ernst Peter Fischer in einem Info-Kasten „Die Geschichte der Schlafforschung“ zusammen (S. 100): Er beginnt im Jahr 1862 mit Ernst Otto Heinrich Kohlschütters Einführung der Begriffe „Tiefschlaf“ und „Weckschwelle“. Und er endet im Jahr 2007 mit dem Eintrag: „Entwicklung der Hypothesen: ‘Ohne Schlaf gibt es kein Bewusstsein’ und ‘Schlafen macht Menschen glücklich’.“ Im Fließtext (S. 127) schreibt Fischer: „Im Schlaf kann man das gegenwärtige Empfinden mit dem vergangenen Erleben zusammen erfassen. Menschen können sich jetzt darüber klar werden, was der zurückliegende Tag für sie gebracht hat. Ohne Schlaf gäbe es dafür keine Gelegenheit. Oder mit den Worten von Peter Spork ausgedrückt: ‘Ohne Schlaf gibt es kein Bewusstsein’.“

Es ist der letzte Satz aus meinem Schlafbuch – erschienen im Jahr 2007! (Erst der Schlaf versetzt uns also in die Lage, unserer Gegenwart vor dem Hintergrund der Vergangenheit einen Sinn zu geben. Oder anders ausgedrückt: Ohne Schlaf gibt es kein Bewusstsein.)

Für weitere Infos zum Schlafbuch, mittlerweile auch als Taschenbuch in der zweiten Auflage erschienen und in mehrere Sprachen übersetzt, bitte hier klicken.

Über das Träumen

(Hamburg, 26.11.2015) Peter Spork im Gespräch mit Moderator Thomas Bille über Schlafen, Träumen und eine neue Zeitkultur. Für weitere Infos zu dem erwähnten Buch Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft bitte hier klicken.

MDR Figaro Spezial | 26.11.2015 | ca. 7 Minuten [zum Podcast]

Was passiert beim Träumen im Kopf?
Antworten gibt der Neurobiologe und Wissenschaftsjournalist Peter Spork

Sag die Wahrheit

(Hamburg, 9.11.2015) Gemeinsam mit der famosen Wolfsbeobachterin Elli Radinger und dem “Science Buster” und frisch gekürten Träger des deutschen Kleinkunstpreises Werner Gruber trat der Wissenschaftsautor Peter Spork bei der Sendung Sag die Wahrheit im SWR Fernsehen auf.

Für weitere Infos zu dem besprochenen Buch Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft bitte hier klicken.

Peter Spork bei "Sag die Wahrheit" | SWR | 9.11.2015 | ab ca. 11:45 Minuten

Homo-Epigenom und Trauma-Vererbung: Newsletter Epigenetik 03/2015



Marker für Homosexualität
Epigenetische Vorhersage der sexuellen Orientierung.

Vererbtes Trauma
Holocaust-Überlebende geben Veränderung weiter.

Doppelschlag gegen Pankreaskarzinom
Zwei epigenetische Mittel wirken gemeinsam.

Und vieles mehr.

(Hamburg, 30.10.2015) Nein, ein wirkliches Jubiläum gibt es nicht zu feiern. Dieses ist der 22. Newsletter Epigenetik. Er beschließt den sechsten Jahrgang. Immerhin ist es gut möglich, dass mit dieser Ausgabe die 500. Meldung aus einem der wichtigsten Forschungsgebiete unserer Zeit erscheint. Es ist mir aber ehrlich gesagt zu mühsam, nachzuzählen. Wenn Sie also auf dem aktuellen Titel alle 21 bislang erschienenen Titelbilder dieses Newsletters erblicken, dann hat das den schlichten Grund, dass drei Reihen à sieben Titel genau das passende Format für dieses Layout ergeben – und dass mich interessiert, welcher Titel Ihnen bislang am besten gefallen hat. Mehr dazu im aktuellen Intro.

Inhaltlich hat auch diese Ausgabe wieder eine Menge zu bieten. Aber das sind Sie ja gewohnt. Und ich verliere darüber besser gar keine weiteren Worte sondern lasse Sie selbst entdecken (bitte hier klicken).

Selbstverständlich freue ich mich, wenn Sie den Newsletter weiterverbreiten und interessierte Freunde und Kollegen auf die Webpräsenz newsletter-epigenetik.de aufmerksam machen. Dort kann man sich nicht nur für das kostenlose E-Mail-Abo des Newsletters anmelden, es erscheinen auch regelmäßig aktuelle Meldungen und man kann in allen bisher erschienen Beiträgen per Stichwort- und Volltextsuche recherchieren.

PDFs des aktuellen sowie aller früheren Newsletter können Sie ebenfalls auf newsletter-epigenetik.de herunterladen, aber natürlich auch auf diesen Netzseiten. Klicken Sie dazu bitte hier.

Der Nachdruck und/oder eine Veröffentlichung des Newsletters im Internet sind ohne meine Genehmigung auch in Auszügen nicht gestattet. Bitte melden Sie sich im Zweifelsfall einfach bei mir.

Wer ist Peter Spork?

(Hamburg, 29.10.2015) Am 9. November, um 22 Uhr, tritt der Wissenschaftsautor Peter Spork bei Sag die Wahrheit auf, der beliebten Rateshow des SWR-Fernsehens. Eingeladen wurde er als Schlafexperte und spricht in der Sendung mit Moderator Michael Antwerpes über sein neues Buch Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft.

Welcher dieser drei aufgeweckten Herren ist Dr. Peter Spork, der Schlafexperte? Wird das prominente Rateteam (unten von rechts nach links) Kim Fischer, Pierre M. Krause, Ursula Cantieni und Smudo den Lügnern auf die Schliche kommen? (Falls Sie sich wundern, Sie sehen richtig: Einer der vermeintlichen Peter Sporks ist der österreichische “Science-Buster” und frisch gebackene Träger des deutschen Kleinkunstpreises Werner Gruber). © beide Fotos: SWR/Peter A. Schmidt

Weitere meiner Termine – vor allem Vorträge und Seminare zu den Themen meiner Bücher – finden Sie indem Sie bitte hier klicken.

Ist die unausgeschlafene Gesellschaft ein Märchen?

(Hamburg, 16.10.2015) Eine Studie über das Schlafverhalten von Naturvölkern, gerade in Current Biology erschienen, erregt derzeit Aufsehen. Grundaussage: Es ist ein Märchen, dass wir in einer unausgeschlafenen Gesellschaft leben, denn auch die Naturvölker schlafen im Mittel nur 6,5 Stunden und machen tags nur selten Nickerchen. Dennoch klagen sie nicht über zu wenig Schlaf. Außerdem gehen sie erst 3 Stunden nach Sonnenuntergang zu Bett und stehen oft vor Sonnaufgang auf. Anders als derzeit immer behauptet werde, bestimmten Sonnenauf- und -untergang also nicht das Schlafverhalten. Damit scheint die Grundthese meines Buches Wake up! widerlegt.

Doch wie immer ist die Sache etwas komplizierter. Auf dem Buchrücken von Wake up! steht die zentrale Forderung des Buches: “Zurück zum Rhythmus der Natur”. Das soll uns den “Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft” bringen, so der Untertitel. Im Buch stelle ich dann die acht wichtigsten Forderungen auf, was wir oder die Gesellschaft ändern müssen, um wieder aufgeweckter zu sein. Die Forderungen sind: tags mehr Licht, nachts mehr Dunkelheit, bei Arbeitszeiten Rücksicht auf Chronotypen nehmen, Sommerzeit abschaffen, Schicht- und Nachtarbeit reduzieren, Schulbeginn nach hinten schieben, mehr Pausen machen, regelmäßiger und nur tagsüber essen.

Ganz bewusst steht nirgends die Forderung, mehr zu schlafen. Denn darum geht es nicht, es geht darum, wieder ausgeschlafener zu sein. Und das erreichen wir, indem wir wieder mehr im Einklang mit unseren biologischen Rhythmen leben. Und hier kommen die Naturvölker und die neueste Studie ins Spiel. Sie bestätigen genau das: Die hier befragten und untersuchten Menschen sind tags die meiste Zeit im Freien, nachts haben sie es dunkel, sie kennen keine Wecker, keine Sommerzeit, keine Nacht- und Schichtarbeit und keinen viel zu frühen Schulbeginn. Sie leben im Rhythmus der Natur. Vermutlich ist ihr Schlaf dadurch so tief, dass er insgesamt erholsamer ist. (Außerdem verbringen auch sie deutlich mehr Zeit im Bett als nur die 6,5 Stunden Schlafenszeit – ein Umstand, der auch für moderne Menschen gilt, weshalb wir alle vermutlich noch viel weniger schlafen, als wir in Fragebögen angeben.) Und dass die Naturvölker im Sommer an 22 Prozent der Tage ein Nickerchen einlegen, finde ich auch nicht gerade wenig.

In Wake up! und in meinen Vorträgen nenne ich zwei Beispiele, die genau das unterstreichen: Auf Seite 31 erkläre ich, warum wir im Urlaub meistens früher müde werden, tiefer schlafen und früher und erholter aufwachen: Weil wir beim Wandern, Radeln oder ähnlichem tags viel mehr Licht tanken und spätabends meistens im Dunkeln in die Sterne schauen und nicht vor dem hell erleuchteten TV sitzen. Und ab Seite 74 berichte ich von einer Studie aus 2013, bei der Kenneth Wright mit Studenten das Schlafverhalten in einer Art Campingurlaub ohne künstliches Licht untersucht hat. Auch hier wandelt sich das Schlafmuster der Großstädter genau in die Richtung, wie man sie nun bei Naturvölkern beobachtet hat.

Kein Chronobiologe behauptet übrigens, es sei natürlich, mit dem Sonnenuntergang zu Bett zu gehen und mit dem Sonnaufgang aufzustehen. Dann müsste ich als Hamburger im Winter ja rund 18 Stunden und im Sommer nur rund 5 Stunden schlafen. Das Sonnenlicht wirkt lediglich als Zeitgeber für die inneren Uhren. Dabei wirkt morgendliches Licht genau gegenteilig wie abendliches Licht, so dass das System sich unabhängig von der Tageslänge immer auf die Tagesmitte eicht. Der Schlaf-Wach-Zyklus bettet sich dann ungefähr so in diese innere Zeitmessung ein, dass die Schlafmitte etwa mitten in der Nacht ist. Wann wir genau auf Schlaf getaktet sind, ist dabei individuell verschieden, und zumindest bei unserer modernen Lebensweise (vor allem vormittags sehr wenig Helligkeit, dafür abends eher viel) verschiebt sich die chronobiologische Mitte der Nacht beim Durchschnitt in Richtung vier Uhr morgens. (Wer geht schon im Herbst und Winter drei Stunden nach Sonnenuntergang zu Bett?) Es ist naheliegend, dass das bei den Naturvölkern anders ist, was sich übrigens auch mit Beobachtungen bei Menschen in Agrargesellschaften deckt.

Die neue Studie dient also nicht als Gegenargument, gegen die überall von Medizinern, Gesundheitspolitikern und anderen Experten geäußerten Empfehlungen, mehr zu schlafen. Diese Empfehlungen sind die Schlussfolgerungen aus tausenden seriösen wissenschaftlichen Studien der letzten Jahrzehnte. Man kann aber sehr wohl zu der Schlussfolgerung kommen, dass wir mehr Rücksicht auf die neuen Erkenntnisse der Chronobiologie nehmen müssen. Niemand erwartet deshalb, dass wir jetzt alle wie Naturvölker leben. Aber wir können einiges dafür tun, einen besseren Zugang zu den Rhythmen der Natur in unsere moderne Lebensweise zu integrieren. Mein Buch Wake up! liefert übrigens die Gebrauchsanweisung dafür.

Wenn nun in den Medien – in der typisch vereinfachenden und auf polarisierende, überraschende Aussagen zugespitzten Form der modernen Wissenschaftskommunikation – davon die Rede ist, unser Schlafverhalten sei gar nicht so unnatürlich oder es sei eine Mär, dass wir mehr Schlaf benötigten, dann kann ich darauf nur erwidern: Vergesst doch endlich den Schlaf! Der kommt von ganz alleine. Aber nur, wenn wir lernen, uns am Tag und späten Abend wieder natürlicher zu verhalten.

Mehr Infos zu Wake up!, inklusive Lesproben, Pressestimmen und Inhaltsverzeichnis, finden Sie, indem Sie bitte hier klicken.

Radiovortag

(Hamburg, 9.8.2015) Heute sendete SWR 2 einen 30-minütigen Radiovortrag von mir über den Weg in eine ausgeschlafene Gesellschaft. Darin geht es um die Chronobiologie und mein aktuelles Buch Wake up!

Und hier ist der Podcast zum Nachhören.

SWR2, 9.8.2015, Sendung “Aula” | ca. 29 Minuten


Podcast des Radiovortrags
Wacht endlich auf! Die ausgeschlafene Gesellschaft
© Peter Spork

Von ADHS-Bremsen und Nabelschnur-Orakeln: Newsletter Epigenetik 02/2015



ADHS-Bremse
Epigenetik kontrolliert Aktivität bei jungen Ratten.

Nabelschnur-Orakel
Vorhersage schulischer Leistungen schon bei Geburt.

Epigenetik gegen Speiseröhrenkrebs?
Neue Kombinationstherapie weckt Hoffnungen.

Und vieles mehr.

(Hamburg, 21.7.2015) Hier ist sie endlich: Die 21. Ausgabe des Newsletter Epigenetik. Auch dieses Mal darf ich einen neuen Sponsor begrüßen: Es ist die Firma Diagenode. Der globale Anbieter für die Epigenetik-Forschung wird ausgewählte Artikel des Newsletters ins Englische übersetzen und auf seine Website einstellen. Ich bedanke mich für die Unterstützung und freue mich auf die Zusammenarbeit.

Ansonsten bleibt hoffentlich alles beim Alten – sicher auch, dass Sie nun gleich das Titelbild des Newsletters anklicken, um den PDF herunterzuladen, weil Sie nicht mehr länger auf all die spannenden Neuigkeiten aus einem der wichtigsten Forschungsgebiete unserer Zeit warten möchten. Die Mischung sollte jedenfalls einmal mehr garantieren, dass für alle Leser etwas Interessantes dabei ist.

Selbstverständlich freue ich mich, wenn Sie Freunde und Kollegen auf den Newsletter oder auf die Webpräsenz newsletter-epigenetik.de aufmerksam machen. Dort kann man sich nicht nur für einen E-Mail-Verteiler anmelden, damit man den Newsletter in Zukunft automatisch erhält, es erscheinen auch immer mal wieder Meldungen vorab und man kann in allen bisher erschienen Beiträgen per Stichwort- und Volltextsuche recherchieren.

PDFs des aktuellen sowie aller früheren Newsletter können Sie ebenfalls auf newsletter-epigenetik.de herunterladen, aber natürlich auch auf diesen Netzseiten. Klicken Sie dazu bitte hier.

Der Nachdruck und/oder eine Veröffentlichung des Newsletters im Internet sind ohne meine Genehmigung auch in Auszügen nicht gestattet. Bitte melden Sie sich im Zweifelsfall einfach bei mir.

Interview über Schlafmangel bei Politikern

(Hamburg, 14.7.2015) Gestern früh gab ich Viktoria Spinrad von der Deutschen Presse-Agentur aus Anlass der erst morgens um 8:41 Uhr verkündeten Einigung in der Griechenland-Krise ein Interview über die möglichen Auswirkungen, die endlose nächtliche Verhandlungen auf die Entscheidungsfähigkeit von Politkern haben. Unter Titeln wie “Politiker sind nicht mehr Herr ihrer Sinne” oder “Der Euro ist kicher” wurde heute das Interview ganz oder in Auszügen von sehr vielen Medien aufgegriffen, von Bild über Stuttgarter Nachrichten und Aachener Zeitung bis zur Welt. Der Hinweis auf mein Buch Wake up! wurde zwar meistens nicht übernommen, dennoch freue ich mich über die Aufmerksamkeit. Hier das Interview in leicht geglätteter Form:

Bis in die Morgenstunden haben die europäischen Staats- und Regierungschefs insgesamt 17 Stunden lang über die Zukunft Griechenlands verhandelt. Wie wirkt sich der damit verbundene Schlafentzug auf den Körper aus?

Die Beeinträchtigung nach 17 Stunden ohne Schlaf hat eine Wirkung vergleichbar mit einer halben Promille Alkohol im Blut. Da die Politiker aber meist schon vorher wach sind, gleicht ihre Leistungsfähigkeit nach 24 schlaflosen Stunden der eines Menschen mit einer Promille Alkohol. Dazu kommt, dass fast alle Politiker chronisch unausgeschlafen sind und schon mit einem Schlafdefizit in die Verhandlungen gehen. Konkret lassen die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit nach. Der Schlaf dient ja dazu, unser Gehirn von unseren zahllosen Eindrücken der Wachzeit zu „entmüllen“ und wichtige Informationen zu verfestigen. Ohne dieses Aufräumen verliert das Gehirn die Fähigkeit, klar, präzise, konsequent zu arbeiten.

Was bedeutet das für die Fähigkeit der Politiker, Entscheidungen zu treffen?

Ganz wichtig ist hier die Rolle des Schlafs, Informationen zu sortieren und abzuwägen. Eine aktuelle Untersuchung hat gezeigt, dass man unter Schlafmangel bereitwilliger voreilige Entscheidungen fällt – eben ähnlich wie in einem alkoholisierten Zustand: Man gibt eher nach und prüft nicht so genau. Solch eine Tendenz kann natürlich auch strategisch verwendet werden – solange zu verhandeln, bis sich alle auf irgendein Ergebnis einigen. Sonst gäbe es bei Verhandlungen, in denen die Positionen nur schwer vereinbar sind, vielleicht nie eine Einigung. Aber wie gut ist eine solche Entscheidung? Denn im Endeffekt wird sie von übernächtigten Politikern getroffen, deren geistiger Verfassung dem eines Angetrunkenen ähnelt. Eigentlich möchte man solchen Menschen in einem solchen Zustand keine Entscheidungen mit einer solchen Tragweite überlassen.
Aber natürlich sind Politiker auf solche Situationen vorbereitet und haben ihre Berater im Hintergrund, die hoffentlich etwas ausgeschlafener sind. Dennoch: Im Endeffekt ist der Politiker, der nach 17 Stunden Verhandlungsmarathon seine Unterschrift unter einen Entschluss setzt, nicht mehr Herr seiner Sinne.

Was würden Sie Politikern raten, die einem solchen Verhandlungsmarathon ausgesetzt sind?

Die Politiker müssen unbedingt Pausen einlegen. Ideal wären mehrere „Powernaps“. Wahrscheinlich legen Politiker tatsächlich kurze Schlafpausen ein, wenn sie sich in längeren Verhandlungen kurz abmelden. Zugeben würde dies in Deutschland natürlich niemand, denn wer tagsüber schläft, gilt als faul, und das würde sich sicherlich negativ auf die Verhandlungsposition auswirken.

(Mit freundlicher Genehmigung der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH, Hamburg, www.dpa.de.)

Für weitere Infos über meine Bücher Das Schlafbuch und Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft klicken Sie bitte auf die jeweiligen Links.

Neun Monate und 39 mal Lob

(Hamburg, 11.6.2015) Mein neues Buch Wake up! ist nun fast neun Monate auf dem Markt. Es verkauft sich gut, vor allem aber freue ich mich über die außergewöhnlich vielen positiven Rezensionen. Erst gestern schrieb die Bloggerin Petzi („Die Liebe zu den Büchern“) über mein Plädoyer für eine ausgeschlafene Gesellschaft: für „wirklich jeden interessant, der sich für sein Schlafverhalten und den Schlaf im Allgemeinen interessiert. Durch seine angenehme Schreibweise schafft es der Autor tatsächlich, den Leser an das Buch zu binden, obwohl es sich hierbei um keine Geschichte und um keinen Roman handelt. Selten hat mir ein Sachbuch so gut gefallen, wie es hier der Fall war.“

Natürlich tun solche Worte gut. Sie machen sogar richtig stolz. Alles andere wäre gelogen. Und ganz besonders freut mich, dass Petzi mit ihrer Meinung nicht alleine ist. Hier weitere Beispiele aus der großen Zahl der Besprechungen:

  • „Also das Buch lesen, es lohnt sich!” Uwe Jäger, Saarländischer Rundfunk
  • „Das sicher entspannteste Buch des Herbstes.“ Elisabeth von Thadden, DIE ZEIT
  • „Ein exzellentes populärwissenschaftliches Buch.“ Frank Ufen, Junge Welt
  • „…ebenso unterhaltsam wie provokativ.“ Antje Kunstmann, Brigitte
  • „Ein überfälliges Plädoyer für mehr Zeitsouveränität.“ ChangeX, Platz 2 der November-Bestenliste
  • „Ein Thema, das jeden angeht.” Ralf Krauter, Deutschlandfunk
  • „Ein mit viel Sachkenntnis verfasstes Plädoyer.“ Martin Koch, Neues Deutschland
  • „…fesselt derart, dass man die Nacht durchliest.“ Kathrin Halfwassen, Für Sie

Vielen Dank, liebe Rezensenten. Mögen möglichst viele Leser und Buchhändler Ihrem Urteil vertrauen.

Insgesamt finden sich auf der Seite mit Stimmen zum Buch mittlerweile 39 Einträge. Bei Interesse, klicken Sie bitte hier. Und als Einstieg zu allen anderen Infos zum Buch, inklusive Leseproben und Inhaltsverzeichnis empfehle ich Ihnen diese Seite.

Öffentliche Vorträge über Epigenetik und die ausgeschlafene Gesellschaft





(Hamburg, 13.5.2015) In den nächsten Wochen stehen erneut zwei öffentliche Vorträge mit freiem Eintritt auf dem Programm.

Am Dienstag, den 23. Juni spreche ich in Bielefeld anlässlich des Tages des Schlafs auf Einladung der Initiative Die ausgeschlafene Stadt e.V. zum Thema Aufwachen Jetzt! Vom Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft. (Einladung hier).

Und schon am Freitag, den 29. Mai, bin ich um 16 Uhr in der Carl-von-Ossietzky-Schule in Wiesbaden zu Gast. Hier spreche ich zum Thema Epigenetik: Der zweite Code. Gesundheit, Persönlichkeit, Langlebigkeit: Wie die Umwelt unsere Gene prägt. (Einladung hier).

Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe weiterer Veranstaltungen – sicher auch in Ihrer Nähe. Für eine Übersicht empfehle ich meine Terminvorschau. Ich freue mich auf ein aufgewecktes Publikum.

Neues zur sexuellen Orientierung: Newsletter Epigenetik 01/2015


Epigenomik startet durch
Einzigartiger Einblick in Genregulation.

Sexuelle Orientierung
Epigenetik macht weibliches Gehirn männlich

Neues Krebsmedikament?
Gleich drei erfolgreiche Studien mit EZH2.

Und vieles mehr.


(Hamburg, 15.4.2015) Diese insgesamt 20. Ausgabe des Newsletter Epigenetik ist die erste mit einem neuen Sponsor. Ich möchte mich deshalb vor allem bei der Zeitschrift artgerecht bedanken, die sich spontan bereit erklärt hat, den Newsletter von nun an finanziell zu unterstützen. Ohne Sie, liebe „Artgerechtler“, wäre das Fortbestehen des Newsletters ernsthaft in Gefahr gewesen.

Mit weiteren möglichen Unterstützern wird derzeit aussichtsreich verhandelt. Das Angebot ist nicht zuletzt dank der neuen Webpräsenz newsletter-epigenetik.de sehr vielseitig und attraktiv geworden. Ich kenne weltweit keine vergleichbare Quelle, die so aktuell aus der Epigenetik berichtet und zugleich eine umfangreiche Datenbank mit haufenweise spannenden Resultaten der zurückliegenden Jahre zur Verfügung stellt – alles kostenlos, unabhängig, frei zugänglich und dank anerkannter Experten im Mitherausgebergremium fachlich fundiert.

Überzeugen Sie sich am besten gleich selbst. Zur Website newsletter-epigenetik.de, mit allen bisher erschienenen Beiträgen samt Volltext- und Stichwortsuche sowie der Möglichkeit, sich für das E-Mail-Abo des PDF-Newsletters anzumelden, gelangen Sie, indem Sie hier klicken.

Auch PDFs des aktuellen sowie aller früheren Newsletter können Sie dort herunterladen, aber natürlich auch auf diesen Netzseiten. Klicken Sie dazu bitte hier.

Unfug Sommerzeit: Wann ist endlich Schluss?

(Hamburg, 25.3.2015) Die Zeitumstellung am kommenden Sonntag wirft ihre Schatten voraus. Für mich ist das immer eine schöne, arbeitsame Zeit. Bislang stehen folgende Termine fest:

  • Fernsehbeitrag MDR-Fernsehen, MDR um 4, 27.3.
  • Radiointerview SWR2 Impuls, 27.3.
  • Zitate von mir mit Buchhinweis in einem Artikel der SuperIllu.
  • Großer Artikel mit Zitaten von mir (und anderen) und Buchhinweis in der Saarbrücker Zeitung.

Zudem gibt bzw. gab es noch mehr Interviews. Ich weiß aber noch nicht, wann und wie diese verwertet werden. So oder so: Hoffentlich hilft`s und der Unfug wird endlich abgeschafft. Laut repräsentativer DAK-Umfrage sollen mittlerweile 73 Prozent der Bevölkerung gegen die Zeitumstellung sein.

Für weitere Informationen zu diesen und anderen meiner Termine bitte hier klicken. Und Infos zu meinem aktuellen Buch Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft, unter anderem mit dem Kapitel zur Abschaffung der Sommerzeit als Leseprobe, finden Sie hier.

Lasst sie doch noch etwas schlafen

(Hamburg, 26.2.2015) Jugendliche ticken verzögert. Sie werden abends erst spät müde und morgens niemals zeitig wach. Warum das so ist, weiß man nicht, aber es ist ein biologisches Programm, das man nicht ändern kann. Die hierzulande üblichen Schulbeginnzeiten um 8:00 Uhr oder früher sind deshalb zumindest für Schüler der Mittel- und Oberstufe eine Katastrophe.

In meinem Buch Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft widme ich diesem Thema ein ganzes Kapitel. Und weil Chronobiologen aus den Niederlanden nun eine wichtige, neue und gut gemachte Studie vorgelegt haben, die all diese Fakten einmal mehr bestätigt, habe ich einen Zeitungsartikel dazu geschrieben. Erschienen ist er vor einer Woche als Aufmacher des Feuilletons der FAZ, später auch im Internet. Dort hat er eine große Welle heftiger Diskussionen ausgelöst. Auf Facebook wurde er fast 4.000 Mal geteilt.

Und ab heute finden Sie den Text in einer ungekürzten Fassung auch unter den Arbeitsproben auf dieser Website. Zum Lesen, bitte hier klicken.

Für weitere Informationen zu dem Buch Wake up!, gelangen Sie über diesen Link.

Öffentliche Vorträge in Hamburg und Saarbrücken

(Hamburg, 26.1.2015) In den nächsten Wochen wird es gleich zwei öffentliche Vorträge mit freiem Eintritt zu den Themen meiner beiden letzten Bücher geben.

  • Am Donnerstag, den 19. Februar in Hamburg, geht es im Rahmen einer Veranstaltung des Intenationalen Jahres des Lichts um Wake up!
  • Am Dienstag, den 31. März in Saarbrücken, führe ich auf dem 106. Bundeskongress des MNU (Verband von Lehrern der naturwissenschaftlichen Fächer), auf der Basis meines Buches Der zweite Code in die Epigenetik ein. Der Veranstalter des eigentlich nicht öffentlichen Kongresses lädt die Öffentlichkeit zu diesem Vortag ausdrücklich ein.

Ich freue mich bereits, Sie zu sehen. Für Infos zu diesen und weiteren meiner Termine klicken Sie bitte hier.

Noch ein Interview

(Hamburg, 19.1.2015) Gestern war Peter Spork bei Gisela Steinhauer und ihren Sonntagsfragen auf WDR 2 zu Gast. Es war ungefähr das 20. Radiointerview zum neuen Buch – aber eines der schönsten. Den Podcast des Interviews finden Sie unten. Mehr Infos zum Buch Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft finden Sie, indem Sie bitte hier klicken.

WDR 2 Sonntagsfragen | 20 min [zum Podcast]


“Mir läuft die Zeit davon!” Viele kennen dieses Gefühl aus dem Beruf und aus der Freizeit. Stress und Schlafmangel können uns auf Dauer krank und unglücklich machen. Der Neurobiologe Peter Spork zeigt im Gespräch mit Gisela Steinhauer Auswege auf. © WDR 2015

Neujahrsgrüße

(Hamburg, 31.12.2014) Mit diesem Podcast eines gestern im Schweizer Rundfunk ausgestrahlten Gesprächs über die biologische Zeitmessung, die unausgeschlafene Gesellschaft und mein neues Buch Wake up! wünsche ich allen Lesern, Kollegen und Freunden ein ausgeschlafenes neues Jahr – auf aufgeweckte Zeiten in 2015.

Für weitere Infos zum neuen Buch sowie Hinweise auf andere aktuelle Podcasts von Fernseh- und Radioauftritten klicken Sie bitte hier.

SRF 2 Kontext | Köpfe der Zeit | Peter Spork im Gespräch mit Sabine Bitter | 28 min

Die Zeit zwischen den Jahren ist für viele ein zeitsensibler Zwischenhalt. Kontext und Reflexe nehmen sich Zeit für diese besondere Zeit. Wir reden mit Menschen, die es immer mit der Zeit zu tun haben. Sie zerbrechen sich tagein, tagaus den Kopf über die Zeit. Und das auf ganz verschiedene Weise. Wer auf die innere Uhr hört, lebt besser, gesünder und länger die Schlafforschung weiss, was uns gut täte. Wir sollten mehr Zeit haben, uns mehr Zeit lassen und anderen mehr Zeit schenken. Dafür aber müssten wir unser Leben entschleunigen.
Doch dieser oft gehörte therapeutische Ratschlag greife zu kurz, sagt der Hamburger Wissenschaftsjournalist und Autor Peter Spork in seinem neuen Buch «Wake up. Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft». Es komme vor allem auf einen natürlichen Umgang mit der Zeit an.

Eine Zeitungsseite Epigenetik


(Hamburg, 22.12.14) Vergangenen Mittwoch hat der Zürcher Tages-Anzeiger eine ganze Zeitungsseite mit Artikeln zur Epigenetik gedruckt – alle von mir. Jetzt habe ich einen PDF der Seite zu meinen Arbeitsproben hinzugefügt.

Wenn Sie die Seite sehen und die Texte lesen möchten, klicken Sie bitte hier. Interessieren Sie sich für Infos zu meinem Buch über Epigenetik, Der zweite Code, dann klicken Sie bitte hier.

Wake up! im Gespräch

(Hamburg, 12.12.2014) Mitschnitt eines Gesprächs über den Aufbruch in eine ausgeschlafenere Gesellschaft, aufgezeichnet auf der DeutschlandRadio-Bühne auf der Frankfurter Buchmesse 2014 (auf YouTube veröffentlicht am 5. Dezember 2014). Mehr Infos zum Buch Wake up! finden Sie, indem Sie bitte hier klicken.

Peter Spork im Autorengespräch mit DLF-Redakteur Ralf Krauter | ca. 30 Min.

Überraschung im Blut: Newsletter Epigenetik 04/2014


Überraschung im Blut
Infekt trainiert auch das unspezifische Immunsystem.

Positiver Stress
Frühkindlicher Stress kann auch gut sein.

Evolution im Krebs
Wie sich Prostatakrebszellen verändern.

Und vieles mehr.


(Hamburg, 9.12.2014) Mit dieser insgesamt 19. Ausgabe des Newsletter Epigenetik schließt der fünfte Jahrgang und es endet leider eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit: Die Celgene GmbH wird den Newsletter ab dem kommenden Jahr nicht mehr finanzieren. Ich möchte mich für das außerordentliche Engagement bedanken. Die stetig gewachsene Nachfrage nach dieser quartalsweise erscheinenden Übersicht über eines der wichtigsten Forschungsgebiete unserer Zeit, zeigt, wie wichtig dieser Einsatz war.

Um die 400 Meldungen und Terminhinweise sind inzwischen erschienen. Immer häufiger erhielt ich Anfragen, ob man in diesem „Archiv, das quasi täglich mit neuen Meldungen anschwillt“, wie die FAZ einst schrieb, nicht auch recherchieren könne. Und damit komme ich auch schon zur Zukunft: Mit dieser Ausgabe gehen wir so richtig online. Ab sofort wird es nicht nur die PDFs der Newsletter zum Herunterladen im Internet geben, sondern auf der Seite www.newsletter-epigenetik.de zusätzlich ein Archiv mit allen bisher erschienenen Artikeln – samt Volltext- und Schlagwortsuche.

Neue Artikel werden dort in Zukunft auch schon vor Erscheinen des Newsletters eingestellt. Der Newsletter wird also noch aktueller. Wer möchte, kann sich per RSS-Feed automatisch auf neue Beiträge aufmerksam machen lassen. Nach wie vor wird aber alle drei Monate ein Newsletter erscheinen, der als PDF über einen Email-Verteiler versendet wird. Neue Abonnenten können sich direkt auf der Website anmelden.

Das einzige, was wegfällt, ist der gedruckte und von Celgene versendete Newsletter mitsamt seinem ausgesprochen schönen Layout, für das die Kommunikationsagentur Selinka/Schmitz in Köln verantwortlich war (auch dafür Danke).

Bleibt nur noch ein letzter, nicht ganz unbedeutender Punkt: Als freiberuflicher Journalist bin ich natürlich darauf angewiesen, für meine Schreiberei auch bezahlt zu werden. Wenn Sie also einen potenziellen Sponsor dieses Newsletters kennen, informieren sie ihn oder mich oder gleich uns beide. Auf der neuen Website ist noch reichlich Platz für Banner.

Einen PDF des Newsletters können Sie herunterladen, indem Sie bitte hier klicken. Und zu der neuen Internetseite gelange Sie über diesen Link.

Peter Spork live im rbb-Fernsehen

(Potsdam, 5.12.2014) Heute war ich mit meinem neuen Buch Wake up! live in der rbb-Sendung zibb: Zuhause in Berlin und Brandenburg zu Gast. Wenn Sie hier klicken, können Sie das 13-minütige Gespräch mit Moderator Harald Pignatelli in der ARD-Mediathek noch einmal anschauen.

Mehr Infos zum Buch Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft finden Sie hier.

Sehr gute Kritik für Wake up!

(Hamburg, 3.12.2014) Heute hat das Sachbuchtrio des Deutschlandfunks, Dagmar Röhrlich, Michael Lange und Ralf Krauter, den Videomitschnitt ihrer Besprechung der Bücher Träume von Stefan Klein und Wake up! von Peter Spork auf YouTube veröffentlicht. Im Deutschlandfunk wurde der Beitrag gleich am 12.10.2014 ausgestrahlt. Für alle, die ihn damals nicht verfolgen konnten, hier eine erneute Möglichkeit zum Nachhören der ausgesprochen positiven Kritik aus gleich drei berufenen Mündern.

Das DLF-Sachbuchtrio auf der Frankfurter Buchmesse 2014 | Ab 8:50 min über "Wake up!" von Peter Spork


Ich gebe unumwunden zu, dass ich mir die Besprechung meines Buches, etwa ab Minute 8:50, nicht oft genug anhören kann. Auch ein Autor benötigt nunmal Motivation.

Mittlerweile gibt es allerdings noch eine Vielzahl weiterer positiver Stimmen zum Buch. Eine Übersicht darüber erhalten Sie, indem Sie bitte hier klicken.

Schluss mit Sommerzeit!

(Hamburg, 26.10.2014) Ach, war das heute mal wieder schön: Ganz entspannt eine Stunde länger schlafen. Natürlich reicht das nicht, um die sieben Monate chronischen Schlafentzug, für die die Sommerzeit gesorgt hat, auch nur ansatzweise auszugleichen. Dagegen hilft nur: Sommerzeit abschaffen – und zwar sofort!
Warum das so ist, habe ich in den vergangenen Tagen gleich in drei Radiointerviews über mein neues Buch Wake up! und die Zeitumstellung erklärt (bitte die Titel anklicken):

Viel Spaß beim Nachhören. Und für weitere Infos zum Buch Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft, das neben der Abschaffung der Sommerzeit noch sieben andere wichtige Forderungen erhebt, klicken Sie bitte hier.

Übrigens habe ich zur Feier des heutigen Tages, über den ich vor vier Jahren in einer Titelgeschichte für die ZEIT geschrieben hatte, er solle der eigentliche “Tag des Schlafs” werden, das Kapitel Warum die Sommerzeit ein Fehler ist zu den Leseproben des neuen Buches hinzugefügt. Bei Interesse, bitte hier klicken.

Viel Lob

(Hamburg, 18.10.2014) Die ersten Pressestimmen zu meinem neuen Buch Wake up! trudeln ein. Und zu meiner großen Freude ist bislang nur Lob darunter. Elisabeth von Thadden schrieb in der ZEIT zum Beispiel vom “sicher entspanntesten Buch des Herbstes”. Besonders habe ich mich über die Sendung Wissenschaft im Brennpunkt des Deutschlandfunks gefreut, in der die Redakteure Dagmar Röhrlich, Michael Lange und Ralf Krauter am 12.10.2014 direkt von der Frankfurter Buchmesse über Stefan Kleins neues Buch Träume und mein Wake up! diskutierten. Hier ein paar Textauszüge:

Michael Lange: Es wurde mal Zeit, dass mit der Diffamierung von Schlafmützen und Langschläfern Schluss gemacht wird, dass eine klare Sprache gesprochen wird. Und genau das macht Peter Spork.”

Ralf Krauter: “Dieses Buch will die Leute zum Nachdenken zwingen. (…) Es liefert sehr interessante Denkanstöße. Ein Thema, das jeden angeht. Deswegen meine ich, das Buch verdient viele Leser.”

Dagmar Röhrlich: Das Buch war sehr schön zu lesen, sehr spannend zu lesen. (…) Wenn man dieses Buch liest, dann weiß man, dass je wichtiger eine Entscheidung ist, man umso besser vorher schlafen sollte, und dass die EU-Runden, die bis tief in die Nacht gehen, vielleicht nicht die tollsten Ergebnisse bringen.”

Michael Lange über Stefan Klein und Peter Spork: “Um ein Wissenschaftsbuch auf diese persönliche Art gut zu machen, müssen die Fakten stimmen, sie müssen gut recherchiert sein und sie müssen auch so einfach dargestellt sein, dass man sie sofort versteht. Das können beide Autoren. Sie wissen, man muss Menschen persönlich ansprechen, schreiben, was die Leute interessiert, nicht, was die Wissenschaftler verbreiten wollen.”

Ralf Krauter über Träume von Stefan Klein und Wake up! von Peter Spork: “Das sind beides sehr lesenswerte Bücher, die eigentlich jeder lesen sollte, der sich für unser Bewusstsein, für unsere Wahrnehmung der Welt interessiert. Bei Peter Spork wäre mir noch besonders wichtig, dass vor allem Politiker und Arbeitgeber dieses Buch lesen (Röhrlich: Und die Lehrer).”

Weitere Stimmen finden Sie indem Sie bitte hier klicken. Und die ganze 30-minütige Sendung können Sie nachhören, wenn Sie diesem Link folgen.

Buchmesse

(Hamburg, 7.10.2014) Übermorgen gebe ich vormittags dem Westdeutschen Rundfunk noch ein ausführliches Live-Interview zum neuen Buch, dann mache ich mich allmählich auf den Weg zur Frankfurter Buchmesse. Natürlich freue ich mich auf meine Heimatstadt, doch vor allem freue ich – als eingefleischter Büchermensch – mich auf das große, aufregende Treiben rings um das gedruckte und sorgfältig, voller Liebe zwischen zwei Deckeln versteckte Wort.

Am Samstag treffe ich mich dann mit dem Wissenschaftsredakteur des Deutschlandfunks, Ralf Krauter, auf der DRadio-Bühne, Halle 3.1, Stand C 85, zum 30-minütigen Plausch über mein neues Buch Wake up!. Mehr über diesen und weitere Termine erfahren Sie, indem Sie bitte hier klicken.

Aufwachen. Jetzt!




(Hamburg, 29.9.2014) Endlich ist es so weit: Heute kommt mein neues Buch Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft in den Handel.


Schluss mit Sommerzeit, Schichtarbeit und viel zu frühem Schulbeginn.

Wir leben gegen unsere innere Uhr – und ruinieren damit unsere Gesundheit. Mein neues Buch überträgt die Erkenntnisse der Wissenschaft auf unseren Alltag – und entwirft einen 8-Punkte-Plan, wie wir wieder im Einklang mit dem Rhythmus der Natur leben können. Chronobiologie und Schlafforschung verhelfen uns auf diesem Weg zu einem gesünderen und glücklicheren Leben, zu mehr Kreativität und Leistungsstärke.

Ich möchte mit dem Buch vor allem eine Debatte anstoßen: für kürzere aber intensivere Arbeitsphasen, gegen Sommerzeit und allzu frühen Schulbeginn, für chronobiologisch durchdachte Schichtpläne, die Schichtarbeit weitgehend abschaffen würden, für chronotypisierte und individualisierte Dienstpläne, gegen Mahlzeiten zur falschen Zeit, krank machendes Licht am späten Abend und viel zu dunkel ausgeleuchtete Büros und Klassenzimmer am Morgen.

Jedes der acht Kapitel schließt mit konkreten Forderungen aus der Wissenschaft an Politik, Arbeitgeber und das Individuum. Wake up! ist ein engagiertes Plädoyer für den gemeinsamen Weg in eine ausgeschlafenere Gesellschaft – an dessen Ende aufgewecktere Kinder, weniger Burnout und Depressionen, weniger Schlafmangel und Gereiztheit, weniger Übergewicht und Diabetes stehen.

Nun bin ich nicht nur gespannt, was die Leser dazu sagen werden, sondern auch, ob eine Debatte beginnt, und welcher der Punkte für die größten Diskussionen sorgen wird. Derzeit scheint die Forderung nach einem späteren Schulbeginn besonders viel Aufmerksamkeit zu erregen. Ein Beitrag über mich und mein neues Buch in der WELT am Sonntag, der diesen Aspekt im Titel trägt, sorgte gestern für enorm viel Aufsehen. So wurde er weit über 1.000 Mal auf Facebook empfohlen.

Möchten Sie mehr über mein neues Buch erfahren, etwa das Inhaltsverzeichnis einsehen, erste Pressestimmen oder eine Leseprobe anschauen, dann klicken Sie bitte hier.

Zum Artikel der WELT am Sonntag gelangen Sie, indem Sie bitte hier klicken. (Und nur zur Richtigstellung: Ich bin promovierter Biologe und Autor, der sich auf Schlafforschung spezialisiert hat, aber kein Schlafforscher.)

Die ersten Lesungen

(Hamburg, 23.9.2014) es ist so weit: Die ersten Lesungen und Buchpräsentationen mit Wake up! stehen an. Am Donnerstag, den 25.9. lese ich in Hamburg und am Dienstag, den 30.9. in Berlin. Für weitere Infos zu diesen und anderen Terminen, klicken Sie bitte hier.

Späterer Schulbeginn: Die Diskussion geht los

(Hamburg, 15.9.2014) Gestern widmete die Bild am Sonntag dem Thema späterer Schulbeginn eine Doppelseite. Heute meldet sich Spiegel-Online mit einer Umfrage unter Experten zu Wort. In beiden Artikeln fungiere ich als “Kronzeuge” für die Forderung, dass die Schule später beginnen sollte.

Das scheint mir ein guter Anlass, hier die wichtigsten Forderungen aus Wake up!, Kapitel 6: “Macht Schulzeiten für Schüler, nicht für Lehrer”, aufzuführen:

  • Die Schule muss unbedingt später beginnen. Jede Minute zählt. Kurzfristig sollten die Schulkonferenzen deshalb den gesetzlichen Rahmen voll ausschöpfen und – je nach Bundesland – den Beginn auf 8:30 oder sogar 9 Uhr verschieben.
  • Wird gleichzeitig für die Eltern der morgendliche Präsentismus am Arbeitsplatz abgeschafft (siehe Kapitel drei), haben diese frühmorgens auch kein Betreuungsproblem mehr. Zumindest für eine Übergangszeit haben Schulen vor Schulbeginn ein Betreuungsangebot für Härtefälle zu schaffen.
  • Langfristig sollten Bildungspolitiker die Gesetze so ändern, dass auch ein Schulbeginn um 12 Uhr möglich ist. Als ersten Kompromiss schlage ich vor, die Schule in den Klassen 1 bis 6 gegen 8:30 Uhr oder 9 Uhr beginnen zu lassen. In der Mittelstufe hat der Beginn nicht vor 9 Uhr zu liegen und in der Oberstufe nicht vor 10 Uhr.
  • Schulen sollten über gleitende Schulbeginn- und -schlusszeiten nachdenken. In diesen Zeiten könnten sie Projektunterricht anbieten, in dem die Schüler zwar betreut werden, sich aber selbstständig um die Lösung zuvor gestellter Aufgaben kümmern, etwa Referate vorbereiten oder Experimente durchführen. Denkbar sind auch ein oder zwei Tage pro Woche mit völlig freien Präsenzzeiten, an denen nur Projektarbeit ansteht.

Noch mehr Forderungen zu diesem und zu anderen Themen, und vor allem die zugrunde liegenden Argumente kann man dann in zwei Wochen nachlesen, wenn mein Buch Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft erscheint. Für weitere Infos zum Buch, das Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe, bitte hier klicken.

Die andere Doppelhelix: Newsletter Epigenetik 03/2014

(Hamburg, 9.9.2014) Eine “andere” Doppelhelix ziert das Titelbild des neuen Newsletter Epigenetik, der heute erschienen ist. Jede menschliche Zelle steht vor der unglaublichen Aufgabe, rund zwei Meter DNA-Fäden in einen zehn Mikrometer kleinen Zellkern zu packen. Bei der Lösung helfen Histon-Eiweiße, die sich zu Nukleosomen zusammentun, um die sich die DNA systematisch aufwickelt. Die Einheit aus DNA und Eiweißen wird Chromatin genannt.

Nun haben sich Forscher aus Peking mit Hilfe der Kryoelektronenmikroskopie das Chromatingerüst von Zellen in besonders hoher Auflösung angeschaut (11 Ångström). Dabei enträtselten sie die so genannte 30-Nanometer-Faser. Genau wie die sehr viel dünnere DNA, so bildet auch diese einfachste Chromatinstruktur eine Doppelhelix. Das war bekannt, unklar war aber, wieso sich das Chromatin so verhält. Feng Song und Kollegen entdeckten nun, dass sich jeweils zwei Nukleosomen zusammentun und mit einem gegenüberliegenden Paar ein Nukleosomen-Quartett bilden. Da zwischen den Quartetten ein gewisser Abstand besteht, verdrehen sich diese leicht gegeneinander. Letztlich bildet sich die Doppelhelix.

Weitere spannende Themen des Newsletters sind:

Im Bereich Grundlagenforschung:

  • Das Alzheimer-Epigenom: Gleich zwei Forscherteams präsentieren Epigenom-Karten von Gehirnzellen menschlicher Alzheimer-Patienten. Fazit: Die Demenz scheint auch Folge epigenetischer Veränderungen zu sein.
  • Botschaft im Sperma: Tragen womöglich auch Veränderungen des DNA-Methylierungsmusters, die die epigenetische Reprogrammierung direkt nach der Befruchtung überstehen, zur generationsübergreifenden Weitergabe erworbener Eigenschaften bei? Auch hier liefern zwei neue Studien wichtige Hinweise.

Im Bereich Onkologie:

  • Medulloblastome sind die häufigsten Hirntumore bei Kindern. Jetzt geben sie ihre epigenetischen Geheimnisse preis.
  • In einem Tierexperiment konnte erstmals gezeigt werden, dass eine Epimutation am Anfang einer Krebserkrankung stehen kann und nicht umgekehrt.

Im Bereich Wirtschaft, Projekte und Medien:

  • Setzt Epigenetik Mütter zu sehr unter Druck?
  • Projekt zur Entwicklung epigenetischer Krebsmedikamente.

Abgerundet wird der Newsletter wie immer mit Terminhinweisen.

Indem Sie hier klicken, gelangen Sie zur Download-Seite. Dort erfahren Sie auch alles über Mitherausgeber und Unterstützer des Newsletters. Außerdem können Sie alle 17 früheren Ausgaben herunterladen. Ein ausgesprochen kostbares Archiv, das seit April 2010 zahllose wichtige Erkenntnisse aus einem der spannendsten Forschungsgebiete der Gegenwart zusammenfasst.

Und wenn Sie sich für die Grundlagen der Epigenetik interessieren, empfehle ich Ihnen mein Buch Der zweite Code. Epigenetik – oder wie wir unser Erbgut steuern können. Alle Infos zu diesem ersten populärwissenschaftlichen Buch über Epigenetik finden Sie, indem Sie hier klicken.

Leseprobe

(Hamburg, 5.9.2014) Mein neues Buch Wake up! erscheint erst in ein paar Wochen (am 29.9.). Wer aber jetzt schon mal hereinschnuppern möchte, findet ab heute auf dieser Website die gesamte Einleitung als Leseprobe sowie das Inhaltsverzeichnis.

Für diese und weitere Infos zum Buch, das eine Debatte über den längst fälligen Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft anstoßen möchte, klicken Sie bitte hier.

Unter “führenden Wissenschaftsautoren”

(Hamburg, 21.8.2014) Am 12. Oktober, 16:30 Uhr, wird das “Sachbuchtrio” des Deutschlandfunks in seiner Sendung “Forschung aktuell – Auslese” eine halbe Stunde lang live von der Buchmesse über mein Buch Wake up! diskutieren. Die Wissenschaftsredakteure Dagmar Röhrlich, Michael Lange und Ralf Krauter knöpfen sich dieses Mal in ihrer monatlichen Sendung nur zwei statt der üblichen drei neu erschienenen Sachbuchtitel vor: das Buch Träume von Stefan Klein, das im Oktober erscheint, und meines.

Mich begeistert nicht nur der Umstand, dass das Trio diese beiden Titel offenbar zu den wichtigsten Neuerscheinungen der Buchmesse zählt. Auch der Text der Ankündigung tut richtig gut: “Stress und Schichtarbeit, Lärm und Lichtverschmutzung rauben vielen Stadtmenschen den Schlaf. Was sich dagegen tun lässt und wie wir unsere Träume selbst in die Hand nehmen können, ist Thema der aktuellen Bücher von Peter Spork und Stefan Klein, die zu den führenden Wissenschaftsautoren hierzulande zählen.”

Ich freue mich übrigens auf noch ein Ereignis. Einen Tag zuvor, am Samstag, den 11. Oktober, bin ich um 17 Uhr selbst auf der Buchmesse im Einsatz: Zum Autorengespräch wird mich Ralf Krauter auf die Buchmesse-Bühne des Deutschlandfunks bitten. Eventuell wird ein Mitschnitt des halbstündigen Gesprächs später ins Internet gestellt.

Wenn Sie zufällig auf der Messe sind, kommen Sie doch einfach vorbei. Ansonsten finden Sie weitere Veranstaltungen mit mir und meinem neuen Buch, indem Sie auf den Button “Terminvorschau” unten klicken.

Motivation

(Hamburg, 13.8.2014) Was mich als Autor zum Schreiben motiviert? E-Mails wie diese zum Beispiel:

Lieber Herr Spork,
ganz herzlichen Dank für Ihre Bücher, die für uns richtige Schätze sind. Bisher haben wir “Uhrwerk der Natur” und “Der zweite Code” gelesen. Vor allem der 2. Code erklärt in – für uns Laien – gut verständlicher Weise viele Zusammenhänge und schließt Lücken, die bisher über die “Gene” alleine nicht erklärbar waren. Es macht Spaß, Ihre Bücher zu lesen und wir hoffen, dass das auch viele Wissenschaftler und Mediziner tun.
Mit freundlichen Grüssen
R. und W. K.

Wenn auch Sie mir schreiben möchten, finden Sie meine Kontaktdaten, indem Sie bitte hier klicken.

Lesereisen

(Hamburg, 4.7.2014) Am 29. September erscheint mein neues Buch Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft. Ich freue mich schon riesig darauf. Und ich freue mich auf die Möglichkeit, das Buch überall im deutschsprachigen Raum den Lesern persönlich vorzustellen. Lesereisen sind zwar anstrengend, aber wunderschön!

Fest gebucht sind bereits Termine in Berlin, Gotha, Rheinbach bei Bonn, Lüneburg, Hamburg sowie ein Webinar. Hinzu kommen gleich zwei Anfragen aus Österreich und eine aus Freiburg. Auch zur Buchmesse in Frankfurt werde ich aller Voraussicht nach reisen dürfen. Und Auftritte in Funk und Fernsehen sollten sich auch ergeben. Es wird also ein toller Herbst.

Mehr Infos zum Buch finden Sie, indem Sie bitte hier klicken.
Und für detaillierte Infos zu den Auftritten bemühen Sie bitte den “Button” Terminvorschau, der direkt auf diesen Eintrag folgt. Hoffentlich begegnen wir uns bald.

Vererbtes Trauma: Newsletter Epigenetik 02/2014




(Hamburg, 11.6.2014) Das Titelbild des neuen Newsletter Epigenetik zeigt Leberzellen einer Maus (blau). Einige von ihnen sind per Umprogrammierung aus menschlichen Hautzellen entstanden und wurden später in die kranke Mäuseleber eingepflanzt. Dort erzeugen sie menschliches Albumin (rot), erfüllen also ihre Aufgabe – und sie sind in der Lage, sich zu teilen (grün). Damit sind die wichtigsten Herausforderungen für ein perfektes Lebertransplantat der Zukunft erfüllt.

Mit diesem aufregenden Resultat von Saiyong Zhu et al. (Nature 508, 03.04.2014, S. 93–97) beschäftigt sich eine der insgesamt 19 Meldungen des Newsletters. Auch sonst gibt es viele spannende Neuigkeiten zu entdecken.

So gelang dem Team um die Zürcher Epigenetikerin Isabelle Mansuy ein überzeugendes Experiment, das erklären könnte, wie epigenetische Umweltanpassungen – in diesem Fall an eine frühkindliche Traumatisierung – auch bei Säugetieren die Generationsgrenzen überspringen. Außerdem stelle ich eine Studie zum Raucher-Methylom vor und die erste Entschlüsselung des Methyloms eines Neandertalers. Im Abschnitt zur Onkologie geht es unter anderem um eine neu entdeckte epigenetische Ursache eines gefährlichen kindlichen Hirntumors und um eine epigenetische Resistenz von Krebszellen gegen eine neue Leukämie-Therapie.

Abgerundet wird der Newsletter wie immer mit Personalien, Terminhinweisen und Infos aus Medien und Wirtschaft. Indem Sie hier klicken, gelangen Sie zur Download-Seite. Dort erfahren Sie auch alles über Mitherausgeber und Unterstützer des Newsletters. Außerdem können Sie alle 16 früheren Ausgaben herunterladen. Ein ausgesprochen kostbares Archiv, das seit April 2010 zahllose wichtige Erkenntnisse aus einem der spannendsten Forschungsgebiete der Gegenwart zusammenfasst.

Und wenn Sie sich für die Grundlagen der Epigenetik interessieren, empfehle ich Ihnen mein Buch Der zweite Code. Epigenetik – oder wie wir unser Erbgut steuern können. Alle Infos zu diesem ersten populärwissenschaftlichen Buch über Epigenetik finden Sie, indem Sie hier klicken.


www.wake-up-das-buch.de

(Hamburg, 10.6.2014) Die Website zum neuen Buch ist online. Sie gelangen entweder über die Menuführung dieser Seite dorthin, Rubrik Bücher oder indem Sie bitte hier klicken. Der offizielle Name der Seite lautet übrigens www.wake-up-das-buch.de.

Der größte Teil des Inhalts, etwa Leseproben, Inhaltsverzeichnis und Pressestimmen wird natürlich erst kurz vor oder nach Erscheinen des Buches am 29. September auftauchen. Als kleine Appetithäppchen finden Sie allerdings bereits ein paar Zitate aus dem Buch und eine Zusammenfassung.

Auch eine erste Stimme zitiere ich bereits. Ich freue mich sehr über das Urteil des Internisten, Psychosomatikers und Bestsellerautors Joachim Bauer von der Universität Freiburg, der bereits in das Buch hinein lesen durfte: “Guter Schlaf zählt zu den wichtigsten Ressourcen für Gesundheit und Wohlbefinden des Menschen. Wissenschaftsautor Peter Spork ist ein ausgewiesener und anerkannter Experte auf dem Gebiet der Chronobiologie. Dieses informative und gelungene Buch gibt eine Reihe von wichtigen Denkanstössen.“


Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft




(Hamburg, 3.5.2014) Hurra, der Vorschaukatalog von Hanser ist online. Auf den Seiten zehn und elf dreht sich alles um mein neues Buch. Es heißt Wake up! Aufbruch in eine ausgeschlafene Gesellschaft und erscheint am 29. September.

Der Vorschautext lautet:
Von der Sommerzeit über Schichtarbeit bis zum Schulbeginn um 8.00 Uhr: Wir treiben routinemäßig Schindluder mit unserer inneren Uhr – und ruinieren damit unsere Gesundheit. Der Neurobiologe Peter Spork hat die Erkenntnisse der Wissenschaft auf unseren Alltag übertragen – und einen 8-Punkte-Plan entworfen, wie wir wieder im Einklang mit dem Rhythmus der Natur leben können.
So gehört nicht nur die Sommerzeit abgeschafft, wir brauchen auch mehr Licht bei der Arbeit, und der Präsentismus im Büro muss einer Berücksichtigung unterschiedlicher Chronotypen weichen. „Wake up!“ ist ein engagiertes Plädoyer für den gemeinsamen Weg in eine ausgeschlafenere Gesellschaft – an dessen Ende weniger Burnout und Depressionen, weniger Schlafmangel und Gereiztheit, weniger Übergewicht und Diabetes stehen.

Ich möchte mit dem Buch vor allem eine Debatte auslösen: gegen Sommerzeit und frühen Schulbeginn, für chronobiologisch durchdachte Schichtpläne, die Schichtarbeit weitgehend abschaffen würden, für chronotypisierte, individualisierte und verkürzte Arbeitszeiten.

Von mir aus kann die Debatte schon jetzt und hier beginnen! Meine Kontaktdaten finden Sie, indem Sie bitte hier klicken.

Die Webadresse zum Buch wird www.wake-up-das-buch.de lauten. Bis September wird die neue Präsenz diese Netzseiten ergänzen und neben Leseproben alle wichtigen Informationen zu Lesungen und Vorträgen, Pressestimmen und Medienauftritten enthalten.


Weg mit der Sommerzeit!

(Hamburg, 28.3.2014) Heute bin ich ganz schön eingespannt: Gleich zwei Radiointerviews an einem Tag darf ich geben, dem SWR2 und NDR Kultur (für weitere Infos bitte hier klicken). Der Anlass ist leider weniger erfreulich: Am Wochenende werden mal wieder die Uhren umgestellt. Wir müssen ab Montag wieder eine Stunde früher aufstehen.

Ich habe nicht nur an dieser Stelle schon mehrfach darauf hingewiesen, dass die Sommerzeit für etwa zwei Drittel der Bevölkerung ernste Nachteile hat, vor allem bewirkt durch den chronischen Schlafmangel, der sich binnen sieben Monaten verfrühten Aufstehens aufbaut. (Das andere Drittel hätte durch das Beibehalten der Normalzeit keine vergleichbaren Nachteile.) Verfrühtes Aufstehen heißt hier, in Bezug auf die inneren Uhren, die ja vom Tageslicht gestellt werden und nicht vom Wecker. Die eigentliche Zeitumstellung ist im Vergleich dazu das viel geringere Problem. Wenn Sie mehr dazu lesen möchten, dann empfehle ich meinen Essay “Weg mit der Sommerzeit”, den ich vor vier Jahren für bild der wissenschaft geschrieben habe (bitte hier klicken).

Was mich wirklich freut, ist dass sich die Medien zunehmend für das Thema interessieren. Das verdanken wir glaube ich vor allem der erfolgreichen Online-Petition zur Abschaffung der Sommerzeit, die der Erlanger Arzt Hubertus Hilgers im letzten Jahr organisiert hat. Vielen Dank dafür.

Für mehr Infos zu meinem Buch über Chronobiologie, Das Uhrwerk der Natur, bitte hier klicken.

Podcast des Radiointerviews zur Zeitumstellung vom 28.3.2014, 16:05 h, SWR2 Impuls.


Das Raucher-Methylom

(Hamburg, 20.3.2014) Forscher können mit Hilfe einer Epigenom-Analyse von Blutzellen erkennen, ob ein Mensch Raucher oder Nichtraucher ist und ob er erst vor kurzem mit dem Rauchen aufgehört hat. (Die gute Nachricht: Nach einiger Zeit Abstinenz gleichen sich die Zellen der Raucher epigenomisch wieder an jene von Nichtrauchern an. Vermutlich sinkt gleichzeitig das Krankheitsrisiko.)

Außerdem deckt die Methode deutliche Unterschiede zwischen Südostasiaten und Europäern auf. Offensichtlich verändert sich das Methylierungsmuster rauchender Japaner und Koreaner nicht so stark wie das der Europäer. Das könnte sogar ein Hinweis darauf sein, dass Südostasiaten weniger stark unter den gesundheitlichen Folgen des Rauchens zu leiden haben. Spannend!

Die Originalarbeit ist in der Zeitschrift Clinical Epigenetics erschienen, die übrigens Ulrich Mahlknecht herausgibt, einer der Mitherausgeber meines Newsletter Epigenetik. Sämtliche 16 bisher erschiennen Ausgaben des Newsletters können Sie herunterladen, indem Sie bitte hier klicken.


Über Verwandlungen und die Vererbung von Angst: Newsletter Epigenetik 01/2014

(Hamburg, 12.2.2014) Metamorphosen gehören zu den spannendsten Ereignissen der Tierwelt. Und sie sind immer wieder ein Signal für die Bedeutung der Epigenetik. Molekularbiologische Schalter bestimmen über die Identität von Zellen und erlauben so das Abspulen festgelegter entwicklungsbiologischer Programme. Im aktuellen Newsletter wird das gleich zwei Mal deutlich: am Beispiel der Heuschrecken und der Quallen.

Doch Epigenome verleihen Zellen auch die Möglichkeit, auf Umwelteinflüsse zu reagieren. Das ist zum Beispiel bestens untersucht beim Einfluss negativer Erfahrungen auf das Stressregulationssystem von Mäusen. Umstritten ist dagegen noch immer die Frage, ob solche Umweltanpassungen tatsächlich auch von Säugern und letztlich dem Menschen an folgende Generationen weitergegeben werden können. Nun verringert eine neue, verblüffende Studie den Raum für Zweifel deutlich. Forscher konnten nicht nur zeigen, dass männliche Mäuse ihre Angst vor einem bestimmten Duft an zwei folgende Generationen vererben, sie fanden auch epigenetische Veränderungen in den Spermien der Tiere (und ihrer männlichen Nachfahren), die diesen Effekt erklären könnten.

Wenn Sie mehr über diese und eine Menge anderer neuer Studien erfahren möchten, lege ich Ihnen die aktuelle Ausgabe des Newsletter Epigenetik ans Herz. Nach der Lektüre werden Sie wissen, mit welchem epigenetischen Signal der innere Kalender von Hamstern arbeitet. Sie werden einen Trick kennengelernt haben, bei dem Onkologen mit Hilfe eines epigenetischen Enzyms dafür sorgen, dass Antikrebsmedikamente möglichst nur dort wirken, wo sie wirken sollen. Sie werden über einen potenziellen neuen Wirkstoff gegen Leukämie gelesen haben. Und Sie werden wissen, dass nun auch weltweit mit viel Geld nach neuen, epigenetischen Medikamenten gegen Parasiten-Krankheiten geforscht wird.

Das Editorial stammt von Jörn Walter aus Saarbrücken, bei dem ich mich ganz herzlich dafür bedanken möchte. Er organisierte im Herbst eine Tagung von Epigenomikern in Berlin und fand eindeutige Hinweise auf einen „unglaublichen Fortschritt“.

Ein Wort noch zum Titelbild: Es zeigt zwei Wüstenheuschrecken, eine in der so genannten gregären (schwarmbildenden und wandernden) Form, die andere in der (vereinzelt lebenden) solitären Variante. Mir sind diese Tiere einst ans Herz gewachsen, habe ich doch eine wichtige Zeit meines Lebens mit ihnen verbracht. Für Diplom- und Doktorarbeit ließ ich über Jahre hinweg insgesamt ein paar hundert von ihnen im Windkanal fliegen. Man sieht den Insekten nicht an, was sie zu leisten vermögen: Rekordhalter brachten es in meinem Labor auf Flugzeiten von fünf bis sechs Stunden. Sie legten virtuell hunderte von Kilometern zurück. Sie sind ein echtes Wunder der Natur. Und die Epigenetik hilft dabei, dieses Wunder umzusetzen.

Außerdem bedanke ich mich wie immer bei der Celgene Deutschland GmbH für die anhaltende Unterstützung und bei den Mitherausgebern für die große Hilfe.

Zum Download des neuen Newsletters sowie aller vorherigen Ausgaben gelangen Sie, indem Sie bitte hier klicken.


Gestatten: Peter Shu Forchheim






(Hamburg, 3.2.2014) Das hatte ich schon nicht mehr für möglich gehalten: Mein Buch zur Epigenetik, Der zweite Code, ist im vergangenen Jahr endlich auch auf Koreanisch erschienen (nach Russisch, Niederländisch und Polnisch). Zufällig habe ich beim Googlen ein paar Hinweise darauf entdeckt und dann etwas intensiver gesucht: Es finden sich bereits einige Rezensionen und Blogeinträge sowie ein Vierspalter in der Korea Times.

Zu dumm, dass der Google-Übersetzer nur Kauderwelsch ausspuckt. Immerhin: Verrisse klängen glaube ich anders. Epigenetik heißt danach übrigens “Verwitterung Genetik” und ich heiße “Peter Shu Forchheim”.

Mehr Infos zum Buch Der zweite Code finden Sie, indem Sie bitte hier klicken.


Epigenetik und Krebs

(Hamburg, 12.1.2014) Dass Krebs durch genetische Veränderungen in Zellen entsteht, durch sogenannte Mutationen, ist heutzutage Schulwissen. Doch das scheint nur ein Teil der Wirklichkeit zu sein. Erkenntnisse der jungen Wissenschaft der Epigenetik bringen immer deutlicher ans Licht, dass es auch systematische Störungen der biochemisch gespeicherten Genregulation sein können, die diese besonders bösartig machen.

Solche Veränderungen werden Epimutationen genannt. Und Ihre Aufklärung ermöglicht der Krebsforschung derzeit einen immer besseren Einblick in das Geschehen innerhalb der Krebszellen. Außerdem liefert die Epigenetik neue Erklärungsmodelle dafür, warum manche Lebensmittel vielleicht eine Krebs vorbeugende Wirkung haben.

Mehr dazu in meiner neuesten Arbeitsprobe, einem Artikel, den ich unlängst für die Stuttgarter Zeitung geschrieben habe. (Bitte hier klicken.)


Epigenetik und Homosexualität

(Hamburg, 4.1.2014) Die Epigenetik ist eine junge, immer wichtiger werdende Forschungsrichtung, die sich mit jenen Strukturen an und neben dem Erbgut beschäftigt, die den Einfluss der Umwelt auf das Erbe vermitteln. Die epigenetische Prägung ist besonders wichtig für die biologische Entwicklung eines jeden komplexen vielzelligen Organismus. Denn das epigenetisch fixierte Genaktivitätsmuster legt die Identität einer Zelle fest. So bestimmt es beispielsweise, ob eine Zelle sich zur Leber-, Nerven- oder Hautzelle entwickelt. Auch die Ausprägung primärer wie sekundärer Geschlechtsmerkmale fällt unter solche Entwicklungsprozesse. Ich selbst habe das erste populärwissenschaftliche Buch zu diesem Thema geschrieben (Der zweite Code; für Infos bitte hier klicken).

Einer neuen Theorie zufolge, könnte sogar die Entstehung der Homosexualität epigenetisch gesteuert sein. Demnach verfestigen epigenetische Schalter an Genen, die die Wirkung des männlichen Sexualhormons Testosteron verstärken oder abschwächen, die geschlechtsspezifischen Eigenschaften eines heranwachsenden Menschen. Mathematisch erklärbare und evolutionsbiologisch sinnvolle systematische Abweichungen bei diesem Prozess können theoretisch die Prägung der sexuellen Orientierung beeinflussen und so zur Homosexualität führen. Dieses Modell würde das Rätsel erklären, dass es zwar eindeutige Hinweise auf die Erblichkeit der Homosexualität gibt, dass man aber keinerlei genetische Markierung für Homosexualität finden kann und eineiige Zwillinge sich oftmals sexuell unterschiedlich orientieren.

Ob das Modell stimmt, könnten Forscher schon bald mit relativ simplen Ansätzen testen. Gelänge der Beweis, wäre endgültig klar, dass Homosexualität weder Krankheit, noch Erziehungsprodukt ist, sondern lediglich eine völlig normale biologische Variante menschlichen Verhaltens. So könnte die Epigenetik vielleicht schon bald den Homosexuellen in ihrem Kampf gegen Diskriminierung helfen.

Interessiert es Sie, mehr zu diesem Thema und zur Epigenetik allgemein zu erfahren? Dann kommen Sie doch am 23. Januar um 19:30 Uhr zu meinem kostenlosen öffentlichen Vortrag, den ich im Zoologischen Institut und Museum, Hamburg, für den Naturwissenschaftlichen Verein in Hamburg halten werde. Für weitere Infos bitte hier klicken.

Eine Terminvorschau zu weiteren Veranstaltungen mit mir finden Sie, indem Sie bitte hier klicken. Es wäre schön, Sie im neuen Jahr, zu dem ich allen Freunden und Besuchern dieser Netzseiten das Wunderbarste wünsche, irgendwo in Deutschland, Österreich oder der Schweiz begrüßen zu dürfen.


Mäuse vererben ihre Angst

(Hamburg, 6.12.2013) In Nature-Neuroscience publizierten Forscher jetzt, dass am Gen für einen Rezeptor, der auf einen Duft reagiert, auf den männliche Mäuse negativ konditioniert wurden (Angst!), in den Spermien dieser Tiere systematische Änderungen messbar sind. Zudem reagieren Kinder und Enkel dieser Tiere mit Furcht auf den gleichen Duft. Vermutlich weil das Gen für den Duftrezeptor schon in den Spermien weniger stark methyliert war, hatten die Tiere besonders viele dieser Rezeptoren im Riechorgan und reagierten besonders empfindsam auf den Duft. Wenn sich diese Studie bestätigen lässt, dann ist sie ein echter Meilenstein, der die Existenz der transgenerationellen epigenetischen Vererbung bei Säugetieren (und damit auch beim Menschen) ein ganzes Stück wahrscheinlicher macht. Ich bin schwer beeindruckt und werde darüber garantiert im nächsten Newsletter Epigenetik berichten.

Wolf Reik vom Brabham Institute und führender Experte in Sachen epigenomischer Reprogrammierung (die eigentlich eine transgenerationelle epigenetische Vererbung von Umweltanpassungen verhindern sollte!) sagt: “These types of results are encouraging as they suggest that transgenerational inheritance exists and is mediated by epigenetics, but more careful mechanistic study of animal models is needed before extrapolating such findings to humans.” Wenn selbst er das so sieht, scheint ein wenig Euphorie tatsächlich angebracht.

Vor allem aber erinnert mich die neue Studie an eine Meldung, die ich vor längerer Zeit für den Newsletter Epigenetik 03/2011 geschrieben habe:

Epigenetik und die ‚German Angst’

Der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Peter Gruss, hält es für möglich, dass die Epigenetik „eines Tages die molekularbiologischen Grundlagen für das Phänomen der ‚German Angst’ liefert“. So äußerte er sich in einer viel beachteten Rede am 9. Juni auf der Festversammlung der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin. Dass die Deutschen auf potenzielle Bedrohungen besonders sensibel reagieren, dass sie gar auf manche Chance mit großer Skepsis antworten, werde international als „German Angst“ bezeichnet. Die Epigenetik mache es nun denkbar, dass dieses Verhalten eine Folge der Traumata sei, die „unsere Eltern und Großeltern vor über 60 Jahren erlitten haben“.

Gleich zu Beginn der Rede würdigte Gruss das „neue Forschungsfeld der Epigenetik“, er beschrieb die Arbeit der Max-Planck-Forscher Florian Holsboer (München) sowie Ashifa Akhtar und Thomas Jenuwein (beide Freiburg) und verwies auf die große Bedeutung, die die neuen Erkenntnisse der Epigenetik für uns alle haben. Es kann gut sein, dass nun auch die Bundeskanzlerin auf das Kernthema dieses “Newsletter Epigenetik” aufmerksam geworden ist. Angela Merkel war jedenfalls unter den Zuhörern.”

Eine Anmerkung noch von mir: Selbstverständlich lassen sich die Ergebnisse aus der Mäusestudie nicht einfach so auf den Menschen übertragen, schon gar nicht ist die komplexe Traumatisierung durch Krieg mit der Konditionierung auf einen einzelnen Geruch vergleichbar. Aber die damals noch sehr gewagte These des Herrn Gruss ist dieser Tage ein gutes Stück realistischer geworden.

Sämtliche bisher erschienenen Newsletter Epigenetik können Sie herunterladen, indem Sie bitte hier klicken.

Und eine – laut Spiegel – “kundige Einführung in die wundersamen Weiten der Epigenetik” finden Sie in meinem Buch Der zweite Code. Für weitere Infos, bitte hier klicken.


Schützt Soja vor Krebs? Newsletter Epigenetik 04 / 2013

  • Was uns dick macht. Weichenstellungen im Mutterleib.

  • Gebrochene Herzen. Neue Diagnose für die Takotsubo-Kardiomyopathie.

  • Schützt Soja vor Darmkrebs? Hinweise aus Tierversuchen.

  • …und noch viel mehr.

(Hamburg, 13.11.2013) Kaum zu glauben: Heute ist bereits der vierte Jahrgang des Newsletter Epigenetik fertig geworden. Die insgesamt fünfzehnte Ausgabe ist gerade erschienen.

Im Bereich “Onkologie” präsentiere ich, dankenswerterweise unterstützt von meinen sieben renommierten Mitherausgebern sowie der Firma Celgene Deutschland neue Tierversuche, die erklären könnten, wieso Sojabohnenprodukte wie Tofu womöglich auf epigenetischem Weg ein Stück weit vor Darmkrebs schützen. Ein anderer Beitrag zeigt, dass ein epigenetisches Antikrebsmittel einem “guten” Virus dabei hilft, Zellen besonders aggressiver Hirntumoren auszuschalten.

Außerdem gibt es neue Hinweise, dass unser aller ganz normaler Gedächtnisverlust im Alter zumindest teilweise auf die Abnahme eines speziellen epigenetischen Enzyms zurückzuführen ist. Viele Gene werden dadurch im Alter weniger gut aktivierbar. Zwei andere Beiträge verändern unseren Blick auf die Prävention: Zum einen sollte sie bereits im Mutterleib beginnen, da eine Überernährung schon als Embryo das spätere Übergewichtsrisiko per epigenetischer Prägung zu verändern scheint. Zum anderen konnten Forscher zeigen, wie tief greifend ein sechsmonatiges Sportprogramm die Epigenome von Fettzellen auch noch bei Erwachsenen verändert.

Ergänzt wird die wie immer bunte Mischung durch Hinweise auf Termine, Meldungen aus den Medien und Personalien. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen …und gehe jetzt erst mal eine Runde Joggen – oder besser: meine Fettzell-Epigenome verändern.

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Petition zur Abschaffung der Sommerzeitverordnung

(Hamburg, 7.11.2013) Wenn Sie meine Bücher zum Schlaf und zur Chronobiologie sowie einige meiner Artikel in deutschsprachigen Zeitungen und Magazinen kennen, wissen Sie, dass ich kein Freund der Sommerzeit bin. Vor allem wissen Sie aber auch, warum die Sommerzeit für einen Großteil der Bevölkerung in Mitteleuropa schädlich ist. Die entscheidenden Fakten finden Sie in einem Essay namens Weg mit der Sommerzeit, den ich vor drei Jahren für bild der wissenschaft geschrieben habe. Das Wichtigste vorweg: Das eigentliche Problem ist nicht die Zeitumstellung sondern der sieben Monate währende verschobene Einfluss des wichtigsten Zeitgebers Licht. (Deshalb wäre es noch schlimmer, die Sommerzeit ganzjährig beizubehalten!)

Sollte mein Artikel Sie überzeugen, dann werden Sie sicher auch bereitwillig eine Petition unterzeichnen, die die Abschaffung der Sommerzeit fordert. Bitte beeilen Sie sich, denn die Zeit wird dabei knapp und noch fehlen ein paar Unterschriften.

Zu meinem Essay kommen Sie, indem Sie hier klicken.
Und die Petition erreichen Sie, durch einen Klick an dieser Stelle.


Schon dreißigmal “Gefällt mir”

(Hamburg, 28.10.2013) Seit etwa einem Monat existieren nun schon meine Seiten auf Facebook, eine Autorenseite sowie je eine Seite zu meinen erfolgreichsten Büchern. Und es gibt tatsächlich Leser und Zuhörer, die sich für Ankündigungen kommender Vorträge und Lesungen, Informationen zu meinen Büchern und Spannendes rings um meine Themen Epigenetik, Schlafforschung und Chronobiologie so sehr interessieren, dass Sie den “Gefällt mir”-Button angeklickt haben.

Auf der Autorenseite sind es nun schon 30 Personen, die automatisch über Aktuelles in Sachen “Peter Spork” informiert werden möchten. Ich bedanke mich für das große Interesse!

Hier die Links zu den entsprechenden Seiten:

Ich freue mich auf Ihren Besuch und auf noch mehr “Likes”.


Frühe Prägung

(Hamburg, 2.10.2013) Demnächst stehen für mich gleich zwei spannende Vorträge zum Thema “Perinatale Programmierung” an. Dabei geht es um jene epigenetische Spuren, die unsere Umwelt in der Zeit vor und nach der Geburt in unseren Zellkernen hinterlässt. Weil sich zu jener Zeit die Organe und Stoffwechselsysteme entwickeln, hinterlassen Umweltsignale – etwa eine falsche Ernährung oder zu viel Stress – nun besonders tiefe Spuren. Viele Krankheiten im Erwachsenenalter gehen zumindest zum Teil auf diese frühen Einflüsse zurück. Das sagen heute viele Experten und es gibt eine Reihe von Studien, die es belegen.

Der erste Vortrag findet am 11. Oktober in Berlin im Rahmen eines Symposiums der Bundesärztekammer mit dem Thema “Prävention: Wirksamkeit und Stellenwert” statt. Ich bin der einzige Referent, der nicht ein Arzt oder aktiver Wissenschaftler ist, was mich schon ein wenig stolz macht.

Auch der zweite Vortrag, am 24. Oktober, ist ein ganz besonderer Termin: Ich spreche im Schweriner Schloss eine Stunde lang zum Thema “Prävention beginnt im Mutterleib”, und das als erster Redner nach den Grußworten auf einer Jubiläumsveranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, Sektion Mecklenburg-Vorpommern.

Für weitere Details sowie Hinweise auf andere Termine klicken Sie bitte hier.

Und für Infos zu meinem Buch Der zweite Code, das unter anderem erklärt, wie die frühklindliche epigenetische Prägung funktioniert, klicken Sie bitte hier.


Was uns dick macht

(Hamburg, 3.9.2013) “Die Bürger der westlichen Welt werden immer dicker. Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz nimmt die Zahl stark übergewichtiger Menschen stetig zu. Ein entscheidender Auslöser dieser sogenannten Fettsucht-Epidemie liegt womöglich schon viele Jahre zurück, in einer Zeit, als die Betroffenen noch an der Nabelschnur hingen. (…)”

So beginnt die neueste Arbeitsprobe, die ich gerade auf diese Netzseiten aufgenommen habe. Der Text heißt “Was uns dick macht”. Er ist am 28. August in der Neuen Zürcher Zeitung erschienen. Und es geht um die epigenetische Prägung des Übergewichtsrisikos.

Möchten Sie wissen, wie es weitergeht? Dann klicken Sie bitte hier

Und eine Übersicht über alle meine Arbeitsproben, finden Sie, indem Sie hier klicken.


Jetzt auch auf Facebook



(Hamburg, 22.8.2013) Seit kurzem bin ich auch auf Facebook vertreten: mit einer Autorenseite und je einer Seite zu meinen erfolgreichsten Büchern. Sollten Sie in Zukunft also automatisch informiert werden möchten, wenn es neue Termine, Artikel oder andere Projekte von mir gibt, und sollten Sie zudem auf Facebook sein, dann reicht ein “Gefällt mir”-Klick auf folgender Seite:

Sowie für Infos und Kommentare rings um meine Bücher:

Ich freue mich auf Ihren Besuch!




Über die Treue und das Abschalten von Chromosomen: Newsletter Epigenetik 03 / 2013


(Hamburg, 5.8.2013) Geht es um Monogamie denken Biologen sogleich an Prärie-Wühlmäuse. Diese possierlichen Nager sind so etwas wie Weltmeister in Sachen Treue. Haben sich zwei Tiere erst einmal gepaart, bleiben sie sich bis zum Ende ihres Lebens treu. Jetzt gelang es Epigenetikern weibliche Prärie-Wühlmäuse ganz ohne Paarung an einen Partner zu binden – mit Hilfe eines epigenetischen Medikaments. Zu diesem neuen verblüffenden Beispiel, wie stark epigenetische Schalter das Sozialverhalten beeinflussen können, lesen Sie mehr im neuen Newsletter Epigenetik.

Ein weiteres wichtiges Thema dieser 14. Ausgabe des Newsletters ist die Aussicht auf eine potenzielle Therapie des Down-Syndroms. Noch liegt diese sicher in weiter Ferne, aber es gelang Forschern immerhin, in Zellen mit drei Chromosomen Nummer 21 eines epigenetisch abzuschalten und damit die Ursache des Syndroms zu beseitigen. Außerdem lesen Sie im Bereich „Grundlagenforschung“, welche Mikro-RNA bestimmt, wann Pflanzen blühen, wie sich das DNA-Methylierungsmuster des menschlichen Gehirns mit Reifung und Altern ändert, warum die Sorgen um negative epigenetische Folgen durch den allgegenwärtigen Plastikinhaltsstoff Bisphenol A weiter zunehmen und vieles mehr.

Der Bereich „Onkologie“ kreist dieses Mal darum, auf welchem Weg epigenetisch aktive Medikamente und Nahrungsbestandteile ihre Krebs vorbeugende oder sogar bekämpfende Wirkung entfalten. Mitherausgeber Norbert Gattermann nimmt im Intro Bezug auf eine aktuelle Studie und dämpft zu große Hoffnungen: Vielleicht ginge manch positiver Effekt der bekannten Mittel gar nicht auf ihren epigenetischen Einfluss zurück, fragt der bekannte Hämato-Onkologe von der Universität Düsseldorf. (Danke für den schönen Text, lieber Herr Gattermann!) Andere vorgestellte Studien zeigen indes, dass manche Substanzen die Epigenome von Krebszellen sehr wohl gezielt verstellen können. Wie die Debatte ausgeht, bleibt vorerst abzuwarten.

Zur Abrundung hält der Newsletter wie immer Neuigkeiten aus Wirtschaft und Forschung sowie Terminhinweise bereit. Wussten Sie zum Beispiel, dass die erste Kosmetikfirma schon im Jahr 2007 den Namen für eine epigenetische Produktreihe patentieren ließ? Oder dass es in den USA einen neuen, unterhaltsamen Internet-Blog zur Epigenetik gibt. Wenn nicht, klicken Sie bitte hier. Dann gelangen Sie zu meiner Newsletter-Seite, von der Sie sämtliche bisher erschienene Ausgaben herunterladen können.


Fachartikel in Aktuelle Ernährungsmedizin

(Hamburg, 24.7.2013) Vergangenes Jahr war ich Gast auf einem spannenden Journalisten-Workshop über den Einfluss der Ernährung und anderer Umwelteinflüsse auf die Epigenetik. Zwei Tage lang lauschte ich interessanten Vorträgen von ausgewiesenen Fachleuten wie Erika von Mutius, Andreas Plagemann, Dietmar Spengler oder Ulrich Mahlknecht. Mir selbst wurde die Ehre zuteil, den einführenden Vortrag zu halten und den geschätzten Kollegen zunächst einmal zu erklären, was die Epigenetik genau ist.

Ein angenehmes Nebenprodukt dieses Auftrags ist ein richtiger, ernst zu nehmender und zitierfähiger Fachartikel von mir – der erste seit meiner Zeit als Doktorand im Jahre 1995. Denn der Veranstalter des Symposiums hat sich die Mühe gemacht, aus den Vorträgen ein Supplement der Zeitschrift Aktuelle Ernährungsmedizin zusammenzustellen. Der Titel des Supplements lautet “Wie Essen und Umwelt die Gene steuern. Der epigenetische Einfluss von Nahrung, Psyche und Lebensstil auf unsere Gesundheit”. Wenn Sie mein Beitrag “Das Genom und seine Regisseure” interessiert, können Sie ihn hier für Ihre privaten Zwecke herunterladen.

Für weitere Infos zu meinem Buch über Epigenetik, Der zweite Code, bitte hier klicken. Und detaillierte Infos zu meinen Vorträgen finden Sie hier.


Schalter an den Genen

(Hamburg, 23.5.2013) Die Epigenetik ist eines der wichtigsten Forschungsgebiete unserer Zeit – für Biologen, Ärzte, Psychologen, Politiker, Eltern, Großeltern, Erzieher und viele mehr. Denn sie erklärt, wie wir mit Hilfe einer Änderung unseres Lebensstils die Aktivität unserer Gene und damit auch unsere Krankheitsanfälligkeit und Persönlichkeit dauerhaft verändern können. Stichwort: Wir sind keine Sklaven unserer Gene!

Doch wer versteht sie wirklich, die äußerst komplizierte neuen Wissenschaft?

Sollten auch Sie endlich begreifen wollen, was es mit den Schaltern an den Genen auf sich hat, mit DNA-Methylierung, Histon-Acetylierung und Mikro-RNAs, dann empfehle ich Ihnen meinen nächsten Vortrag: Am kommenden Donnerstag, den 30. Mai 2013, spreche ich ausführlich in der Lehmanns-Buchhandlung, Grimmaische Str. 10 in Leipzig zum Thema: “Der zweite Code. Warum wir Macht über unser Erbgut haben. Eine Einführung in die Epigenetik”.

Der Vortrag ist nebenbei die Public Lecture einer parallel laufenden wissenschaftlichen Tagung über Epigenetik des Leipziger Zentrums für Zivilisationskrankheiten, LIFE. (Indem Sie hier klicken kommen Sie zur Pressemitteilung der Universität Leipzig)

Als Autor des weltweit ersten populärwissenschaftlichen Buchs zum Thema (Der zweite Code) sowie Autor und Herausgeber des Newsletter Epigenetik bilde ich mir durchaus ein, mit meinen Vorträgen eine allgemein verständliche, informative und unterhaltsame Einführung in die Epigenetik auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu liefern. (Urteil des Deutschlandfunks: “Peter Spork ist der Mann, der die Epigenetik populär machte.”)

Also: Hoffentlich bis bald in Leipzig!

Für eine Vorschau auf diesen und weitere Termine, bitte hier klicken.
Und falls Sie sich für die Tagung von LIFE interessieren, empfehle ich, hier zu klicken.


Kommt die Anti-Aging-Pille? Newsletter Epigenetik 02 / 2013


(Hamburg, 19.4.2013) So sieht er aus, der mittlerweile dreizehnte Newsletter Epigenetik. Die lila “Kügelchen” auf dem Titelbild sind Hefezellen. Und die besonders große, gelb umrandete Zelle, ist speziell: Sie wurde mit Resveratrol behandelt, dem Naturstoff, der unter anderem in Traubenschalen – also auch in Rotwein – vorkommt und berühmt ist, weil er ein epigenetisches Enzym namens Sirtuin1 aktivieren soll, was Zellen wiederum am Altern hindert. Dieser Zusammenhang, vor gut zehn Jahren von David Sinclair, Boston, entdeckt, weckte damals bei Wissenschaftlern, Pharmakonzernen und Journalisten große Hoffnungen auf eine Anti-Aging-Pille. Dann häuften sich Widersprüche und die Story schien ein schlechtes Ende zu nehmen. Doch jetzt ist Sinclair wieder obenauf. Er publizierte im Fachblatt Science eindeutige Daten, die für den Zusammenhang von Resveratrol, Sirtuin-Aktivierung und Lebensverlängerung sprechen. Die große Hefezelle ist einer der Beweise, denn sie ist nur deshalb so groß, weil sie schon sehr alt ist. Ob jetzt aber wirklich eine Anti-Aging-Pille kommt, lesen Sie in der ersten Meldung des Newsletters.

Vor genau drei Jahren, im April 2010, erschien die erste Ausgabe. Damals zitierte ich das Time Magazine mit den Worten: „Das Zeitalter der Epigenetik hat begonnen.“ Wie Recht Time doch hatte! Das belegen schon die etwa 220 Meldungen, die seitdem im Newsletter erschienen sind. Sie zu überfliegen macht fast schwindelig angesichts der neuen Erkenntnisse und vor allem Möglichkeiten, die sich dank Epigenetik und Epigenomik ergeben.

Genießen Sie also auch dieses Mal die Mischung. Weitere Themen sind unter anderem:

  • Epigenetik für die Seele. Psychologie und Psychiatrie erkennen die Bedeutung der Epigenetik.
  • Startschuss für die Reife. Epigenetik bestimmt Pubertätsbeginn.
  • Darmkrebs bei Mensch und Maus. Verblüffende Parallelen könnten weiterhelfen.
  • Medienhype um Epigenetik. Das Thema in der ZEIT, im TV und im Internet.

Und am Rande des Intros habe ich sogar ein nachösterliches Osterei des Cartoonisten Tommy Weiss für Sie versteckt. Lassen Sie sich von einer verblüffenden neuen Anwendung der Epigenetik überraschen.

Der neue Newsletter Epigenetiker sowie die zwölf anderen bisher erschienenen Ausgaben stehen Ihnen zum Herunterladen bereit, indem Sie bitte hier klicken.


Von Homöopathie und anderen Lügen der Medizin

(Hamburg, 28.3.2013) Was tun am Ostermontag? Das Wetter scheint ja schlecht zu bleiben. Da empfehle ich, einfach das Bett zu hüten und die Sendung Aula auf SWR2 zu hören. Dort läuft um 8:30 Uhr ein wirklich spannender Radiovortrag. “Alles Hokuspokus?” fragt mein geschätzter Kollege Christian Weymayr und will wissen, wie wirkungsvoll die Homöopathie ist.

Die Antwort kennt jeder, der “Die Homöopathie-Lüge” gelesen hat, ein absolut empfehlenswertes Buch von Weymayr und der Stern-Redakteurin Nicole Heißmann: Globuli sind allenfalls Placebos. Man könnte auch sagen, sie sind die teuersten Zuckerkügelchen der Welt. In der Programm-Ankündigung der SWR-Wissenschaftsredaktion wird denn auch als Experten-Urteil aufgeführt: “Globuli sind teuer, wirkungslos, sie untergraben das rationale Denken und naturwissenschaftliche Gesetze, sie erinnern eher an Voodoo denn an Medizin.”

Christian Weymayr ist ein solcher Experte. Er ist Fachmann für evidenzbasierte Medizin, bewertet als Redakteur des IGeL-Monitors die individuellen Gesundheitsleistungen von Ärzten, ist promovierter Biologe, seit vielen Jahren Medizinjournalist und Autor mehrerer Sachbücher. Sein bestens recherchiertes und unerhört fundiertes Buch “Die Homöopathie-Lüge” hat mir mehrfach die Augen geöffnet, denn ich hätte nicht gedacht, auf wie vielen Ebenen die Homöopathie das wissenschaftliche Denken in unserer Gesellschaft untergräbt.

Weymayr und Heißmann sind in ihrem Buch stets um Sachlichkeit und Ausgewogenheit bemüht. Dass die Homöopathie dennoch so schlecht weg kommt, liegt an ihr selbst. Sie ist eine einst moderne Heilkunde, die sich seit 200 Jahren nicht mehr verändert hat und längst vom naturwissenschaftlichen Fortschritt überrollt worden ist. Ihre Anhänger kennen keinen Zweifel und halten an alten Dogmen fest.

Weil das Buch aber auch fragt, wieso die Homöopathie trotz ihrer Abstrusität so erfolgreich sein kann, liefert es ganz nebenbei eine fundamentale Kritik an der wissenschaftlichen Medizin: Wieso schafft sie es nicht, das so wichtige Gespräch zwischen Arzt und Patient angemessen zu honorieren? Wieso nimmt sie die Psychosomatik noch immer nicht richtig ernst? Wieso werden Apparate und Pillen oft zu wichtig genommen und überbewertet? (An der Pillengläubigkeit ist übrigens auch die Homöopathie schuld, da viele Kinder heute schon früh lernen, selbst winzigste Malaisen durch das Einwerfen von Globuli umgehend kurieren zu können.)

Wenn sie dem Aula-Vortrag am 1. April lauschen, werden Sie also nicht nur lernen, wieso Homöopathie mehr Schaden anrichtet als Sie dachten. Vermutlich wird Weymayr Ihnen auch aufzeigen, wo die Schwächen der so genannten “Schulmedizin” liegen. Und wenn Sie als Spätschläfer um 8:30 Uhr noch fest schlummern, empfehle ich das SWR2-Podcast-Angebot.

Auch ich habe übrigens schon zwei Aula-Vorträge gehalten, über den Schlaf und über Epigenetik. Sie finden sie als Podcast auch auf diesen Netzseiten. Dazu bitte hier oder hier klicken.

Und einen Verweis zur Homepage von Christian Weymayr finden Sie in meiner Linkliste.


Gibt es Strahlungshormesis? Newsletter Epigenetik 01/2013

(Hamburg, 25.1.2013) Wissen Sie was Strahlungshormesis ist? Ich wusste es nicht, bis mir der bekannte Epigenetiker Randy Jirtle unlängst eine E-Mail aus den USA schickte. Strahlungshormesis ist der Name einer umstrittenen Theorie, wonach geringe Mengen ionisierender Strahlung die schädlichen Folgen einer später auftretenden starken Strahlung abmildern sollen. Jirtle ist ein grundsolider Toxikologe, und so stand er dieser Theorie immer skeptisch gegenüber. Doch nun setzte er mit Kollegen ihre berühmt gewordenen Yellow Agouti Mäuse schwacher Strahlung aus, und – siehe da – entdeckten positive epigenetische Effekte. Wankt nun das Dogma, wonach radioaktive Strahlung immer schädlich ist, egal wie gering die Dosis sein mag?

Das ist nur eine von vielen staunenswerten Studien, über die ich im neuen Newsletter Epigenetik berichte. Das Titelbild zieren erwachsene Herzmuskelzellen von Mäusen, die durch eine menschliche Mikro-RNA zur Teilung angeregt wurden. Offensichtlich hemmt dieser epigenetische Stoff die Übersetzung von Genen, die die Herzmuskelzellteilung im normalen Organismus unterdrücken. Auch hier wankt ein Dogma: Es heißt, der Herzmuskel könne nicht regenerieren, wenn er durch einen Infarkt geschädigt wurde. Nun keimt zarte Hoffnung auf ein Mittel zur Überwindung dieser Barriere.

Wenn Sie jetzt immer noch nicht neugierig auf die Januar-Ausgabe des Newsletters geworden sind, dann motiviert Sie vielleicht die Aussicht darauf, endlich zu erfahren, warum manche Stechpalmenblätter stechen und andere nicht. Oder Sie möchten wissen, wieso die Epigenetik das Phänomen der Homosexualität erklären könnte? Oder es interessiert Sie die Antwort darauf, warum manche Menschen, die früh in Ihrer Kindheit schwer misshandelt wurden, als Erwachsene ein erhöhtes Risiko für Depressionen oder Suizid haben – und manche Schicksalsgenossen nicht?

Auch Onkologen kommen wieder auf ihre Kosten: es geht um epigenetische Besonderheiten bei Prostata-, Blut-, Magen- und Nierenkrebs. Und ich stelle ein viel versprechendes neues Ziel für eine nebenwirkungsarme Antikrebstherapie vor. In der Rubrik Personalien gilt es dieses Mal sogar einen Nobelpreis zu feiern. (Schon der dritte nach 2006 und 2009, der mit Epigenetik zu tun hat!). Und zur Abrundung gibt es wie immer ein paar Meldungen aus den Bereichen Medien und Wirtschaft sowie eine kleine Terminvorschau.

Der neue Newsletter Epigenetiker sowie die elf anderen bisher erschienenen Ausgaben stehen Ihnen zum Herunterladen bereit, indem Sie bitte hier klicken.


Wie viel Schlaf brauchen Sie?

(Hamburg, 18.12.2012) Wie viel Schlaf brauchen Sie? So lautet eine der Fragen, die ich in meinen Vorträgen über den Schlaf beantworte.



Hier ein paar Impressionen von einer Veranstaltung Ende Oktober im Feierabendhaus der BASF. Die Organisatoren des “internen Gesundheitsevents” des Chemieunternehmens schrieben mir später, die “rund 1.000 begeisterten Besucher” hätten ein “einhellig positives Feedback” gegeben.


Ich bedanke mich für die freundlichen Worte und die Einladung. Auch mir wird die Veranstaltung in bester Erinnerung bleiben. Für mehr Informationen zu meinem Schlafvortrag, inklusive Podcast eines Radiovortrags und einem dreiteiligen Videointerview, klicken Sie bitte hier. (Und verzeihen Sie mir die Eigenwerbung – aber dafür ist so eine Internetseite ja auch da.)


Erbe und Umwelt im Gespräch

(Hamburg, 4.12.2012) Wir leben im postgenomischen Zeitalter. Der Gencode des Menschen ist entschlüsselt, und nun geht es darum, die Sprache kennenzulernen, in der sich das Erbe mit der Umwelt unterhält. Diese Sprache erforscht die Epigenetik. Sie fahndet nach jenen Schaltern, die der Zelle Identität und Gedächtnis verleihen. Indem sie dauerhaft die Aktivierbarkeit von Genen herauf oder herab setzen, reagieren diese epigenetischen Marker auch auf Umwelteinflüsse, und speichern so die Reaktion der Zelle auf eine bestimmte äußere Situation. Damit sind sie das eigentliche Substrat der Erbe-Umwelt-Interaktion.

Dass es diese Interaktion gibt, ist schon lange klar. Klar ist inzwischen auch, dass der fest fixierte DNA-Code und der hochflexible, die Genregulation verändernde Umwelteinfluss mit Hilfe der Epigenetik so direkt miteinander verknüpft sind, dass man beide Pole gar nicht wirklich voneinander trennen kann. Frühere Studien etwa zur Erblichkeit der Intelligenz oder anderer Merkmale waren zwangsläufig zum Scheitern verurteilt. Unser biologisches Schicksal ist immer ein Produkt aus beidem, Erbe und Umwelt. Oder noch besser: Es ist das Resultat der durch die Umwelt geprägten Aktivierbarkeit unseres Erbguts, wobei beide Pole immer nur gemeinsam darüber entscheiden, wie das fertige Produkt – letztlich ein bestimmtes Genaktivitätsmuster zu einer bestimmten Zeit – überhaupt aussieht.

Was das im Detail auch für uns Menschen bedeutet, hat nun in beeindruckender Weise eine Studie aus München gezeigt, die gestern im Fachblatt Nature Neuroscience veröffentlicht wurde: Elisabeth Binder und Torsten Klengel vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie schauten sich mit Kollegen eines der Biomoleküle an, die über die Intensität der Stressreaktion mitentscheiden. Dabei förderten sie spannende Details darüber zutage, wieso manche Menschen resilienter sind als andere. Ganz nebenbei liefern sie ein geradezu lehrbuchhaftes Beispiel für den neuen Blick der Biologie auf die Erbe-Umwelt-Interaktion.

Die Forscher analysierten fast 2000 Blutproben von Menschen, die an einer großen Erhebung über die Folgen frühkindlicher Traumatisierungen aus den USA teilgenommen hatten. Dabei zeigte sich, dass eine bestimmte epigenetische Veränderung das Stressreaktionssystem bei solchen Menschen, die zwischen Geburt und Pubertät extrem belastete wurden, besonders empfindlich auf zukünftige Belastungen reagieren lässt. Dadurch steigt ihr Risiko für Depressionen, Posttraumatische Belastungsstörungen, bipolare Störungen und andere Krankheiten.

Doch diese Formel gilt nicht für alle Menschen. Manche besitzen eine andere Variante des beteiligten Gens. Diese scheint weniger anfällig für epigenetische Veränderungen zu sein, weshalb sich die Umwelt mit dem Erbe an dieser Stelle nicht so gut unterhalten kann. Dadurch hat das Trauma bei diesen Menschen keine Chance, das Epigenom der beteiligten Zellen im Gehirn zu verändern. Sie sind normal widerstandsfähig. Ihr Risiko, später im Leben an einer Depression oder ähnlichem zu erkranken, steigt nicht an, wenn sie als Kind traumatisiert wurden.

Die neue Studie ist also in doppeltem Sinn bemerkenswert: Sie weist die negativen Effekte einer frühkindlichen epigenetischen Prägung durch starke Belastungen direkt in menschlichen Zellen nach (übrigens nicht nur im Blut sondern auch in einer Kultur von Nervenzellen). Und sie beleuchtet eine ganz neue Ebene des Gesprächs zwischen Erbe und Umwelt: Beide Pole bestimmen gemeinsam, wie bereitwillig sie sich auf eine Interaktion einlassen wollen.

Moshe Szyf, Epigenetiker von der McGill University in Montreal, und selbst einer der führenden Forscher zum Thema frühkindliche epigenetische Prägung des Stressreaktionssystems, kommentiert: Die Münchner „liefern den ersten plausiblen molekularen Beleg für eine Erbe-Umwelt-Interaktion.“ Bislang habe man nicht ausschließen können, dass die Wechselwirkung zwischen beiden Polen „lediglich ein statistisches Konstrukt ist.“ Jetzt kenne man immerhin eine der zugrunde liegenden molekularen Kettenreaktionen.

Wenn Sie mehr zu diesem Thema lesen möchten, empfehle ich Ihnen meine neueste Arbeitsprobe, einen großen Artikel aus der Süddeutschen Zeitung, der ebenfalls gestern erschienen ist. Zum Lesen bitte hier klicken.

Sollten Sie insgesamt mehr über die Epigenetik erfahren wollen, hilft Ihnen bestimmt mein Buch Der zweite Code. Es ist das erste populärwissenschaftliche Sachbuch, das diese neue Wissenschaft allgemeinverständlich erklärt. Der Spiegel nannte es einst „eine kundige Einführung in die wundersamen Weiten der Epigenetik“. Für weitere Infos bitte hier klicken.

Und für den Fall, dass Sie auf der Suche sind nach den allerneusten Erkenntnissen der Epigenetik, lege ich Ihnen gerne meinen Newsletter Epigenetik ans Herz, der alle vier Monate die wichtigsten Neuigkeiten aus dem jungen Forschungsgebiet zusammenfasst. Für eine Möglichkeit zum Herunterladen der inzwischen elf Ausgaben bitte hier klicken.


Warum gibt es Mann und Frau?

(Hamburg, 14.11.2012) Der Hamburger Künstler Matthias Taube versucht in den beeindruckenden Bildern seines Penthesilea-Zyklusses das unerhörte Spannungsfeld zwischen den Geschlechtern darzustellen, die Verflechtung, das Abstoßende, das Anziehende. Mann und Frau brauchen einander und doch ist ihre Beziehung oft so kompliziert. In den Bildern geht es genau wie im „echten Leben“ um Dominanz und Unterwerfung, Sexualität und Freundschaft, Nähe und Distanz, verschlüsselte und offene Botschaften.

Doch was haben diese Phänomene mit unseren biologischen Wurzeln zu tun. Warum gibt es überhaupt zwei Geschlechter? Hätte es ein simpler Austausch von Genen, wie ihn Bakterien praktizieren, nicht auch getan? Warum pflanzen wir uns nicht einfach wie zum Beispiel Blattläuse und Hydras per Klonierung fort? Warum hat die Evolution die Sexualität erfunden? Und sind die derzeit üblichen Rollenbilder tatsächlich biologisch vorgegeben? Steht es in unseren Genen, dass Amazonen wie Penthesilea eher die Ausnahme sind, dass kleine Jungs sich ständig raufen und kleine Mädchen lieber rosa Kleider tragen?

Solche Fragen möchte ich in meinem Vortrag auf der Finissage einer Ausstellung mit Taubes Penthesilea-Bildern am 18. November um 11 Uhr im Kulturloft Einklang (Lindenstraße 21, 20099 Hamburg) beantworten und damit einen vielleicht ganz neuen, ungewohnten Blick auf Taubes aktuelles Werk werfen. Thema des Vortrags: “Warum gibt es Mann und Frau? Gedanken zum Penthesilea-Projekt von Matthias Taube.”

Weiter Infos zu diesem und meinen weiteren Vorträgen finden Sie, indem Sie hier oder unten auf den Terminvorschau-Teaser klicken.


Schlaft gut, Leute – wacht endlich auf!

(Hamburg, 1.11.2012) Anti-Aging steht in den reichen Ländern hoch im Kurs. Sich Zeit fürs aktive Jungbleiben zu nehmen, ist ein Statussymbol: Manager plauschen beim gesund und kalorienarm zusammengestellten Abendessen über neue Joggingrouten. Einige gehen sogar zum Anti-Aging-Mediziner. Doch das natürlichste Verjüngungsprogramm, das der eigene Körper jedem regelmäßig und ohne Extrakosten zur Verfügung stellt, ignorieren gerade die Leistungsträger: Wer besonders viel arbeiten muss, opfert Umfragen zufolge vor allem Schlaf. In Managerkreisen gilt es sogar weiterhin als chic, mit möglichst wenig davon auszukommen.

Das ist so erschreckend kurzsichtig, dass man vielen Entscheidern lieber gar keine Entscheidungen mehr überlassen möchte. Denn im Schlaf verjüngen wir uns rundum: Der Stoffwechsel pendelt ins Gleichgewicht, Blut- und Immunsystem, Haut, Leber, Muskeln und viele andere Organe bilden neue Zellen. Alte Zellen werden aussortiert, Krankheiten und Entzündungen bekämpft. Selbst das Gehirn erfindet sich im Schlaf neu: Es konsolidiert wichtige Gedächtnisinhalte und verwirft unwichtige.

So beginnt ein aktuelles Plädoyer für eine ausgeschlafenere Gesellschaft, das ich für das wunderbare Internetportal dasGehirn.info geschrieben habe. Es trägt den Titel Schlaft gut, Leute – wacht endlich auf! Wenn Sie weiterlesen möchten, klicken Sie bitte hier.

dasGehirn.info ist ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe. Das Portal ist schier unerschöpflich und bietet für alle Menschen, die sich auch nur ein bisschen für Denkorgane interessieren, zahlreiche spannende Informationen. Mein Plädoyer ist zum Beispiel Bestandteil eines ganzen Themenschwerpunkts rings um Schlaf und Traum, zu dem ich auch noch einen Text über den individuellen Schlaf beigesteuert habe.

Noch viel mehr Infos über das große Thema Schlaf und den aktuellen Stand der Schlafforschung finden Sie natürlich in meinem Schlafbuch. Für Infos dazu – Pressestimmen, Leseproben und vieles mehr – klicken Sie bitte hier.


Das ganze Leben auf einen Blick: Newsletter Epigenetik 04/2012

(Hamburg, 9.10.2012) Dieses Bild enthält sozusagen das ganze menschliche Leben aus epigenetischer Sicht auf einen Blick. Es stammt aus einer aktuellen Publikation aus den PNAS (Holger Heyn et al.: Distinct DNA methylomes of newborns and centenarians. PNAS 109, 26.06.2012, S. 10522-10527) und zeigt den Grad der DNA-Methylierung über das gesamte Genom eines Neugeborenen (innerer Kreis), eines 26-jährigen (mitte) und eines 103-jährigen (außen). Sofort fällt auf, dass die Methylierung im Laufe des Lebens abnimmt. Hier schlägt sich womöglich ein Teil der dauerhaft die Genregulation verändernden, prägenden Umwelteinflüsse nieder. Doch das ist nicht das einzige spannende Resultat dieser Studie, über die ich neben vielem anderen im neuen Newsletter Epigenetik berichte.

Insgesamt ist im vergangenen Quartal sehr viel passiert: Das internationale Genomik-Konsortium ENCODE präsentierte erste Ergebnisse, das Deutsche Epigenomprogramm DEEP ging an den Start, David Baulcombe erhielt den Balzan-Preis für Epigenetik. Unter den neuen Studien ragen mehrere Arbeiten heraus: Stress kann das Epigenom von Blutzellen binnen zehn Minuten verändern, Die Nahrung einer schwangeren Ratte verändert das Krebsrisiko ihrer Enkelinnen, das Prostatakrebs-Methylom wurde entschlüsselt – samt neuer Hinweise auf Diagnose- und Therapieansätze, die Aufgaben der wichtigen epigenetischen DNMT-Enzyme wurden genauer analysiert und Forscher fanden eine molekulare Basis für die Erinnerung.

Es fiel wie immer schwer, die wichtigsten Resultate, Termine und Ereignisse für Sie auszuwählen und aufzuarbeiten. Ich hoffe, die Mischung sagt Ihnen erneut zu und meine Mitherausgeber und ich können Sie wieder begeistern für “eines der wichtigsten Forschungsgebiete unserer Zeit“. Bei den Mitherausgebern, aber auch beim Finanzier und Auftraggeber, der Celgene Deutschland GmbH, möchte ich mich wie immer ausdrücklich bedanken.

Den Newsletter können Sie auf den Netzseiten von Celgene in gedruckter Version bestellen (bitte hier klicken). Dort finden Sie auch sämtliche frühere Ausgaben zum Herunterladen. Eine Übersicht aller bisher erschienen Newsletter Epigenetik, ebenfalls mit Herunterlade-Möglichkeit, finden Sie neuerdings aber auch auf meinen eigenen Netzseiten (bitte hier klicken).

Der nächste Newsletter erscheint Mitte Januar 2013. Bis dahin wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen der aktuellen Ausgabe. Und “blättern” Sie sich bei Interesse doch noch ein wenig durch meine Netzseiten. Sie finden neben den Newslettern reichlich Infos zu meinen Büchern, Zeitungsartikeln und Vorträgen.


Newsletter hat endlich eigene Seite

(Hamburg, 22.9.2012) Es gibt eine wichtige Neuerung auf diesen Seiten: Endlich hat der Newsletter Epigenetik eine eigene Netzseite bekommen. Sie erreichen sie, indem Sie oben im Hauptmenue auf die entsprechende Rubrik klicken. Dadurch erübrigt sich für alle regelmäßigen Leser das mühsame herunterscrollen dieser Seite, um ganz weit unten in der Seitenleiste den passenden Newsletter zu finden. Außerdem habe ich nun genug Platz, um die drei wichtigsten Meldungen aus jedem Newsletter kurz anzureißen. Da weiß man doch viel besser, wo man klicken soll.

Mein Dank geht wie immer an Janne Schultz von Pflegeleicht Design für das tolle Layout der neuen Seite sowie Arne Brodowski für die geschickte Programmierung.

Indem Sie hier klicken können Sie sich die Seite anschauen. Und für den Fall, dass Sie pdf-Dokumente meiner Newsletter in Zukunft bei Erscheinen zugemailt bekommen wollen, schicken Sie mir einfach eine Email.


Genomfieber

(Hamburg, 29.8.2012) Heute erschien ein großer Artikel von mir als Aufmacher der “Natur & Wissenschaft”-Seiten der FAZ. Auf der Seite eins wurde der Text sogar angekündigt, mit den Worten “Endlich wieder Genomfieber”.

Tatsächlich ist so etwas wie ein Fieber unter Genomikern ausgebrochen, genauer genommen unter Epigenomikern. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt in den kommenden Jahren 21 Arbeitsgruppen aus ganz Deutschland mit insgesamt 16 Millionen Euro. Sie werden im Rahmen des Deutschen Epigenom-Programms DEEP 70 Epigenom-Karten von Zellen erstellen, die bei Stoffwechsel- und Entzündungskrankheiten wie Fettsucht, Rheumatoider Arthritis, Fettleber und entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn eine zentrale Rolle spielen. Diese Karten dienen dann als Referenz für zukünftige Forschungen. „Unter anderem werden wir gesunde und kranke Zellen miteinander vergleichen“, sagt Jörn Walter, Genetiker von der Universität des Saarlandes in Saarbrücken und Koordinator von DEEP.

Eine Vorstellung der Dimension von DEEP liefert der Vergleich mit der Entschlüsselung des Humangenoms, bei dem ja letztlich die Analyse eines einzigen DNA-Codes reichte: Jetzt werden die Forscher das 3,5 Milliarden Nukleotide umfassende menschliche Genom etwa 20.000 Mal Baustein für Baustein mit speziellen Methoden neu entschlüsseln und dabei ungeheuer große Datenmengen sammeln und interpretieren.

Die neue Disziplin der Epigenomik, der systematischen Analyse epigenetischer Marker, ist halt ungleich komplexer als die reine Genomik: Die Epigenomik befasst sich nicht nur mit dem simplen DNA-Code sondern mit insgesamt drei verschiedenen Schaltersystemen, die diesen kontrollieren. Sie besitzen jeweils bis zu 50 verschiedenen biochemischen Strukturen, die noch dazu pro Organismus in einer Vielzahl von Zellen untersucht werden müssen. Denn das Erbgut aller Zellen eines Menschen ist grundsätzlich gleich, das so genannte Epigenom ist aber von Zelltyp zu Zelltyp völlig verschieden und kann sich je nach früherem Umwelteinfluss sogar innerhalb eines gleichförmigen Zellverbands an wichtigen Stellen unterscheiden.

Und wozu das Ganze? Jörn Walter sagt: “Zu Beginn werden ganz praktische Fragen im Vordergrund stehen. Sind unsere Resultate reproduzierbar? Wie kann man sie am besten interpretieren und darstellen? Wie kontrollieren wir unsere Arbeit am besten? Dann wird es um eine erste Analyse gehen. Wir werden kranke mit gesunden Zellen und unsere Resultate mit jenen anderer Projekte vergleichen. Außerdem hoffen wir auf völlig neue Erkenntnisse, wenn wir mit den ungeheuren Datenmengen eines Tages Modellrechnungen anstellen werden. Es könnte gut sein, dass wir manch eines der hochkomplexen biologischen Netzwerke ergründen, die das Leben eigentliche erst ausmachen und die uns bis heute nicht zugänglich sind.”

Wenn Sie das Thema interessiert, kaufen Sie sich noch heute eine FAZ, oder blättern Sie in meinem Buch über Epignetik, Der zweite Code, übrigens das erste populärwissenschaftliche Buch zu diesem Thema überhaupt. (Für weitere Informationen, bitte hier klicken).


Von dicken und dünnen Schweinen: Newsletter Epigenetik 03/2012

(Hamburg, 19.7.2012) dass die einen Schweine dicker werden als die anderen, wussten Sie schon. Aber wussten Sie auch, dass dafür die Epigenetik zumindest mitverantwortlich ist? Wenn nicht, sollten Sie den neuen Newsletter Epigenetik lesen. Chinesische Forscher entwarfen Epigenom-Karten der Stoffwechselzellen verschiedener Schweinerassen und fanden einige systematische Unterschiede, die offensichtlich einen Einfluss auf den Hang zum Übergewicht haben. Diese Erkenntnis sollen nun auch im Kampf gegen die so genannte Fettsucht-Epidemie beim Menschen helfen. Verschiedene Schweine zieren auch das Titelbild dieser Jubiläumsausgabe des Newsletters (es ist die zehnte!). Überzeugen sie sich selbst: Die Schweine sind ein „echter Hingucker“.

Doch nun zu den weniger „schweinischen“ Seiten dieser Ausgabe: Das Intro steuert dieses Mal der Mitherausgeber Alexander Meissner bei. Der bekannte Epigenetiker von der Harvard University und dem Broad Institute in Boston liefert einen interessanten Einblick in das US-amerikanische NIH Epigenome Roadmap Project, an dem er selbst beteiligt ist (Danke Alex!).

Außerdem berichte ich über Hinweise, dass die Gabe künstlichen Cortisols während der Schwangerschaft, wie sie bei Frühgeburten üblich ist, wahrscheinlich negative epigenetische Folgen hat. Eine andere vorgestellte Studie zeigt, dass Grippeviren Eiweiße ihrer Wirtszellen regelrecht fälschen und diese damit epigenetisch austricksen. Und es geht darum, dass epigenetische Folgen einer Vergiftung schwangerer Ratten mit einem Pflanzenschutzmittel deren Stressreaktion über Generationen hinweg verändern kann. Eine weitere Meldung stellt das „Gedächtnis der Pflanzen“ vor und so fort.

Im Bereich Onkologie enthält der Newsletter sechs Meldungen. Es geht um die Therapie und Diagnose von Brustkrebs mit Hilfe epigenetischer Marker beziehungsweise Medikamente und um neue Behandlungsansätze gegen bisher schwer therapierbare Formen des Pankreas-Karzinoms oder der Leukämie.

Abgerundet wird der Newsletter wie üblich durch Meldungen zu Wirtschaft und Medien, Personalien und eine kleine Terminvorschau. Sie können ihn herunterladen, indem Sie das obige Titelbild anklicken.

Für eine Übersicht und Möglichkeit zum Herunterladen aller zehn bisher erschienenen Newsletter Epigenetik bitte hier klicken.
Und wenn Sie mehr über das Thema Epigenetik an sich erfahren wollen, empfehle ich Ihnen mein viel besprochenes und auch von Fachleuten empfohlenes populärwissenschaftliches Buch über Epigenetik, Der zweite Code (bitte hier klicken).


Das Buch, das man braucht, um alle zu lesen

(Hamburg, 10.6.12) Nun ist endlich auch die russische Ausgabe von Der zweite Code erschienen. Ist sie nicht schön?

Der Titel lautet Читая между строк ДНК, was so viel bedeutet wie “Zwischen den Zeilen der DNA”. Den Untertitel übersetzt Google so: “Der zweite Code des Lebens, oder das Buch, das Sie benötigen, um alle zu lesen.” Vermutlich ist das einmal mehr ein Hinweis darauf, dass die Übersetzungsfunktion von Google noch verbesserungswürdig ist.

Erschienen ist das Buch bei Lomonosov in Moskau. Übersetzt hat es Galina Lyutikova. Vielen Dank dafür.

Für weitere Infos zum Buch, bitte hier klicken.
Und einen Link zur Website von Lomonosov finden Sie auf meiner Linkseite (bitte hier klicken).



Longseller

(Hamburg, 5.6.2012) Auch wenn mich manche Leute als Bestseller-Autor beschreiben, so gehören meine Bücher wohl doch eher in die Rubrik Longseller. Und darauf bin ich stolz. Das Buch über Epigenetik, Der zweite Code, war kurz nach Erscheinen zwar tatsächlich zwei Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste, viel entscheidender aber ist, dass es sich jetzt, fast drei Jahre später, immer noch stetig verkauft. Gerade erst hat der Rowohlt-Verlag viertausend Exemplare der Taschenbuchausgabe nachgedruckt. In insgesamt sieben Auflagen (Hardcover und Taschenbuch), ist das Buch nun fast 34.000 Mal erschienen.

Und auch das Schlafbuch hat längst den Longseller-Status erreicht: Das Taschenbuch erschien gerade in zweiter Auflage, zusammen mit der Hardcover-Ausgabe und einer Lizenzausgabe sind alleine von der deutschen Version mindestens 20.000 Bücher erschienen.

Beide Bücher wurden zudem in vier Sprachen übersetzt. Gemeinsam mit meinen weiteren drei Büchern, von denen zumindest Das Schnarchbuch und das Kinderbuch Höher – schneller – weiter ebenfalls in mehrere Sprachen übersetzt wurden, komme ich sehr grob überschlagen auf eine weltweite Gesamtauflage aller meiner Bücher von rund 130.000. Kaum zu glauben: Ich darf mich allmählich wohl wirklich als richtiger Buchautor fühlen.

Herzlich Willkommen auf meinen Netzseiten. Schön, dass Sie hierher gefunden haben. Für weitere Infos zu meinen Büchern, klicken Sie bitte einfach die blau eingefärbten Buchtitel im Text an, oder gehen zur Rubrik Bücher. Aber es gibt natürlich noch viel mehr zu entdecken: den Newsletter Epigenetik zum Beispiel, Arbeitsproben oder Infos zu Vorträgen. Schauen Sie sich einfach um.


Joggen an Isar und Zürichsee

(Hamburg, 24.5.2012) Zu den angenehmen Seiten eines Lebens als “Vortragsreisender” gehört fraglos das Reisen. Zuletzt referierte ich innerhalb einer Woche vor erstaunlich aufgeweckten Oberstufenschülerinnen eines Münchner Mädchengymnasiums, vor wissbegierigen Ärzten an einem Münchner Kinderspital, vor kenntnisreich-kritischen Journalisten am ehemaligen Bischofssitz in Freising, vor erstaunlich rationalen Kinesiologen in Küsnacht bei Zürich und vor sehr interessierten Gesundheitsmanagern auf einem Fortbildungsseminar in Nürnberg.

Die Themen waren Epigenetik, Chronobiologie und Schlafforschung. Die entscheidenden Fragen waren – trotz des unterschiedlichen Publikums – die gleichen wie immer: Wie wurden wir, was wir sind? Was können wir tun, damit es uns weiterhin gut geht? Wie helfen wir unseren Kindern und Enkeln, damit sie zufrieden und gesund werden?

Selbstverständlich sind solche Reisen sehr anstrengend. Aber ich empfinde es als großes Glück, so viele neue Orte und Menschen kennenlernen zu dürfen und mit so vielen frischen Eindrücken nach Hause zu kommen. Besonders schön waren dieses Mal zum Beispiel das Joggen entlang der Isar bei Freising und am Tobel oberhalb des Zürichsees. Ach, was gäbe ich, wenn es in Hamburg auch so schöne und einsame Laufstrecken gäbe.

Für eine Terminvorschau, bitte hier klícken.
Und mein Terminarchiv, finden Sie hier.


Nächstes Jahr in Jerusalem

(Hamburg, 27.4.2012) Nächstes Jahr in Jerusalem heißt ein wunderbares Projekt des Hamburger Künstlers Matthias Taube, das 24 gleichgroße Gemälde umfasst, die nach ihrem Entstehungsdatum geordnet von oben links nach unten rechts in einem 6 × 4 Bilder umfassenden Quadrat (netto 4,80 × 4,80 m) präsentiert werden sollen.

Zum ersten Mal ausgestellt wurden die Bilder im Frühjahr 2009, und ich hatte die Ehre, auf der Vernissage eine Laudatio zu halten. Jetzt hat Taube ein sehr gelungenes, von Annette Koelbel gestaltetes Buch herausgebracht, das die Jerusalem-Bilder gemeinsam mit Auszügen meiner Rede präsentiert. Ich bin im Nachhinein selber überrascht, so passende Worte zu den – eigentlich sprachlos vor Staunen machenden – Werken gefunden zu haben.

Sie finden eine Ansicht des Buches und Hinweise auf weitere Publikationen von Matthias Taube, indem Sie hier klicken.

Die Homepage des Künstlers mit vielen weiteren beeindruckenden Werken etwa aus dem aktuellen Projekt Penthesilea ist auf meiner Link-Seite aufgelistet.


Warum Hirschgeweih so schnell wächst, wie Seebarsche ihr Geschlecht finden und viele andere Antworten

(Hamburg, 12.4.2012) Der Newsletter Epigenetik existiert nun schon seit zwei Jahren. Heute, etwa 130 Meldungen später, lege ich die neunte Ausgabe in Ihre Hände. Für mich ist das ein guter Grund, mich ausdrücklich bei der Celgene GmbH zu bedanken, die einst die Idee für den Newsletter hatte und ihn seitdem druckt und finanziert.

Immer ging es darum, die oft sehr sperrige und komplizierte Epigenetik zu popularisieren. Dabei scheinen wir auf einem guten Weg: Kaum eine Pressemitteilung über genetische Ursachen irgendeiner Krankheit versäumt es, auch auf die Epigenetik hinzuweisen. Das Begriffspaar „genetisch und epigenetisch“ ist zu einem festen Bestandteil der biomedizinischen Sprache geworden. In Einladungen oder Eröffnungsreden zu großen Kongressen, sei es von Onkologen, Neurobiologen, Internisten oder Psychologen, wird die Epigenetik als neuer und wichtiger Trend erwähnt. Selbst beim „Frauenfrühstück“ im schwäbischen Tettnang, Thema „Glück kann man lernen“, geht die Referentin auf die Epigenetik ein.

Natürlich hat das nur am Rande dieser Newsletter geschafft. Nach meinem Buch Der zweite Code sind noch andere populärwissenschaftliche Bücher zur Epigenetik erschienen. Außerdem berichten die Medien immer mehr. Vor allem aber ist es die Forschung selbst, die überzeugt: Die Epigenetik reicht in so viele verschiedene Lebensbereiche hinein, sie betrifft so viele Disziplinen und ihre Erkenntnisse bringen Menschen mit so vielen verschiedenen Interessen voran, dass man sie nicht mehr ignorieren kann.

Eine gute Vorstellung von der Vielfalt des Themas liefert auch wieder dieser Newsletter: Es geht um schnell wachsende Hirschgeweihe, das Geschlecht von Seebarschen, Sport und Muskelstoffwechsel, Vernachlässigung in früher Kindheit, das Altern, Stamm- und Nervenzellen, Darm-, Blut- und Brustkrebs und um vieles mehr. Da bleibt mir nur noch, Sie aufzufordern, das obige Bild anzuklicken und Ihnen eine anregende Lektüre zu wünschen.

Eine Übersicht über alle neun bisher erschienenen Newsletter Epigenetik finden Sie in der rechten Spalte dieser Internetseite. Und wenn Sie mehr über das Thema Epigenetik an sich erfahren wollen, empfehle ich Ihnen mein viel besprochenes und auch von Fachleuten empfohlenes Buch über Epigenetik, Der zweite Code (bitte hier klicken).


Falsch getaktet

(Hamburg, 4.4.2012) Wussten Sie, warum immer mehr Menschen falsch getaktet sind, warum ihre inneren Uhren nicht mehr im Einklang mit dem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus ticken? Und wussten Sie, dass diese Desynchronisation der Rhythmen viele Menschen krank macht? Wenn nicht, informieren Sie sich in meinen Arbeitsproben. Dort habe ich jetzt einen Artikel aufgenommen, der diese Fragen beantwortet. Er erschien im Dezember in bild der wissenschaft und enthält als Zugabe ein paar Tipps, wie Sie Zeit gewinnen können.

Ein zweiter neuer Artikel unter den Arbeitsproben klärt ausführlich die Frage, warum Nikotin als Einstiegsdroge eine spätere Kokainabhängigkeit erleichtert oder vielleicht sogar erst möglich macht. Er ist ursprünglich in der Frankfurter Rundschau, der Berliner Zeitung, der Stuttgarter Zeitung und dem Tages-Anzeiger, Zürich, erschienen.

Zu den Beiträgen “Falsch getaktet / Zeit gewinnen” und “Tabak als Einstiegsdroge” sowie zu vielen weiteren meiner Artikel, kommen Sie, indem Sie hier klicken. Viel Spaß beim Lesen.


Vortrag zur Epigenetik auf DVD

(Hamburg, 5.3.2012) Vergangenen Oktober war ich in der Stadtbibliothek Heilbronn zu einem Vortrag über Epigenetik eingeladen. Es war ein sehr gelungener Abend mit einem tollen Publikum und netten Gastgebern. Außerdem wurde der Vortrag von einem Techniker des DVD-Verlags Auditorium Netzwerk aufgenommen. Jetzt ist er im Rahmen der angesehenen Reihe Edition Hörsaal bei Jokers erschienen und kann für knapp sechs Euro erworben werden. Darüber freue ich mich sehr, und natürlich bin ich auch ein wenig stolz.

All jenen, die es in absehbarer Zeit nicht zu einem meiner Vorträge schaffen, empfehle ich nun also diesen etwa 88-minütigen Film. Der macht dann hoffentlich so viel Lust auf mehr, dass Sie mich anschließend unbedingt auch mal im Original sehen möchten.

Mehr Infos zu meinem Vortrag über Epigenetik finden Sie, indem Sie hier klicken.


Revolutionserklärung

(Hamburg, 4.2.2012) „Für mich liefert die Epigenetik die grundlegendste Erklärung innerhalb der Sozialwissenschaften und der Biologie seit Darwins Theorie der natürlichen und sexuellen Selektion.“ Diese geradezu euphorische Aussage stammt von Helen Fisher, einer bekannten Anthropologin der Rutgers University, New Jersey, USA. Grund für ihre Begeisterung sei das zentrale Konzept der Epigenetik: „Umwelteinflüsse können das Verhalten von Genen verändern, schalten sie an oder aus.“ So antwortet Fisher auf die „Jahresfrage 2012“ des US-amerikanischen Online-Magazins Edge.

„Was ist Ihre liebste, tiefsinnigste, eleganteste oder schönste Erklärung?“ hat Edge zu Jahresbeginn eine Reihe von Wissenschaftlern gefragt. 192 antworteten – und Fisher legte sich auf die Epigenetik fest. Warum, das begründet die Anthropologin unter anderem so: „Die Auswirkungen epigenetischer Mechanismen sind auf dem besten Weg zum neuen wissenschaftlichen Denkansatz. Forscher mutmaßen, dass epigenetische Faktoren eine Rolle bei der Entstehung vieler menschlicher Krankheiten, Veranlagungen und Eigenschaften spielen – von Krebs über klinische Depression und neurologische Erkrankungen bis hin zu Unterschieden in Verhalten und Kultur.“

Gene hielten zwar Bedienungsanleitungen bereit, schreibt Fisher, aber erst die epigenetischen Faktoren dirigierten, wie diese Anleitungen umgesetzt würden. „Im Laufe unseres Lebens verändern uns diese Prozesse im Wechselspiel mit der Umwelt und machen uns zu dem, was wir sind.“ 50-jährige eineiige Zwillinge unterschieden sich epigenetisch gesehen zum Beispiel drei Mal so viel wie dreijährige. Epigenetiker hätten herausgefunden, dass weder Gene noch die Umwelt alleine unser Schicksal bestimmten, sondern beide Faktoren im epigenetischen Zusammenspiel.

Schließlich verweist Fisher auf neuere Studien zur Vererbung epigenetischer Informationen über Generationsgrenzen hinweg. Bei Pflanzen und Pilzen sei dieses Phänomen belegt, bei Mäusen gebe es viele Hinweise dafür. Ihre Folgerung: „Wenn epigenetische Mechanismen nicht nur unsere intellektuelle und körperliche Fähigkeit modulieren können, sondern diese Veränderungen auch noch an unsere Nachfahren weitergeben, dann liefert die Epigenetik bedeutende und grundsätzliche Aussagen über die Entstehung, Evolution und Zukunft allen Lebens auf der Erde.“

Fisher schließt mit dem Fazit: „I am hardly the first to hail this new field of biology as revolutionary – the fundamental process by which nature and nurture interact. But to me as an anthropologist long trying to take a middle road in a scientific discipline intractably immersed in nature-versus-nurture warfare, epigenetics is the missing link.“

Nun kann ich natürlich nicht verhehlen, mit welcher Genugtuung ich diese Zeilen gelesen habe. Schon das Vorwort zu meinem 2009 erschienenen Buch Der zweite Code, ist „Revolution!“ betitelt. Es schließt mit den Worten: „Krankheitsvorsorge, Krebsforschung, Pädagogik, Psychologie, Psychiatrie, Alternsforschung, Evolutionsbiologie: All diese Gebiete profitieren vom neuen Teilgebiet der Genetik, erhalten kräftige Impulse. Das wird man doch schon mal eine Revolution nennen dürfen.“ In der Einleitung fallen Sätze wie: „Denn der neue Zweig der Genetik liefert das lange gesuchte Bindeglied zwischen der Umwelt und den Genen. Er macht die nurture-versus-nature-Diskussion, die das Fach seit hundert Jahren antreibt, endlich hinfällig: Die Frage, welche Eigenschaften wir von unseren Vorfahren geerbt und welche wir durch Erziehung, Kultur und die Interaktion mit unserer Umwelt erworben haben, stellt sich in dieser Form nicht mehr. Beide Seiten sind keine Gegensätze, sie ergänzen sich. Die Umwelt beeinflusst das Erbe und umgekehrt.“

Doch genug: Wenn Sie das Thema interessiert, empfehle ich Ihnen, das ganze Buch zu lesen. Weitere Infos, etwa Leseproben oder Pressestimmen finden Sie, indem Sie hier klicken.
Für Informationen zu meinem Vortrag über Epigenetik, bitte hier klicken.
Und falls Sie sich für den Newsletter Epigenetik interessieren, in dem ich immer die spannendsten Epigenetik-Resultate des vergangenen Vierteljahres präsentiere, nutzen Sie die Möglichkeit zum Herunterladen in der rechten Spalte dieser Netzseite.


Einstiegsdroge Nikotin: Newsletter Epigenetik 01/2012

(Hamburg, 5.1.2012) Dass die Abhängigkeit von Kokain mit typischen Veränderungen der Epigenome bestimmter Nervenzellen einher geht, ist schon länger bekannt, und ich habe darüber bereits im Newsletter Epigenetik 1/2010 und 2/2011 berichtet. Nun konnte ein Forscherteam um den Nobelpreisträger Eric Kandel zusätzlich zeigen, dass epigenetische Veränderungen auch verantwortlich dafür sind, dass Nikotin oft als Einstiegsdroge zur Kokainsucht wirkt. Wie Experimente mit Mäusen ergaben, hemmt der Tabak-Inhaltsstoff im Striatum genannten Teil des Gehirns ein epigenetisch aktives Enzym aus der Gruppe der Histondeacetylasen, was das Ablesen eines Gens namens FosB erleichtert. Dadurch erhöht sich das Risiko der Mäuse, kokainabhängig zu werden.

Der Befund erklärt epidemiologische Daten bei Menschen, nach denen die meisten Kokainabhängigen bereits Raucher sind und Nikotinkonsum das Risiko, abhängig zu werden, deutlich erhöht. Vorausgesetzt, das Resultat lasse sich auf den Menschen übertragen, würden Antiraucherkampagnen bei Jugendlichen auch die Zahl späterer Kokainabhängiger verringern, folgern Kandel und Kollegen. Nora Volkow vom US-amerikanischen National Institute on Drug Abuse kommentiert, schon jetzt lieferten die Daten ein zusätzliches gutes Argument für eine strengere Regulierung des Tabakkonsums.

Dies ist nur eines von insgesamt 16 spannenden Themen der neuen Januar-Ausgabe meines Newsletter Epigenetik (bitte anklicken). Im Bereich “Grundlagenforschung” geht es neben der Einstiegsdroge Nikotin unter anderem um die nudelsuppenähnliche Anordnung der DNA im Zellkern, um die Vererbung eines epigenetischen Markers, der zur Langlebigkeit führt, um die generationsüberschreitende Stabilität der Epigenome von Pflanzen und darum, dass ein epigenetisches Antikrebsmedikament vielleicht auch gegen Herzinfarkt helfen könnte.

Das Titelbild zeigt Brustkrebszellen und bezieht sich auf einen Beitrag aus dem Bereich “Onkologie”: Darin geht es um zwei aktuelle Studien, in denen Mikro-RNAs vorgestellt werden, die eben solchen Brustkrebszellen ihre Aggressivität nehmen. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit falschen epigenetischen Weichenstellungen, die Leukämie auslösen können sowie mit dem typischen Epigenom von Darmkrebszellen.

Im Bereich “Wirtschaft und Medien” stelle ich ein spannendes Buch über Perinatale Programmierung vor. Außerdem gibt es als neue Rubrik einen Kasten mit wichtigen Personalien aus der Epigenetik.

Ich hoffe, die Auswahl und Aufarbeitung der Themen findet wieder Ihr Interesse und wünsche viel Spaß beim Lesen.

Eine Übersicht über alle acht bisher erschienenen Newsletter Epigenetik finden Sie in der rechten Spalte dieser Internetseite. Und wenn Sie mehr über das Thema Epigenetik an sich erfahren wollen, empfehle ich Ihnen mein viel besprochenes und auch von Fachleuten empfohlenes Buch über Epigenetik, Der zweite Code (bitte hier klicken).


Drugi Kod (Der zweite Code)

(Hamburg, 8.12.11) Gestern ist bei W.A.B. in Warschau die polnische Ausgabe von Der zweite Code, meinem Buch über Epigenetik erschienen. So sieht sie aus:

Ich freue mich auf viele neue Leser. Seit dem Frühjahr gibt es ja schon eine niederländische Ausgabe. Demnächst werden zudem eine russische und eine koreanische Übersetung erscheinen. Diejenigen von Ihnen, die nach einer spanischen, italienischen, französischen oder englischen Ausgabe fragen, muss ich allerdings nach wie vor enttäuschen – und das, obwohl der große Epigenetiker Randy Jirtle (Durham, USA) sogar ein Vorwort für eine englische Ausgabe schreiben würde.

Für weitere Infos zum Buch, bitte hier klicken.
Und einen Link zur Website von W.A.B. finden Sie auf meiner Linkseite (bitte hier klicken).


Vorträge als Podcasts

(Hamburg, 1.12.11) Wenn ich ganz ehrlich sein soll, gibt es etwas, was ich noch lieber mache, als Bücher schreiben: Vorträge halten. Das kann ich aber nur, wenn ich dazu eingeladen werde, was natürlich nur geschieht, wenn sich zunehmend herumspricht, dass meine Vorträge auch etwas taugen. Und deshalb habe ich einen neuen Service auf diesen Netzseiten installiert. Von heute an können Sie auf den Seiten mit Infos zu meinen Vorträgen nicht nur lesen, worum es in diesen Vorträgen geht, sondern sich durch das Anklicken von Podcasts auch direkt anhören, wie ein Vortrag von mir so klingt.

Hier die drei aktuellen Podcasts (bitte auf die Bilder klicken):

Vortrag “Wir sind nicht die Marionetten unserer Gene”, Dornbirn, Österreich, 18.5.2011 (ORF Radio Vorarlberg, 26.11.2011, Sendung “Focus” mit Johannes Schmidle, ca. 52 Minuten)


Radiovortrag “Ruhelos in Deutschland. Plädoyer für eine neue Schlafkultur” (SWR2, 24.4.2011, Sendung “Aula”, ca. 28 Minuten)


Radiovortrag “Ein anderer Code. Wie wir unser Erbgut steuern” (SWR2, 16.10.2011, Sendung “Aula”, ca. 28 Minuten)


Für eine Übersicht über mein gesamtes Vortragsangebot, bitte hier klicken.
Und wenn Sie sich davon überzeugen wollen, wo und wie oft ich bereits aufgetreten bin, empfehle ich mein Terminarchiv (bitte hier klicken).

Vortragsreihe “Chronobiologie” in Hamburg

(Hamburg, 24.11.11) Der Naturwissenschaftliche Verein in Hamburg startet heute mit einer öffentlichen und kostenlosen Vortragsreihe zur Chronobiologie. Die empfehlenswerten Vorträge zu äußerst spannenden Themen rund um die Inneren Uhren von Mensch und Tier beginnen Donnerstags um 19:30 Uhr im großen Hörsaal des Zoologischen Instituts und Museums – genau dort, wo vor fast 17 Jahren meine Disputation stattfand. Der Höhepunkt wird sicher der Vortrag von Deutschlands prominentestem Chronobiologen, Till Roenneberg aus München.

Nächste Woche bin übrigens ich selbst mit einem Vortrag über den Schlaf an der Reihe. Ich freue mich über viele Besucher.

Die Termine:

  • 24.11.11: Prof. Dr. Dieter Mergenhagen, Hamburg: Chronobiologie – was ist das? Über Zeitmessung in der belebten Natur
  • 1.12.11: Dr. Peter Spork, Hamburg: Warum wir schlafen. Neue Erkenntnisse über den wichtigsten Rhythmus des Menschen
  • 8.12.11: Prof. Dr. Jörg H. Stehle, Frankfurt/M: Die Uhren in unserem Kopf – wie messen Nervenzellen Zeit?
  • 15.12.11: Prof. Dr. Till Roenneberg, München: Leben zwischen innerer und äußerer Uhr.

Für weitere Details sowie eine Terminvorschau auf meine anderen Vorträge, bitte hier klicken.
Und mehr Infos zu meinem Buch zum Thema, Das Schlafbuch, finden Sie, indem Sie hier klicken.


Radiovortrag als Manuskript

(Hamburg, 17.10.2011) Wer meinen gestern ausgestrahlten 30-minütigen SWR2-Radiovortrag Ein anderer Code. Wie wir unser Erbgut steuern können verpasst hat, kann sich jetzt eine Abschrift herunterladen (bitte hier klicken). Beim SWR finden Sie aber auch einen Podcast – falls Sie lieber meiner Stimme lauschen.

Noch besser wäre natürlich, Sie kämen zu meinem Vortrag am 20. Oktober in der Stadtbibliothek Heilbronn. Einen Hinweis darauf und eine Liste weiterer Termine finden Sie, indem Sie hier klicken.

Und weitere Infos zum Buch über Epigenetik, Der zweite Code, finden Sie hier.


Epigenetik als Sprache zwischen Arten: Newsletter Epigenetik 04/2011

(Hamburg, 14.10.2011) Epigenetisch aktive Substanzen helfen Vertretern verschiedener Arten, ihr Genaktivierungsmuster gegenseitig zu beeinflussen. Das wurde jetzt an zwei verschiedenen Beispielen deutlich. Ein deutsch-österreichisches Forscherteam entdeckte, dass Bakterien mit Hilfe eines Histon verändernden Enzyms epigenetisch stumm geschaltete Gene eines Pilzes aktivieren können. Und Forscher aus Potsdam zeigten, dass in Symbiose lebende Pilze und Pflanzen über Kanäle in den Zellmembranen Mikro-RNAs miteinander austauschen. Erst das ermöglicht die Symbiose, etwa indem Gene blockiert werden, deren Aktivität normalerweise Pilzinfektionen bekämpft.

Dies ist nur eines von insgesamt 17 spannenden Themen der gerade erschienenen Oktober-Ausgabe meines Newsletter Epigenetik (bitte anklicken). Allein 15 neue Studien aus den letzten drei Monaten werden im Bereich “Grundlagenforschung” vorgestellt. Es geht um einen Speicheltest zur Altersbestimmung, um bahnbrechende Erkenntnisse zur aktiven DNA-Demethylierung, um den Kampf gegen Fettsucht breits im Mutterleib und frühester Kindheit und um neue Erkenntnisse zu den epigenetischen Folgen von vor- und nachgeburtlichem Stress. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Kinder extrem gestresster Mütter mit verkürzten Telomeren zur Welt kommen? Physiologisch gesehen sind sie bereits im Mutterleib drei bis fünf Jahre gealtert.

Das Titelbild zeigt übrigens braunes Fettgewebe. Das ist gut und schützt vor Übergewicht. Jetzt haben Forscher herausgefunden, welche epigenetischen Stoffe darüber entscheiden, ob sich eine Vorläuferzelle zu braunem Fettgewebe entwickelt oder nicht. Diese Erkenntnis könnte eines Tages Menschen mit Übergewicht helfen.

Auch im Bereich “Onkologie” präsentieren Ihnen meine sieben Mitherausgeber und ich interessante Neuigkeiten: Es geht um einen neuen Ansatz zur Leukämietherapie, eine neue Form der Krebsfrüherkennung sowie um epigenetische Veränderungen bei Blasenkrebs und Lymphomen.

Angereichert wird das Ganze wie immer mit Berichten aus Wirtschaft und Medien sowie Terminhinweisen.

Ich hoffe, die Auswahl und Aufarbeitung der Themen findet wieder Ihr Interesse und wünsche viel Spaß beim Lesen.

Eine Übersicht über alle sieben bisher erschienenen Newsletter Epigenetik finden Sie übrigens in der rechten Spalte dieser Internetseite. Und wenn Sie mehr über das Thema Epigenetik an sich erfahren wollen, empfehle ich Ihnen mein viel besprochenes und auch von Fachleuten empfohlenes Buch über Epigenetik, Der zweite Code (bitte hier klicken).


Radiovortrag: Ein anderer Code

(Hamburg, 11.10.2011) Am Ostersonntag diesen Jahres wurde im Rahmen der vorzüglichen SWR2-Sendung “Aula” mein erster Radiovortrag gesendet. Er hieß Ruhelos in Deutschland und war ein 30-minütiges Plädoyer für eine neue Schlafkultur. Offensichtlich hat das Resultat den Hörern und der SWR2-Wissenschaftsredaktion gefallen. Zumindest durfte ich dieser Tage gleich einen zweiten Radiovortrag aufzeichnen.

Dieses Mal geht es um das Thema meines aktuellen Sachbuchs Der zweite Code: Die Epigenetik. Der Titel des Vortrags lautet Ein anderer Code. Wie wir unser Erbgut steuern können. Ich zitiere die Ankündigung von SWR2: “Enkel von Rauchern leben oft kürzer als Enkel von Nichtrauchern. Eltern, die übergewichtig sind, geben das oftmals an ihre Nachkommen weiter, die Zeit vor und nach der Geburt prägt den Charakter von Kindern. Das alles sind Ergebnisse einer noch relativ neuen wissenschaftlichen Disziplin, der Epigenetik. Sie beschäftigt sich mit Umwelteinflüssen, die den genetischen Code verändern und deshalb auch vererbt werden können. Der Wissenschaftsjournalist Peter Spork führt in diese Welt des zweiten genetischen Codes ein.”

Sendetermin ist Sonntag, der 16.10.2011, 08.30 bis 9.00 Uhr auf SWR2. Und falls Sie die Sendung verpasst haben, schauen Sie ruhig wieder hier vorbei: Ich werde wie beim letzten Mal zum SWR2-Podcast verlinken und auch die Abschrift des Vortrags zum Herunterladen bereitstellen.

Die Abschrift des letzten Radiovortrags, Ruhelos in Deutschland können Sie herunterladen indem Sie hier klicken.

Wer mich indes lieber lebendig erleben möchte, kann zu meinem Vortrag am 20. Oktober in der Stadtbibliothek Heilbronn kommen. Einen Hinweis darauf und eine Liste weiterer Termine finden Sie hier.

Und mehr Infos zum Buch Der zweite Code gibt es hier.


Drei neue Digitalbücher

(Hamburg, 1.9.2011) Gute Nachrichten: Seit heute gibt es drei weitere Bücher von mir als Digitalbücher. Es wird also höchste Zeit, sich einen so genannten eBook-Reader zu kaufen. Die Dinger sind wirklich praktisch. Wer sich erst mal daran gewöhnt hat, nur virtuell umblättern zu können, wird es bestimmt genießen, eine ganze, federleichte Bibliothek immer griffbereit auf Reisen oder in der U-Bahn dabei zu haben.

Vor allem freue ich mich aber, weil zwei der neuen Digitalbücher als gedruckte Werke vergriffen sind. Das Schnarchbuch und Das Uhrwerk der Natur kehren so auf den Buchmarkt zurück. Ich finde, sie haben das mehr als verdient – aber meine Meinung ist natürlich nicht objektiv.

Das dritte neue Digitalbuch ist Das Schlafbuch. Außerdem ist schon seit einem knappen Jahr Der zweite Code in einer digitalen Version lieferbar und wird auch erstaunlich oft gekauft – äh “gedownloaded”.

Wenn Sie auf die blau gefärbten Buchnamen im Text klicken, gelangen Sie übrigens direkt zu weiteren Infos über die genannten Bücher. Für eine Übersicht über alle meine Bücher klicken Sie bitte hier.


Bessere Schulnoten im Schlaf

(Hamburg, 23.8.2011) Leser dieser Netzseiten und meines Schlafbuchs wissen längst, dass es viele gute Argumente für eine Verschiebung des Schulbeginns auf neun Uhr oder für ältere Schüler sogar auf zehn Uhr gibt. Das entspricht einfach dem biologisch vorgegebenen inneren Rhythmus von Kindern im Alter zwischen 15 und 25.

Jetzt hat mich sogar der “Kinderspiegel”, Dein Spiegel, gebeten, ein “Pro” zum Thema Schulbeginn ab neun abzugeben. Hier meine Argumente:

Sich bessere Schulnoten im Schlaf verdienen? Das ist möglich
Im Schlaf arbeitet unser Gehirn auf Hochtouren. Es sortiert all die vielen Dinge, die wir erlebt und gelernt haben, als wir wach gewesen sind. Was wichtig war prägt es sich besonders gut ein und Unwichtiges vergisst es wieder. Forscher sagen deshalb, wir lernen im Schlaf. Klar also, dass Schulkinder extra viel Schlaf brauchen. Sie müssen ja auch besonders viel lernen.
Doch gerade ältere Schüler – etwa ab der Pubertät – haben ein ernstes Problem: Sie werden abends erst spät müde und können morgens sehr lange schlafen, zumindest wenn man sie lässt. Dafür sorgen die inneren Uhren, die in diesem Alter sehr langsam ticken. Beginnt aber – wie bei uns in Deutschland – die Schule zu früh, müssen die Kinder unausgeschlafen aufstehen. Früher zu Bett zu gehen bringt ihnen nichts, weil sie dann nicht einschlafen können.
Die einzige biologisch sinnvolle Lösung ist ein späterer Schulbeginn, zum Beispiel um neun Uhr oder für die ältesten Schüler um zehn. Viele Eltern und Lehrer verstehen das nicht, denn sie sind so alt, dass ihre inneren Uhren wieder schnell ticken und sie früher zu Bett gehen können. In den USA hat man einen späteren Schulbeginn schon ausprobiert und gute Erfahrungen damit gemacht: Die Kinder fühlten sich wohler und bekamen bessere Noten – nur weil sie mehr schlafen konnten.

Das “Kontra” liefert übrigens Eva Marie Haberfellner, Schulleiterin am Schloss-Internat Salem. Ihr Hauptargument lautet: “Zum Ausschlafen fehlt Schülern die Zeit.” Da wundere ich mich schon ein wenig. Die alten Griechen dachten noch, der Schlaf sei überflüssig wie ein “kleiner Tod”, weshalb die zuständigen Götter Hypnos und Tanathos auch Zwillingsbrüder waren. Aber längst haben Schlafforscher erkannt, dass der Schlaf ein lebensnotwendiger hochaktiver Zustand ist. Wer an ihm spart, verliert im Wachzustand deutlich an geistiger wie körperlicher Leistungsfähigkeit.
Mein Tipp nach Salem: Bitte lassen Sie die Kinder länger schlafen. Sie werden Zeit gewinnen!

Die Hintergründe zu dieser Argumentation habe ich ausführlich in einer Titelgeschichte für Die Zeit zusammengefasst, die Sie auf diesen Netzseiten als Arbeitsprobe lesen können (bitte hier klicken).

Noch viel mehr Infos und wissenschaftliche Hintergründe finden sich natürlich in meinem Schlafbuch (bitte hier klicken).


Epigenetik und Posttraumatische Belastungsstörung: Newsletter Epigenetik 03/2011

(Hamburg, 23.7.2011) Epidemiologen entdecken gerade ein paar epigenetische Veränderungen, die das Risiko beeinflussen, an einer Depression oder einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) zu erkranken. Tatsächlich gibt es sogar so etwas wie einen epigenetischen Schutz vor PTBS.

Über diese und viele andere aktuelle Erkenntnisse aus dem Gebiet der Epigenetik berichte ich in dem neuen Newsletter Epigenetik (bitte anklicken). Er ist zwar schon vor knapp drei Wochen erschienen. Ich konnte ihn aber leider hier noch nicht präsentieren, da ich verreist war.

Es ist indes kein Zufall, dass ein Artikel aus dem Bereich der Biopsychologie so prominent vertreten ist, denn ich konnte einen neuen Mitherausgeber gewinnen, der sich gerade hier besonders gut auskennt: den renommierten Psychologen Gunther Meinlschmidt von der Universität Basel. Danke fürs Mitmachen, lieber Herr Meinlschmidt!

Natürlich sind wie immer auch eine Reihe anderer Themen in der mittlerweile sechsten Ausgabe des Newsletters enthalten. Es geht um gestörte epigenetische Rhythmen, die die Leber krank machen, darum, wie die Nahrung der Mutter den Nachwuchs anfällig für Diabetes machen kann, um eine Epigenom-Analyse, die verschiedene Brustkrebs-Typen aufspüren hilft, um einen Chromatin-Regulator, der Lungenkrebs besonders aggressiv macht, um eine wichtige, sogar von der Kanzlerin aufmerksam verfolgte Rede des Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, Peter Gruss, in der er die Epigenetik in den Vordergrund stellte, und vieles mehr. Die Grafik auf dem Titelbild erklärt übrigens ein Modell, wie sich die Nukleosomen – jene “Kabeltrommeln” um die sich der DNA-Faden mehr oder weniger fest aufwickelt – längs dieses Fadens verteilen. Ich hoffe, die Mischung stimmt.

Eine Übersicht über alle sechs bisher erschienenen Newsletter Epigenetik finden Sie übrigens weiter unten in der rechten Spalte dieser Internetseite. Und wenn Sie mehr über das Thema Epigenetik an sich erfahren wollen, empfehle ich Ihnen mein viel besprochenes und auch von Fachleuten empfohlenes Buch über Epigenetik, Der zweite Code (bitte hier klicken).


Dicker Hals und kalte Füße

(Hamburg, 27.6.2011) Dass wir vor Neid erblassen, weil das Hormon Adrenalin unser Blut als Vorbereitung auf Kampf oder Flucht in den Muskeln versammelt, mag ja noch bekannt sein. Doch wer weiß schon, dass Kummer uns das Herz zwar nicht brechen, aber doch gehörig einschnüren kann. Das „Syndrom des gebrochenen Herzens“ ist eine Art Herzkrampf, der zum Glück meist harmlos verläuft. Auch warum zwischen Menschen manchmal „die Chemie nicht stimmt“ haben Forscher mittlerweile herausgefunden: Besitzen zwei potenzielle Partner ein unterschiedliches Immunsystem, finden sie sich anziehend, sind sie sich immunologisch zu ähnlich, stoßen sie sich ab.

Diese Erkenntnisse und vieles mehr habe ich gerade im wunderbaren Buch „Dicker Hals und kalte Füße“ gelesen. Es stammt von meinem geschätzten Kollegen Walter Schmidt und ist gerade im Gütersloher Verlagshaus erschienen. Das Buch soll eine „heitere Einführung in die Psychosomatik“ sein. Dazu hat der Autor sehr viel gelesen, vor allem aber mit zahllosen Experten gesprochen. Herausgekommen ist eine riskante, aber bravourös und ohne Absturz überstandene Gratwanderung: Weder geht Schmidt Esoterikern oder Scharlatanen auf den Leim, noch gleiten seine Ausführungen ins Beliebige ab. Flott geschrieben aber wissenschaftlich solide hält das Buch exakt, was der Untertitel verspricht: Es zeigt, „was Redensarten über Körper und Seele verraten“ – und was nicht.

Einen Link zu den Internetseiten von Walter Schmidt finden Sie auf meiner Linkseite (bitte hier klicken).


Lob aus berufenem Mund

(Hamburg, 26.5.2011) Diese Woche erschien von mir ein Artikel in dem Magazin der Max-Planck-Gesellschaft, MaxPlanckForschung. Ich berichte auf acht Seiten über ein Epigenetik-Meeting im Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg. Zudem gibt es ein Interview mit Thomas Jenuwein, seit 2008 Direktor am Freiburger MPI und Leiter der Forschungsgruppe Epigenetik.

Professor Jenuwein, einer der Pioniere auf dem Gebiet der Epigenetik, fand Artikel und Interview offenbar sehr schön und hat mir ein wunderbares Lob geschickt: “Es gibt, in meinen Augen, keinen besseren und ausgewieseneren Kenner und Freund der Epigenetik als Sie.” Selbstverständlich bezieht er sich nur auf Nichtepigenetiker wie mich – aber auch das genügt, um mir die Schamesröte ins Gesicht zu treiben.

Vielen Dank, lieber Herr Jenuwein!

Einen Link zu dem Freiburger MPI für Immunbiologie und Epigenetik finden Sie auf meiner Linkseite unter dem Stichwort Epigenetik. Dorthin gelangen Sie, indem Sie hier klicken.
Und wenn Sie sich nach Freiburg durchgeklickt haben, werden Sie unter der Rubrik MaxPlanckForschung auch eine Downloadmöglichkeit meines Artikels finden.


Radiovortrag als Manuskript

(Hamburg, 2.5.2011) Wer am Ostersonntag ausschlafen wollte und deshalb meinen 30-minütigen SWR2-Radiovortrag Ruhelos in Deutschland. Plädoyer für eine neue Schlafkultur verpasst hat, kann sich jetzt eine Abschrift herunterladen (bitte hier klicken). Beim SWR finden Sie aber auch einen Podcast – falls Sie lieber meiner Stimme lauschen.

Und weitere Infos zum Schlafbuch finden Sie, indem Sie hier klicken.


De verborgen Code

(Hamburg, 1.5.2011) Seit kurzem ist auch die niederländische Ausgabe meines Buchs zur Epigenetik erhältlich. Sie heißt De verborgen Code. Hoe wij ons DNA sturen und erscheint für 29,95 Euro bei Veen Magazines Diemen.

Die ersten Rezensionen, die ich über das Internet gefunden habe, klingen sehr freundlich – so weit ich mit meinem mangelhaften Niederländisch folgen kann. Hier zwei Zitate:

“Sporks boek is een goed vorbeeld voor de manier waarop wetenschap met het publiek zou moeten communiceren: duidelijke uitleg en aanschouwelijke beschrijving geplaatst in een context zodat de epigenetica ook voor een leek betekenis krijgt.”
Lisa Ströhlein, Noorderlicht recensieteam

“Een helder verhaal schrijven over een onbekand wetenschappelijk onderwerp is een prestatie. Peter Spork verstaad die kunst. In ‘De verborgen code’ maakt hij de lezer wegwijs op het terrain van de epigenetica.”
Anca Boon, Reformatorisch Dagblad

Falls Ihr Niederländisch so schlecht ist wie meines, empfehle ich Ihnen meine Seite mit deutschen Pressestimmen zum Buch Der zweite Code (bitte hier klicken). Dort finden Sie mitterweile 35 Zitate, unter anderem von Spiegel, Deutschlandradio Kultur, Österreichischer Rundfunk, Literaturen und Bild der Wissenschaft.

Und mehr Infos zum Buch selbst gibt es hier.


Radiovortrag: Ruhelos in Deutschland

(Hamburg, 18.4.2011) Als ich vor drei Wochen im NDR-Studio am Rothenbaum war, stellte ich mich einer besonderen Herausforderung: Exakt 30 Minuten sollte ich ohne Pause, möglichst verständlich und stotterfrei reden – ohne Gegenüber, ohne Fragesteller, nur in ein kleines schwarzes Mikrofon hinein. Der Südwestrundfunk nahm mit mir einen Radiovortrag auf, Thema: Ruhelos in Deutschland. Plädoyer für eine neue Schlafkultur.

Dem Ergebnis können Sie nun am Ostersonntag, den 24. April, ab 8:30 Uhr im Rahmen der SWR2-Sendung Aula lauschen. Die Ankündigung des Senders weckt hoffentlich auf: “Wir leben in einer beschleunigten Gesellschaft: Unsere Bundeskanzlerin macht Politik per SMS und Handy, unsere Kinder gehen ins achtjährige Gymnasium, die Studenten marschieren mit Siebenmeilenstiefeln durch die Universitäten. Parallel zu dieser ständigen Erregung und Beschleunigung hat sich unsere Schlafkultur dramatisch verändert. Immer mehr Menschen leiden unter Schlaflosigkeit, unter Nervosität, unter einem Burn-Out-Syndrom. Gerade deshalb brauchen wir als Gegengewicht eine neue Schlaf- und Entspannungskultur. Der Wissenschaftsjournalist und Buchautor Peter Spork beschreibt die Notwendigkeit einer Wende.”

Und weil die frühe Sendezeit natürlich gerade angesichts des Themas etwas problematisch ist – immerhin plädiere ich unter anderem dafür, sich am Wochenende mal richtig auszuschlafen – empfehle ich den Podcast des SWR, den Sie sich herunterladen können, indem Sie hier klicken. Ich freue mich auf möglichst viele Zuhörer!

Eine Liste meiner weiteren Termine finden Sie hier.


Neustart in der Eizelle: Newsletter Epigenetik 02/2011

(Hamburg, 7.4.2011)

Diese wunderschöne Aufnahme zeigt die Chromosomen einer gerade erst befruchteten Maus-Eizelle. Sie stammt von Jörn Walter und Mark Wossidlo von der Universität des Saarlandes, Saarbrücken. Und sie ist das Titelbild meines neuen Newsletter Epigenetik, der heute erscheint. Der zugehörige Beitrag handelt von einem erstaunlichen epigenetischen Effekt, den Walter und Wossidlo jetzt mit Kollegen aus aller Welt ein gutes Stück enträtselten.

Direkt nach der Befruchtung einer Eizelle, reprogrammiert sie nahezu alle ihre epigenetischen Markierungen und versetzt sich so in eine Art Urzustand zurück. Erst aus diesem totipotenten Stadium der einen einzelnen Zelle kann sich dann ein neuer Organismus mit seinen Billionen Zellen und 200 epigenetisch verschiedenen Gewebetypen entwickeln. Wossidlo und Walter konnten nun die ersten molekularbiologischen Schritte dieser Reprogrammierung aufklären. Und sie beginnen, ein zehn Jahre altes Rätsel zu lösen. Damals entdeckte Walter nämlich mit Kollegen, dass das Ei zunächst nur jene Chromosomen reprogrammiert, die vom Vater stammen. Sie sind in dem schönen Titelbild bereits in den epigenetischen Urzustand zurückversetzt und deshalb rot gefärbt, die mütterlichen Chromosomen erscheinen blau.

Wenn Sie sich für weitere Details zu dieser Studie und viele andere Neuigkeiten aus dem Bereich der Epigenetik interessieren, laden Sie sich doch bitte die April-Ausgabe des Newsletters herunter, indem Sie hier klicken.

Weitere Themen der neuen Ausgabe sind:

  • Wasserflöhe als Meister der Erbe-Umwelt-Interaktion
  • Neue Erkenntnisse darüber, wie es Kokain gelingt, das Erbgut von Nervenzellen zu aktivieren und uns abhängig zu machen
  • Die Ausschreibung der deutschen Beteiligung am International Human Epigenomics Consortium IHEC
  • Viele neue Ansätze für eine epigenetische Krebsprävention
  • Die Mikro-RNA 34a als Kandidat für eine zukünftige Prostatakrebstherapie
  • Die Epigenetik als Inspiration für die Kunstwelt
  • Und vieles, vieles mehr.

Eine Übersicht über alle fünf bisher erschienenen Newsletter Epigenetik finden Sie übrigens in der rechten Spalte dieser Internetseite.

Und wenn Sie mehr über das Labor von Jörn Walter erfahren möchten, empfehle ich Ihnen seine Internetseiten, zu denen Sie über meine Linkseite finden (bitte hier klicken).


Alle Jahre wieder: Sieben Monate Schlafentzug

(Hamburg, 22.3.2011) Es ist mal wieder so weit. Am kommenden Sonntag wird die Uhr umgestellt. Unsere inneren, biologischen Uhren müssen sich erneut der so genannten Sommerzeit unterwerfen. Für einen Großteil der Bevölkerung folgen sieben Monate chronischer Schlafentzug. Schon oft habe ich ausführlich beschrieben, warum diese alljährliche Prozedur grober gesundheitsgefährdender Unfug ist und warum Politiker endlich reagieren und sie abschaffen sollten. Allein in meinen Arbeitsproben finden Sie zwei passende Artikel:

  • Einen Essay namens “Weg mit der Sommerzeit!”, der genau vor einem Jahr bei bild der wissenschaft erschienen ist (bitte hier klicken),
  • und eine Zeit-Titelgeschichte aus dem vergangenen Oktober mit sieben Thesen für eine neue Schlafkultur, zu denen selbstverständlich auch die Abschaffung der Sommerzeit gehört (bitte hier klicken).

Wenn Sie danach noch mehr erfahren wollen über die Bedeutung des Schlafs für unsere geistige und körperliche Leistungsfähigkeit sowie die Hintergründe, warum uns die Sommerzeit sieben Monate lang ein Stückchen Schlaf raubt, dann empfehle ich Ihnen mein Schlafbuch (bitte hier klicken).


Neues Schlafbuch

(Hamburg, 10.2.11) Es soll ja tatsächlich Leser geben, die der vergriffenen Hardcover-Ausgabe meines Schlafbuchs hinterhertrauern. Für diese gibt es gute Nachrichten: Der Kölner Anaconda-Verlag hat jetzt eine Lizenzausgabe gedruckt. Die sieht zwar etwas anders aus als die Rowohlt-Version, sie ist aber ein Hardcover, und es ist garantiert der gleiche Inhalt drin. Das Beste jedoch: Teurer als das Taschenbuch ist sie auch nicht.

Für weitere Infos zum Schlafbuch klicken Sie bitte hier.


Riesenandrang in Lübeck

(Hamburg, 27.1.11) Gestern durfte ich mich über einen ganz besonders gelungenen Abend freuen. Auf Einladung der GEMEINNÜTZIGEN in Lübeck war ich zum Vortrag in der Reihe MittwochsBildung angereist. Das Thema lautete “Der zweite Code – Epigenetik. Warum uns vorgeburtliche und frühkindliche Erfahrungen ein Leben lang prägen.”

Etwa 200 Zuhörer wurden mir angekündigt, doch es kamen viel, viel mehr: Der wunderschöne und nicht gerade kleine Saal quoll regelrecht über, entlang der Wände, am Eingang und im Mittelgang standen und saßen Leute herum, obwohl ohnehin schon reihenweise zusätzliche Stühle herangeschafft worden waren. Schließlich übertrugen die Veranstalter meine Stimme noch auf den Flur und in den Nachbarsaal, der daraufhin ebenfalls voll besetzt gewesen sein soll. Es war einfach ein tolles Gefühl: Grob geschätzt dürften sich vielleicht 400 bis 500 Hansestädter derart für das Thema Epigenetik interessiert haben, dass sie trotz des kalten, mit Schneeflocken aufgelockerten Abends ihren Fernseher kalt ließen und sich zu meinem Vortrag aufmachten.

Die Buchhändlerin Caterina Rex verkaufte nach dem Vortrag sämtliche Bücher von mir, die sie auf ihrem Büchertisch liegen hatte – und sie wäre noch viel mehr los geworden. Vermutlich können nur Autorenkollegen abschätzen, wie gut so etwas tut. Ich sage jedenfalls: Danke Lübeck!

Die Reihe MittwochsBildung wird übrigens am 23. Februar um 19:30 Uhr fortgesetzt mit einem Vortrag der Heidelberger Entwicklungspsychologie-Professorin Sabina Pauen. Das Thema: “MONDEY – Frühkindliche Entwicklung erfolgreich begleiten und dokumentieren.”

Wenn Sie mehr über meinen Vortrag zur Epigenetik erfahren möchten, bitte hier klicken.

Und ein Archiv mit allen meinen bisherigen Auftritten, auch dem gestrigen in Lübeck, finden Sie hier.


Lesenswerter Neujahrsgruß: Newsletter Epigenetik 01/2011

(Hamburg, 3.1.11) Allen Lesern dieser Netzseiten wünsche ich ein wunderbares Jahr 2011. Und damit das Jahr gleich so richtig gut anfängt, serviere ich an dieser Stelle auch wieder eine Menge Neues zu lesen: Der Newsletter Epigenetik 01/2011 ist fertig. Es ist bereits die vierte Ausgabe und die erste im zweiten Erscheinungsjahr. Inzwischen steht fest, dieser Newsletter ist ein voller Erfolg. Er scheint auf einem guten Weg, ein fester Bestandteil der deutschsprachigen Epigenetik-Szene zu werden.

Vor allem aus dem Bereich der epigenetischen Forschung, aber auch unter Ärzten und Medienvertretern gibt es sehr viele Interessenten. Der Email-Verteiler wächst ständig und enthält mittlerweile etwa 200 Adressen. Zudem wird der Newsletter allein von meiner Website 400 bis 800 Mal pro Monat heruntergeladen. Und es kommen noch jene Exemplare hinzu, die bei Celgene Deutschland bestellt oder heruntergeladen werden. Dort bedanke ich mich auch noch einmal sehr für die großartige Unterstützung des Projekts!

Was hält die neue Ausgabe bereit? Im Bereich Grundlagenforschung geht es unter anderem um gemästete Rattenväter, die an ihre Töchter offensichtlich auf epigenetischem Weg die Neigung zum Diabetes vererben, es geht um die epigenetischen Unterschiede, die eine Biene zur Königin machen, es geht darum, wie epigenetische Schalter unsere innere Uhr mitsteuern und es geht um den Epigenetik-Schwerpunkt des Fachmagazins Science. Im Bereich Onkologie stelle ich Mikro-RNAs vor, die Lungenkrebs weniger aggressiv machen, präsentiere eine Studie, die zeigt, dass nicht nur zu viele sondern auch zu wenige DNA-Methylierungen Krebs befördern können und erwähne eine Übersichtsarbeit zu Lebensmitteln, die auf epigenetischem Weg vor Krebs schützen können. Abgerundet wird der Newsletter wie immer durch Berichte aus Wirtschaft & Medien sowie Terminhinweise. Und das Editorial hat dieses Mal Mitherausgeber Professor Ulrich Mahlknecht aus Homburg/Saar verfasst. Danke dafür!

Sie müssen den Newsletter oben nur anklicken, um ihn als .pdf herunterzuladen. Oder sie klicken einfach hier.

Eine Möglichkeit zum Download früherer Ausgaben finden Sie rechts unten auf dieser Seite oder auf der Seite zu meinem Buch Der zweite Code. Dieses Buch ist übrigens das weltweit erste populärwissenschaftliche Buch über Epigenetik. Der Spiegel nannte es “eine kundige Einführung in die wundersamen Weiten der Epigenetik”, der Tages-Anzeiger urteilte “Wie faszinierend dieses hockaktuelle Forschungsgebiet ist, vermittelt Spork mit ansteckender Begeisterung”, und der WDR meinte schlicht: “Ein wichtiges und spannendes Buch.” Weitere der zahlreichen positiven Pressestimmen finden Sie, indem Sie hier klicken.


Sieben Forderungen für eine neue Schlafkultur!

(Hamburg, 2.11.10) Nun ist meine Zeit-Titelgeschichte “Wir Unausgeschlafenen” online, so dass ich sie auch in meine Arbeitsproben auf diesen Netzseiten aufnehmen konnte. Das zentrale Element des Textes bilden folgende sieben Forderungen für eine schlaffreundlichere Gesellschaft:

1. Schlaf und Entspannung verdienen in der Gesundheitsvorsorge denselben Stellenwert wie Bewegung und ausgewogene Ernährung.

2. Die Sommerzeit verschiebt die Rhythmen vieler Menschen nach hinten – und erschwert so das Einschlafen. Sie gehört abgeschafft!

3. Arbeitszeiten müssen flexibler werden – nur so vertragen sie sich mit dem individuellen Schlafrhythmus und -bedarf vieler Menschen.

4. Die Schule sollte später beginnen. G8-Gymnasien sollten Lehrpläne entschlacken oder zu neun Schuljahren zurückkehren.

5. Fördern wir Nickerchen am Arbeitsplatz.

6. Mehr Rhythmus! Arbeit und Unterricht brauchen Unterbrechungen – damit wir uns bewegen und entspannen können. Und abends sollten wir früher ins Bett gehen.

7. Erkennen wir den enormen Einfluss an, den das Tageslicht auf unseren inneren Rhythmus hat. Hören wir auf ihn!

All diese Forderungen sind politisch vergleichsweise leicht und kostengünstig umzusetzen. Aber der Nutzen für unsere Gesellschaft wäre unbezahlbar: Sie wäre auf einen Schlag leistungsfähiger, kreativer, gebildeter und gesünder als heute.

Wenn Sie lesen möchten, wie ich diese Forderungen begründe, klicken Sie bitte hier.


Die schlaflose Gesellschaft

(Hamburg, 28.10.10) Heute erschien in der Zeit meine Titelgeschichte “Die schlaflose Gesellschaft”. Sie stützt sich nicht nur auf die jahrelange Recherche für mein Schlafbuch, ich habe auch mit über einem Dutzend führender Schlafforscher und -mediziner gesprochen. Bei ihnen möchte ich mich an dieser Stelle noch mal herzlich bedanken.

Der Vorspann zum Text lautet: “Unser hektischer Alltag erzeugt chronischen Schlafmangel. Erwachsene kann er in den Burn-out treiben und Schulkinder zu Zappelphilippen machen. Wir brauchen eine neue Schlafkultur!” Gegen Ende des Artikels nenne ich sieben zentrale Forderungen, deren Umsetzung unsere Gesellschaft weniger schlaffeindlich machen würden.

Die Internetseiten von Zeit-Online begleiten das Thema Schlaf mit eine Reihe zusätzlicher Beiträge. Einer davon ist ein dreiteiliges Interview mit mir zu den Themen “Warum schlafen wir?”, “Wie wir besser schlafen” und “Unsere schlaffeindliche Gesellschaft”. Hier der erste Teil des Interviews.

Alle drei Teile finden Sie entweder auf meinen Seiten zum Schlafbuch (bitte hier klicken) oder zum Vortrag über den Schlaf (bitte hier klicken).
Und zur sehr interessanten und abwechslungsreichen Schlaf-Sonderseite von Zeit-Online finden Sie hier (nach dem Surfen aber bitte zu mir zurückkommen).


Endlich digital

(Hamburg, 21.10.10) Ein bisschen altbacken kam ich mir ja schon vor. Die Bücher in neun Sprachen übersetzt, vom Italienischen über das Russische bis ins Thailändische – aber noch kein eBook auf dem Markt. Bin ich etwa ein Autor von Gestern? Das hat sich nun zum Glück geändert. Denn mein Buch Der zweite Code. Epigenetik – oder: Wie wir unser Erbgut steuern können ist nun auch in der hochmodernen digitalen Fassung lieferbar.

Außerdem haben der niederländische Verlag Veen Magazines in Diemen und der russische Verlag Lomonosov in Moskau die Rechte erworben und werden nun bald die ersten fremdsprachigen Fassungen des Zweiten Codes herausbringen. Und es gibt seit kurzem eine Taschenbuchausgabe. Die liegt zwar nicht so schön in der Hand wie das Hardcover und ist bei weitem nicht so trendig wie das Digitalbuch, aber sie ist günstig. Auch ein Argument.

Für weitere Infos zum Buch bitte hier klicken.
Und einen Link zur Downloadmöglichkeit des eBooks finden Sie hier.


Und wieder ein Newsletter Epigenetik

(Hamburg, 29.9.10) Jetzt ist mein Newsletter Epigenetik allmählich ein wirklicher Newsletter. Denn nun ist auch die dritte Ausgabe erschienen. Wieder ist sie zwölf Seiten lang, wieder ist sie gespickt mit lauter topaktuellen Infos aus dem spannenden Gebiet der Epigenetik und wieder sind Studien aus vielen großen Fachzeitschriften vertreten.

Das Editorial hat dieses Mal Professor Jörn Walter aus Saarbrücken geschrieben (Danke!). Er weist darauf hin, dass sich Deutschland unbedingt an den neuesten Epigenomik-Projekten beteiligen sollte, um nicht wieder eine wichtige Entwicklung zu „verschlafen“. Ansonsten ist die Mischung, wie immer wenn es um Epigenetik geht, ziemlich bunt: Es geht um Ameisen, Orchideen, induzierte pluripotente Stammzellen, Blutkrebs, vererbte Traumata, einen neuen Lungenkrebstest, unterdrücktes Blutgefäßwachstum und vieles mehr.

Sie müssen den Newsletter oben nur anklicken, um ihn als .pdf herunterzuladen. Oder sie klicken einfach hier.

Eine Möglichkeit zum Download früherer Ausgaben finden Sie rechts unten auf dieser Seite oder auf der Seite zu meinem Buch Der zweite Code.


Wir sind keine Sklaven unserer Gene, Herr Sarrazin!

Warum der genetische Einfluss auf unsere Intelligenz unwichtig ist / Thilo Sarrazin übersieht die Epigenetik.

VON PETER SPORK

(Hamburg, 02.9.10) Muss man zu Thilo Sarrazin und seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ noch etwas sagen? Eigentlich nicht. Doch wer sich durch die vielen Internet-Foren geklickt hat, einmal gelesen hat, mit welcher Häme dort dumpfeste Ressentiments verbreitet werden, nach dem Motto: „endlich dürfen wir sagen, was wir schon immer dachten“, was aber von „den Politikern und anderen Linken“ verboten wurde, der mag nicht schweigen. Irgendwelche Menschen – vermutlich ganz normale Mitbürger, die uns auf der Straße vielleicht sogar sympathisch erschienen – schwafeln von der „Wahrheit, die endlich mal jemand auszusprechen wagt“, sie halten Sarrazins Buch allen ernstes für „mutig“, „wichtig“ oder „ehrenhaft“, freuen sich, dass so genannte „Volkspädagogen“ und „Meinungsdespoten“ jetzt „endlich Klartext“ serviert bekommen. Einige von ihnen sehen unser Land schon bald von „Moscheen überwuchert und Muezzin-Gesängen übertönt“. Andere behaupten, schon heute könne man sich in einer normalen deutschen Großstadt kaum noch deutsch verständigen. Es ist grauenhaft.

Denn tatsächlich redet Sarrazin mit seiner biologistischen Argumentation von etwas, wovon er keine Ahnung hat. Er hält die Gene für ein unsichtbares Bindeglied innerhalb einer Kultur – dabei unterliegt diese einer kulturellen, keiner biologischen Evolution. Er meint zudem, nur weil eine bestimmte Veranlagung zu einem gewissen Grad genetisch fixiert ist, sei sie in einer bestimmten Kultur besonders ausgeprägt oder in einer bestimmten Ethnie überdurchschnittlich häufig vertreten. Dabei gibt es – von sehr wenigen, noch dazu seltenen monogenen Erbleiden abgesehen – praktisch kein relevantes Merkmal, das nicht von vielen Genen zugleich abhängig ist. Eine derart komplexe Eigenschaft wie Intelligenz (vermutlich eines der komplexesten Merkmale überhaupt, an dem vielleicht viele tausend Gene gleichzeitig mitwirken), kann also schon aufgrund der unfassbar zahlreichen daran beteiligten genetischen Variabilitäten überhaupt nicht innerhalb einer ethnischen Gruppe spürbar anders ausgeprägt sein, als innerhalb einer anderen.

Auch wenn es Thilo Sarrazin nicht wahrhaben möchte: Die Menschen sind genetisch gesehen eine unerhört homogene Gruppe. Selbst, dass die Schimpansen weniger intelligent sind als wir, hat vermutlich vor allem mit nichtgenetischen Einflüssen zu tun, etwa der anderen biologischen Entwicklung des Gehirns und einer anderen Kontrolle der Genexpression in den beteiligten Nervenzellen.

Ein weiteres Beispiel: Daran, dass Zebrafinken singen können, sind 600 Gene beteiligt. Und es ist völlig unwahrscheinlich, dass ein Fink bei all diesen 600 Genen ausschließlich jene Varianten geerbt hat, die ihn besonders schön oder besonders hässlich zwitschern lassen. Jeder Statistiker sieht sofort, dass die überwiegende Mehrheit der Zebrafinken durchschnittlich schön zwitschern dürfte, weil sie ungefähr ähnlich viele „bessere“ wie „schlechtere“ Genvarianten geerbt hat. Viel gravierender als diese sich selbst nivellierende Genetik sind Signale aus der Umwelt, etwa die Zeit, die Jungtiere hatten, in Ruhe dem Gesang älterer Vögel zu lauschen. Diese Einflüsse verändern nicht die einzelnen Gene, sondern das gesamte Genaktivitätsmuster der beteiligten Nervenzellen. Sie wirken auf alle 600 Gene zugleich und haben somit die Fähigkeit, das Potenzial, das in den Genen steckt optimal zu nutzen oder schlimmstenfalls drastisch abzusenken. Erst wenn zwei Vögel in einer vergleichbaren Umwelt aufwachsen, steigt der messbare genetische Einfluss auf ihre Sangesleistung an.

Aus dem gleichen Grund gibt es unter uns Menschen kaum Riesen und kaum Kleinwüchsige sondern zumeist durchschnittlich große Individuen. Dass wir Menschen im Durchschnitt seit einigen Jahrzehnten immer größer werden, dass unsere Lebenserwartung steigt, und dass unsere Intelligenz – oder das, was wir in Intelligenztests messen – kontinuierlich wächst, hat nichts mit Genetik zu tun. Dafür sind die Trends zu schnell. Es ist eine Folge der verbesserten Umweltbedingungen.

Gerade beim Thema Intelligenz ist offensichtlich: Die genetischen Unterschiede – mögen sie auch noch so groß sein – können bei verschieden aufgewachsenen Menschen nur einen geringen Teil zur unterschiedlichen Intelligenz beitragen. Mindert eine der unzähligen Genvarianten die Intelligenz, erhöht sie eine andere. Nur wenn die Umweltbedingungen zweier Menschen ähnlich sind – wenn die Mütter während der Schwangerschaft ähnlich viel oder wenig Belastungen ausgesetzt waren, wenn die Eltern und Erzieher in den ersten Lebensjahren für eine vergleichbare Dosis an Geborgenheit und anregender Umgebung mit vielen Lernanreizen und Entfaltungsmöglichkeiten gesorgt haben – dann steigt der messbare genetische Anteil am verbleibenden Intelligenz-Unterschied auf jene 30 bis 80 Prozent, die aktuelle Studien als Wert angeben. Dass diese maximal 80 Prozent dann aber absolut gesehen nur wenige IQ-Pünktchen ausmachen, vielleicht zwei bis fünf, und dass dieser Unterschied letztlich belanglos ist, das hat Sarrazin nicht begriffen – oder er will es nicht begreifen.

Das Potenzial in den Genen aller Menschen ist fast gleich: Niemand kann ernsthaft behaupten, Muslime oder Araber oder Türken oder Deutsche hätten nachweislich mehr Intelligenz mindernde oder erhöhende Genvarianten als andere Völker oder Religionsgemeinschaften.

Was also eine einzelne Genvariante nicht erreichen kann, dass die Möglichkeiten, die in einem Organismus, in einem Gehirn angelegt sind, optimal genutzt werden, das kann die Umwelt, das kann der Lebensstil, das können Faktoren wie die gesunde Ernährung und Stressfreiheit der Mutter in der Schwangerschaft sowie der Eltern und des Kindes in den ersten Monaten nach der Geburt oder die Liebe und Fürsorge des Kindes im Elternhaus oder die Qualität der Erziehung und Ausbildung in Kindergärten und Schule. Ernst Peter Fischer erinnert in diesem Zusammenhang an Goethes Definition der Genetik: „Genetisch nennt Goethe etwas, das nicht da IST, sondern daß WERDEN (entstehen) muss, das eine Genese hat.“

Hier kommt die Epigenetik ins Spiel, eine Wissenschaft, von der Thilo Sarrazin vermutlich noch nie etwas gehört hat. Die Epigenetik beschäftigt sich mit Schaltern an den Genen, die etwa ausgelöst durch Umwelteinflüsse bestimmen können, welche Gene eine Zelle dauerhaft benutzen kann und welche nicht. Erst die Epigenetik erklärt zum Beispiel, wie es dem niederländischen Volk gelungen ist, binnen 150 Jahren von einem der körperlich kleinsten zu einem der größten Völker aufzusteigen. Das genetische Potenzial für eine hohe Körpergröße hatte dort offenbar schon immer existiert, aber erst die optimalen Ernährungsbedingungen des letzten Jahrhunderts haben die epigenetischen Schalter auch dazu bewegt, die entsprechenden Gene zu aktivieren.

Was bedeutet das übertragen auf die Sarrazin’sche Intelligenzdebatte? Es ist schlicht Unfug, bestimmten ethnischen Gruppen in unserer Gesellschaft eine genetisch bedingte verminderte Intelligenz zu unterstellen. Viel entscheidender als der genetische Einfluss ist der epigenetische. Wir müssen dafür sorgen, dass es möglichst vielen Gruppen in unserer Bevölkerung gelingt, das Angebot, das in der Summe ihrer Gene steckt – also in ihnen als gesamter Mensch angelegt ist, auch zu nutzen. Wir sollten froh über alle Zuwanderer sein, die sich unserem Land zugehörig fühlen. Letztlich erhöhen sie das Entwicklungspotenzial der Gesamtgesellschaft. Denn sie erhöhen, um ebenfalls streng biologistisch zu argumentieren, die Zahl der genetischen Varianten im Genpool, was die Gesellschaft als Ganze vielfältiger und begabter macht. Statt einzelne Gruppen auszugrenzen, muss es darum gehen, die Lebensbedingungen werdender und gewordener Eltern sowie von deren Kindern überall in der Gesellschaft – über alle Ethnien und Schichten hinweg – weiter zu verbessern.
© Peter Spork

Für weitere Infos zu meinem Buch über Epigenetik, Der zweite Code, bitte hier klicken.


Anerkennung von russischen Schlafforschern

(Hamburg, 26.8.10) Gerade las ich eine Übersetzung des Vorworts aus der russischen Ausgabe meines Schlafbuchs. Das Vorwort stammt von Dr. W.M. Kowalson, seines Zeichens Vorsitzender der Sektion für Somnologie (Schlafforschung) in der Pavlov-Gesellschaft für Physiologie und Vorsitzender der Russischen Gesellschaft für Somnologie. Der Herr dürfte also beurteilen können, ob im Schlafbuch Humbug steht oder nicht.

Kowalson schreibt: “Peter Spork berichtet populär, spannend und grundsätzlich korrekt über die neuesten Erkenntnisse der Schlafforschung. […] Im Namen aller russischen Somnologen begrüße ich die Initiative des Verlages ‘Binom. Labor des Wissens’, das vorliegende Buch zu übersetzen und es der Öffentlichkeit zu empfehlen.”

Da hab ich aber noch mal Glück gehabt.

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Sehr gefreut

(Hamburg, 18.8.10) Michael Lange hat in seiner Besprechung des neuen Buchs von Jörg Blech (Gene sind kein Schicksal, siehe nächsten Beitrag) für Deutschlandradio Kultur einen Vergleich zu meinem Buch Der zweite Code gezogen, der mich sehr gefreut hat und den ich Ihnen, werte Besucher meiner Netzseiten nicht vorenthalten kann. Vielen Dank, lieber Herr Lange!

Und nun das Zitat: “Wer die Wissenschaft hinter den Schlagworten genauer kennenlernen und nachvollziehen möchte, dem sei das anschaulich geschriebene Buch des Neurobiologen Peter Spork empfohlen. Sein Buch “Der zweite Code” kam bereits vor einem Jahr zu ähnlichen Schlussfolgerungen.”

Für einen Podcast des Beitrags und die Textrezension bitte hier klicken (aber danach zu meinen Seiten zurückkehren und den nächsten Beitrag lesen ;-)

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2. Ausgabe des Newsletter Epigenetik erschienen

(Hamburg, 28.6.10) Die vielen positiven Rückmeldungen zum ersten Newsletter Epigenetik waren überwältigend. Forscher, Mediziner, Journalisten und andere Epigenetik-Interessierte lobten die Auswahl und Aufarbeitung der Themen, trugen sich in Mailinglisten ein oder luden den Newsletter aus dem Netz herunter. Die FAZ wies sogar auf die neue Veröffentlichung hin (siehe nächsten Eintrag). Tausend Dank, liebe Leser! Ich hoffe, wir – meine Mitherausgeber, die mir auch dieses Mal hervorragend geholfen haben, und ich – werden Sie auch weiterhin für die Epigenetik begeistern.
Anfangs fragten wir uns, ob es genug hochwertige Informationen für ein vierteljährliches Erscheinen des Newsletters gebe. Diese Frage lässt sich nun – mit Erscheinen der zweiten Ausgabe – eindeutig mit ja beantworten: Gleich mehrere Artikel aus Science und Nature stellen wir vor, zudem Studien aus den PNAS, dem FASEB Journal, der Cell-Gruppe und der Nature-Familie – alles Top-Magazine der Biowissenschaften.
Der Newsletter präsentiert neue Ansätze zur Diagnose und Behandlung von Autismus, Posttraumatischer Belastungsstörung und Alzheimer. Von hoffnungsvollen Fortschritten in der epigenetischen Krebstherapie ist die Rede. Außerdem haben Wissenschaftler neue Details der Biochemie des Chromatins entdeckt und die Stammzellforschung vorangetrieben.
Mit anderen Worten: Die Epigenetik hält, was der Untertitel dieses Newsletters verspricht. Sie ist eines der wichtigsten Forschungsgebiete unserer Zeit.

Sie müssen den Newsletter oben nur anklicken, um ihn als .pdf herunterzuladen. Oder sie klicken einfach hier.


Dank an die FAZ

(Hamburg, 24.6.10) Der allmorgendliche Blick in die Statistik meiner Netzseiten hat mir gerade eine frohe Überraschung beschert: Ein gigantischer grüner Balken zeigt für gestern fast drei Mal so viele Besucher an wie gewöhnlich. Allein der Newsletter Epigenetik wurde satte 250 Mal angeklickt – an einem einzigen Tag.

Das alles verdanke ich einem Artikel des geschätzten Kollegen Joachim Müller-Jung von der FAZ. Er erwähnte in einem lesenwerten Beitrag über Epigenetik auch meinen Newsletter. Im Wortlaut: “Überraschend sind das Ausmaß und schließlich die Raffinesse dieses Codes. Der Hamburger Wissenschaftsautor Peter Spork sammelt seit kurzem die neuesten Interpretationstricks des Genoms in einem ‘Epigenetik-Newsletter’. Ein populärwissenschaftliches Archiv, das extrem schnell wächst.” Danke!

Davon, wie schnell das Archiv wächst, können Sie sich übrigens in der kommenden Woche überzeugen, wenn an dieser Stelle die nächste Ausgabe des Newsletters erscheint. Und den Hinweis auf die April-Ausgabe finden Sie vier Einträge weiter unten.

Sollten Sie zudem noch mehr über die komplexe Welt der Epigenetik mit ihren revolutionären Erkenntnissen und fantastischen Möglichkeiten erfahren wollen, empfehle ich die Lektüre meines Buchs Der zweite Code. Das ist laut FAZ eines der zehn wichtigsten Sachbücher des Herbstes 2009, der Spiegel findet es “eine kundige Einführung in die wundersamen Weiten der Epigenetik” und das German Book Office New York hat es im Frühjahr 2010 auf seine Liste jener deutschen Bücher gesetzt, die es amerikanischen Verlagen dringend zur Übersetzung empfiehlt. Das wäre natürlich eine tolle Sache, wenn mein Buch sogar auf Englisch erscheinen würde. (Der Top-Epigenetiker Randy Jirtle von der Duke University würde dann sogar sehr gerne ein Vorwort schreiben.)

Ach ja, noch etwas: Heute um 16:35 h sendet der Deutschlandfunk ein Interview mit mir zum zehnten Jahrestag der Entschlüsselung des menschlichen Erbguts. Titel: Ich – Mensch – Genom: Peter Spork – der Mann, der die Epigenetik populär machte. Hier spannt sich dann sogar der Bogen zurück zur FAZ. Michael Lange stellt in seiner fünftägigen Sendereihe nämlich fünf Personen vor, die etwas zur Entschlüsselung des Humangenoms zu sagen haben. Und am Dienstag war Frank Schirrmacher an der Reihe.

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Weitere Pressestimmen finden Sie hier.
Und einen Link zum DLF-Podcast finden Sie auf meiner Linkseite.


Russisch schlafen

(Hamburg, 8.6.10) Endlich ist mein Schlafbuch auch auf Russisch erschienen. Ich hatte schon gar nicht mehr damit gerechnet. Denn der Vertrag wurde schon ein paar Monate nach Erscheinen des Originals im Jahr 2007 abgeschlossen.

Es scheint wohl nicht so einfach, mein Deutsch ins Russische zu übersetzen. Und zudem hat sich der Moskauer Verlag BKL richtig Mühe gegeben: Ein russischer Schlafexperte hat ein Vorwort geschrieben und eine Menge Fußnoten eingefügt. Zu dumm, dass ich kein Russisch kann.

Ihnen geht es wie mir, und Sie können besser Deutsch als Russisch? Dann klicken Sie bitte hier .


Talent zur Vereinfachung

(Hamburg, 3.5.10) Fast zehn Monate nach Erscheinen meines Buchs über Epigenetik Der zweite Code darf ich mich noch immer über neue Rezensionen freuen. Jetzt hat das angesehene Magazin Spektrum der Wissenschaft sich ein Urteil gebildet – und das fällt wie schon bei fast allen anderen bisherigen Besprechungen sehr postitiv aus: “Vereinfachen, das ist das große Talent des Neurobiologen und Wissenschaftsjournalisten Peter Spork” schreibt die Rezensentin Julia Eder. Danke für das Lob!

Ein Kollege, der ebenfalls großen Wert darauf legt, dass seine Artikel leicht zu lesen sind, der sich aber dennoch schwierige, neue und immer spannende Themen vornimmt, ist Walter Schmidt. Er besitzt seit kurzem eigene Netzseiten, die ich nun auch in meine Linkliste aufgenommen habe. Um dorthin zu gelangen, klicken Sie bitte hier.

Für Auszüge aus der Rezension von Julia Eder und weitere Pressestimmen zum Epigenetik-Buch klicken Sie bitte hier.


Nachtcafé

(Hamburg, 21.4.10) Vor gut zwei Jahren war ich schon mal Gast bei Wieland Backes in der SWR-Talkshow “Nachtcafé”. Damals ging es um das Thema Schlaf und ich war als Autor des Schlafbuchs geladen. Der Abend war äußerst vergnüglich, so dass ich mich sehr freute, als der Moderator hinterher meinte, ich solle mit dem nächsten Buch doch wieder kommen.

Und nun ist es tatsächlich so weit. Am Freitag, den 23.4., 22.00 h, bin ich erneut im Nachtcafé zu Gast. Das Thema lautet “Wie wir wurden was wir sind”. Dahinter versteckt sich die alte Frage, welche unserer Eigenschaften angeboren und welche unweltbedingt sind – eine Frage, der derzeit die neue Wissenschaft der Epigenetik eine überraschende Wende verleiht: Die Umwelt – also das, was wir essen, der Sport, den wir treiben, der Stress, dem wir uns ausliefern oder die Liebe, die wir nach unserer Geburt genießen durften – beeinflusst nämlich unsere Gene und umgekehrt.

Mehr zu diesem Thema finden Sie in meinem Buch Der zweite Code.

Für weitere Terminhinweise klicken Sie bitte hier.


Newsletter Epigenetik

(Hamburg, 8.4.10) Wenn wir Menschen Computer wären, dann bildeten unsere Gene die Hardware. Aber natürlich müsste es auch eine Software geben – und mit der beschäftigt sich die Epigenetik. Die Aufklärung der Molekularbiologie an und neben den Genen ist eines der wichtigsten Forschungsgebiete unserer Zeit. Die epigenetischen Strukturen wirken wie Schalter. Sie fixieren das Genaktivierungsmuster einer Zelle und helfen, dass diese ihre Identität, ihr „Gedächtnis“, bei der Zellteilung an die Töchter weitergibt. Die Folgen epigenetischer Zellveränderungen, so genannter Epimutationen, können genauso gravierend sein wie genetische Einflüsse, anders als diese sind sie aber potenziell reversibel. Das macht die Epigenetik unerhört spannend für die gesamte Biomedizin, für Gebiete wie Psychologie, Pädagogik, Alternsforschung, Evolutionsbiologie, Krankheitsvorsorge und nicht zuletzt Krebsforschung und Krebstherapie. Die Leser meines Buches Der zweite Code wissen, was ich meine.

„Das Zeitalter der Epigenetik ist gekommen“, schrieb das Time Magazine im Januar 2010. Der bekannte deutsche Genetiker Rudolf Jaenisch vom Bostoner Whitehead Institute sagte schon 2008: „Wir befinden uns mitten im Jahrzehnt der Epigenetik.“ Es ist also höchste Zeit für einen Newsletter, der hilft, den Überblick über dieses dramatisch expandierende Feld zu behalten. Deshalb fasse ich von nun an quartalsweise die wichtigsten Neuigkeiten zu Grundlagenforschung, Onkologie, Wirtschaft und Medien sowie kommende Termine zusammen. Sechs anerkannte Forscher und Ärzte beraten und unterstützen mich dabei. Finanziert wird der Newsletter von der Celgene GmbH. Ich bin inhaltlich aber vollkommen unabhängig.

Sie müssen den Newsletter oben nur anklicken, um ihn als .pdf herunterzuladen. Oder sie klicken einfach hier.


Wo Bücher gut riechen

(Hamburg, 31.3.10) Diese Woche überraschte mich mein Verlag per Post mit ein paar kleinen Büchern, die besonders gut und exotisch rochen. Es handelte sich um die thailändische Ausgabe meines Kinderbuchs Höher – schneller – weiter.

Nun frage ich mich: Werden Bücher in Thailand parfümiert? Wenn Sie die Antwort wissen, schreiben Sie mir. Für meine Kontaktdaten, bitte hier klicken.


Sommerzeit

(Hamburg, 23.3.10) Am Sonntag endet leider die Erholung, die mir der gerade beendete Urlaub geschenkt hat. Es beginnt der Schrecken der Sommerzeit. Im aktuellen bild der wissenschaft habe ich gerade erst in einem dreiseitigen Essay die Abschaffung der Sommerzeit gefordert. Es wird wirklich höchste Zeit, dass dieser Unfug endlich aufhört. Da ich wegen des Urlaubs bisher noch nicht alle Leserbriefe beantworten konnte, wiederhole ich hier schon mal einen früheren Eintrag zum Thema. Er dürfte bereits einige Fragen beantworten:

Sieben Monate Schlafentzug
(Hamburg, 31.3.08) Es ist mal wieder so weit. Gestern wurde die Uhr umgestellt. Unsere inneren Uhren müssen sich erneut der so genannten Sommerzeit unterwerfen. Ich bin unausgeschlafen, versuche aber trotzdem zu beschreiben, warum die alljährliche Zeitumstellung grober, gesundheitsgefährdender Unfug ist:
Chronobiologen fanden heraus, dass helles, morgendliches Tageslicht das Tempo der inneren Uhren beschleunigt, abendliches Licht diese jedoch abbremst. Wenn wir also oft genug und halbwegs gleichmäßig über den Tag verteilt ans Licht gehen und halbwegs durchschnittliche innere Uhren haben, stellen sich unsere biologischen Rhythmen automatisch auf den 24-Stunden-Tag ein.
Die Zeitumstellung raubt uns allen aber Tag für Tag morgens eine Stunde Licht, das sie uns erst abends zurückgibt. Und weil die Mehrheit von uns eher zur Kategorie der eulenhaften Abendmenschen gehört, hat eben diese Mehrheit ein Problem: Die inneren Uhren erhalten die falschen äußeren Zeitsignale, und das übrigens nicht nur direkt nach der Zeitumstellung sondern jeden Tag erneut – so lange die Sommerzeit andauert. Wir werden deshalb jeden Abend nicht rechtzeitig müde und müssen uns (fast) jeden Morgen viel zu früh vom Wecker aus dem Schlaf reißen lassen. Sieben Monate kontinuierlicher Schlafentzug sind die Folge – von heute an, bis zum 26. Oktober, wenn die Uhren endlich wieder zurückgestellt werden.
Der Münchner Chronobiologie-Professor Till Roenneberg nennt dieses Phänomen übrigens treffend den sozialen Jetlag. Und er fand heraus, dass Menschen umso eher zu Zigaretten greifen, je größer ihr sozialer Jetlag ist. Nur gut, dass sich immerhin 62 Prozent der Deutschen gegen die Sommerzeit aussprechen.
Ich hoffe die Politiker folgen ihnen rasch.

Direkt zu meinem Schlafbuch, in dem ich die Abschaffung der Sommerzeit fordere? Bitte hier klicken.

Außerdem sendet NDR-Info in seiner Wissenschaftssendung Logo einen Bericht zum Thema in dem ich zu hören bin: Fr., 26.3.10, 21:05 h und So., 28.03.10, 15:05 h.


Lesereise

(Hamburg, 20.2.10) Nächste Woche werde ich wieder viel Zug fahren, aber das mache ich gerne, denn ich werde reich belohnt: mit dem persönlichen Kontakt zu meinen Lesern und mit der Möglichkeit, die Thesen meines neuesten Buches in direktem Kontakt zum Publikum zu präsentieren. In Linz und Bonn lese ich aus Der zweite Code, erzähle unterstützt von einer Bilderschau eine Menge über das spannende Gebiet der Epigenetik und erkläre, warum diese Erkenntnisse für uns alle so wichtig sind.

Für weitere Infos zu diesen und anderen Terminen bitte hier klicken.


Stammzelltherapie ohne Stammzellen

(Hamburg, 5.2.10) In meinem Buch Der zweite Code äußere ich im Kapitel über Stammzellforschung folgende Prognose: “Sehr wahrscheinlich macht die Epigenetik die Stammzelltherapie eines Tages sogar überflüssig. Wenn die Wissenschaftler nämlich erst gelernt haben, direkt vom epigenetischen Programm einer ausdifferenzierten Zelle in das einer anderen umzuschalten, können sie zum Beispiel eine Hautzelle in eine Nervenzelle verwandeln oder eine Hodenzelle in eine Insulin produzierende Bauchspeicheldrüsenzelle und so weiter.”

Nun – viel früher als ich gedacht hätte – haben Forscher diese Idee tatsächlich erfolgreich in die Tat umgesetzt. Dem deutschen Stammzellforscher Marius Wernig von der Stanford University in Kalifornien, USA, gelang mit seinem Team die direkte Verwandlung von Bindegewebszellen aus der Haut von Mäusen in Nervenzellen. Der Wechsel in ein anderes epigenetisches Programm gelang durch das Einpflanzen dreier Gene in das Erbgut der Hautzellen. Die detektivische Glanzleistung der Forscher war dabei, im Vorfeld die richtigen Gene ausfindig zu machen.

Sowohl der ethisch umstrittene Einsatz embryonaler Stammzellen, als auch die erst seit kurzer Zeit mögliche Herstellung so genannter induzierter pluripotenter Stamm-Zellen (ipS-Zellen) sind nach Ansicht vieler Wissenschaftler zwar weiterhin wichtig für die Grundlagenforschung. Eine Zelltherapie der Zukunft wird aber vermutlich ohne beide auskommen können.

Quelle: Thomas Vierbuchen et al. 2010, Nature Online-Vorabpublikation

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3. Auflage

(Hamburg, 22.1.10) Zu meiner großen Freude ist in diesem Monat die dritte Auflage meines Buchs über Epigenetik (Der zweite Code) erschienen – kein halbes Jahr nach der ersten Auflage. Darin konnte ich endlich auch zwei peinliche Fehler korrigieren, für deren Berichtigung vor der Drucklegung der zweiten Auflage wegen des riesigen Erfolgs des Buches in den ersten zwei Wochen (und weil ich verreist war) keine Zeit geblieben war. Nun besteht die RNA aus Nukleotiden und Insulin senkt den Blutzuckerspiegel.

Sollten Ihnen, liebe Leser, auch in dieser Auflage noch Fehler auffallen, oder sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie mir bitte. Für meine Kontaktdaten, bitte hier klicken.


TIME-Titelgeschichte

(Hamburg, 11.1.10) Gestern erhielt ich eine aufregende Email des amerikanischen Top-Epigenetikers Randy Jirtle. “Epigenetics has now made it to the cover of TIME magazine”, schreibt er. Und tatsächlich: Die USA-Ausgabe des wohl weltweit bekanntesten Nachrichtenmagazins macht mit einer DNA auf, die sich nach oben in einen Reißverschluss verwandelt. Daneben prangt ein Text, der fast wörtlich aus meinem neuen Buch Der zweite Code übersetzt sein könnte: “Why Your DNA isn’t your destiny. The new science of epigenetics reveals how the choices you make can change your genes – and those of your kids.” Nur zum Vergleich hier ein Ausschnitt aus meinem Klappentext: “Gene bestimmen nicht alles. Deren Aktivität lässt sich steuern, und zwar nicht zuletzt durch unseren Lebenswandel. Damit besitzen wir eine bislang ungeahnte Macht über unser körperliches und seelisches Wohlergehen – und das unserer Kinder.”

Auch das Fazit der Titelgeschichte entspricht exakt der Grundthese meines Buches: “For decades, we have stumbled around massive Darwinian roadblocks. DNA, we thought, was an ironclad code that we and our children had to live by. Now we can imagine a world in which we can tinker with DNA, bend it to our own will. It will take geneticists and ethicists many years to work out all implications, but be assured: the age of epigenetics has arrived.

Für weitere Infos zur Epigenetik und zum Buch Der zweite Code “bitte hier klic

Erste Lesung / Standardwerk

(Hamburg, 04.09.09) Die erste Veranstaltung zu meinem neuen Buch Der zweite Code findet am 9.9. im abc Buchhaus Hoheluft in Hamburg statt. Für genaue Infos, bitte hier klicken.

Außerdem freue ich mich gerade über eine Besprechung im Magazin Bücher. Dort steht über den zweiten Code unter anderem: “Ein Standardwerk – nur zu empfehlen!”

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Neu auf YouTube

(Hamburg, 02.09.09) Dank einer Aktion von Freys Bücherdienste stelle ich seit kurzem auf YouTube meine zwei neuesten Bücher vor.
Ich kann mir das nicht anschauen, aber vielleicht haben Sie Interesse? Bitte hier klicken.

Mit einem herzlichen Dankeschön an Birgitt Frey.


Email aus den USA

(Hamburg, 24.08.09) Kürzlich bekam ich eine Email aus den USA, von Randy Jirtle, einem der weltweit bekanntesten Epigenetiker. Er bedankt sich für die Zusendung meines neuen Buches. (Ich hatte ihn lange interviewt und bin an vielen Stellen auf unser Gespräch und seine Forschung eingegangen). Außerdem hoffe er, es sei eine englische Ausgabe in Planung.

Tatsächlich sucht Rowohlt natürlich einen Verlag, der das Werk auf Englisch herausbringen möchte. Und nun gibt es sogar ein neues, besonders gutes Verkaufsargument: Randy Jirtle wäre nämlich bereit, ein Vorwort zu schreiben, für das Buch, das er selbst so beschreibt: The Second Code, the first popular book on epigenetics.”

Hoffentlich wird was draus!

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Viel passiert

(Hamburg, 18.08.09) Als mein neues Buch eine Woche auf dem Markt war, habe ich mich in den Urlaub verabschiedet und konnte deshalb auch diese Netzseiten nicht mehr aktualisieren. Nun stehe ich vor einem äußerst angenehmen Problem: In den vergangen Wochen ist so viel positives passiert, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.

Die Nachfrage nach dem Buch war sofort nach Erscheinen so groß, dass es schon zwei Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste verbracht hat, auf den Plätzen 32 und 44. Inzwischen ist bereits die zweite Auflage erschienen. Die erste ist weitgehend ausverkauft.

Viele der Experten, mit denen ich mich während der Recherchen unterhalten hatte, schickten mir Emails und lobten den Inhalt: “Das, was ich daraus schon gelesen habe, liest sich sehr gut!” schreibt zum Beispiel Bernhard Horsthemke. Joachim Bauer schreibt: “Ein ganz tolles Buch!” Dirk Hellhammer aus Trier berichtet, mein Buch habe unter den Psychobiologen an seiner Universität in Trier bereits einen kleinen “Fanclub”. Auch Andreas Plagemann aus Berlin und – was mich ganz besonders freut – Randy Jirtle aus den USA schickten Glückwünsche.

Selbst die erste Leserpost ist bereits eingetroffen. Sie ist fast nur positiv und ich möchte mich an dieser Stelle schon mal vorab bei allen bedanken, die mir ihre Eindrücke und Ideen geschildert haben. Ich werde versuchen, schon bald individuell zu antworten. Besonders freute mich die Email eines 69-jährigen Arztes für Allgemeinmedizin, deren Wortlaut ich hier gerne zitiere: “Gratulation zu Ihrem hervorragend geschriebenen Buch! Sie haben die molekularen Zellstrukturen erklärt, die mir nun nach Ende meines Berufslebens eine Deutung zahlreicher Erkrankungen ermöglichen. Mit Spannung werde ich nun die Entwicklungen auf dem Feld der Epigenetik verfolgen und was Sie noch zu diesem Thema zu sagen haben werden.”

Unter den vielen neuen Pressestimmen, für die ich ja eigentlich eine eigene Rubrik habe, möchte ich hier nur eine, ganz besonders freundliche zitieren. Anne von Blomberg schreibt auf Readme.de: “Für mich ist ‘Der zweite Code’ ein Whauuu!-Buch, weil das Lesen meine gehirninterne Produktion von Glückshormonen steil in die Höhe getrieben hat. Ich bin sicher: Jedem, der sich auch nur ein bisschen für neue medizinisch-biologische Erkenntnisse und die davon zu erwartenden Anwendungsmöglichkeiten interessiert, wird es genauso gehen.”

Für weitere Infos zum Buch, Termine, Pressestimmen, Leseproben und Inhaltsverzeichnis bitte hier klicken.


Rezension im Spiegel

(Hamburg, 20.07.09) Wer hätte das gedacht? Mein neues Buch ist noch keine Woche auf dem Markt und schon erschienen die ersten Rezensionen in wichtigen Medien. Der Spiegel und Deutschlandradio Kultur haben den “zweiten Code” zum Thema gemacht. Mir bleibt zunächst nur, tief durchzuatmen – und zu genießen. (Und ich bedanke mich natürlich bei den Rezensenten.)

“Das aufstrebende Fach, genannt Epigenetik, verändert den Blick auf Krankheiten und Süchte, auf Charaktermerkmale und Lebensgewohnheiten. Wo das alles hinführt, ist noch kaum abzusehen, und die Materie ist nicht ganz unkompliziert. Umso erfreulicher, dass Spork auf Verständlichkeit und Übersicht großen Wert legt. Sein Buch ist eine kundige Einführung in die wundersamen Weiten der Epigenetik.”
Der Spiegel

“Peter Spork liefert eine verständliche Übersicht über eines der spannendsten und leider auch kompliziertesten Forschungsfelder moderner Wissenschaft. Er stellt Zusammenhänge her, die selbst vielen Experten nicht bewusst sind. Der Fokus der Wissenschaft, aber auch vieler Medien, auf das Genom hat dazu geführt, das Erbgut als Kontrollinstanz des Lebens wahrzunehmen. Mit dieser verengten Sichtweise räumt Peter Spork gründlich auf. Für Laien ist sein Buch nicht immer leicht zu lesen. Wer sich jedoch auf seine gelungenen Erklärungen molekularer Hintergründe einlässt, erhält viele nützliche Informationen und einen neuen Blick auf den eigenen Körper. Seite für Seite liefert dieses Buch gute Gründe, sein Leben aktiv zu gestalten. Denn wir sind eben nicht die Sklaven unserer Gene.”
Michael Lange, Deutschlandradio Kultur

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Die ersten Stimmen

(Hamburg, 16.07.09) Heute habe ich das erste veröffentlichte Urteil zum neuen Buch “Der zweite Code” entdeckt. Es stammt vom Professor für Wissenschaftsgeschichte und bekannten Wissenschaftsautor Ernst Peter Fischer. Er schreibt in seinem ScienceBlog: “Wer sich für das neue Denken der Genetiker interessiert, findet Auskunft in dem schönen Buch ‘Der zweite Code’ von Peter Spork, dem wir bereits ein herrliches ‘Schlafbuch’ verdanken.“

Vielen Dank, Herr Fischer.

Sehr gefreut habe ich mich auch über eine Email von Prof. Dr. Dirk Hellhammer, Psychobiologe an der Universität Trier. Er schreibt: “Ganz, ganz herzlichen Glückwunsch zum neuen Epigenetikbuch! Der zweite Code ist eine wunderbare Einführung in die Epigenetik!

Auch Ihnen vielen Dank, Herr Hellhammer.

Ich hoffe natürlich, dass schon bald weitere Stimmen folgen. Am Sonntag, den 19.7. um 11:33 h sendet zum Beispiel das Deutschlandradio Kultur eine Besprechung.

Neue Stimmen tauchen dann möglichst rasch auf der Seite mit Pressestimmen auf (bitte hier klicken).


Ein wunderbares Gefühl

(Hamburg, 26.06.09) Vor zwei Tagen zog ich eines der ersten druckfrischen Exemplare des neuen Buches “Der zweite Code” aus dem Briefkasten. Ein wunderbares Gefühl! Ich hielt das Resultat von zwei bis drei Jahren Arbeit in Händen. Und es fühlte sich gut an: ein außergewöhnliches Buch, das schon auf den ersten Blick neugierig macht, zudem richtig schön und überzeugend geworden ist. Es ist das erste populärwissenschaftliche Buch über Epigenetik, das es meines Wissens gibt. Ich hoffe sehr, der Inhalt hält, was das Äußere verspricht.

Dem Verlag und seinen Helfern sei an dieser Stelle von Herzen gedankt. Rowohlt hat sich wirklich viel Mühe gegeben und das Buch mit Liebe gestaltet. Christof Blome hat es hervorragend lektoriert. Die Agentur Anzinger / Wüschner / Rasp hat einen tollen Umschlag entworfen. Manfred Witt hat die schwierige Aufgabe übernommen, ein Autorenfoto zu machen, das sogar richtig gut gelungen ist – so das Urteil meiner Frau, das in diesem Fall sicher viel kompetenter ist als meine eigenes.
Eine besondere Überraschung wartet übrigens auf den Leser, wenn er den Schutzumschlag entfernt.

Ich habe die Gelegenheit genutzt, nun auch das Inhaltsverzeichnis und ein paar Leseproben online zu stellen. Bitte hier und hier klicken


Rettet den Tagi

(Hamburg, 11.06.09) Seit vielen Jahren schreibe ich regelmäßig für den Zürcher Tages-Anzeiger. Ich schätze diese Zeitung sehr – vor allem die gut recherchierten und aktuellen Wissenschaftsseiten. Doch jetzt will der Verlag sparen: Er entließ ungefähr ein Viertel der Redaktion, und auch freie Mitarbeiter müssen um ihre Aufträge bangen. Wie Hohn klingt die Vorgabe, dass die verbliebenen Redakteure eine qualitativ bessere Zeitung machen sollen. Wie das funktionieren soll, konnte mir bisher noch niemand erklären – noch nicht mal die sonst so fähigen Wissenschaftsredakteure, die eigentlich immer eine Antwort parat haben.

Wer gegen diese laut Tamedia-Verlag “wirtschaftliche Notwendigkeit” protestieren möchte, kann sich auf der Seite rettet-den-tagi.ch in eine Liste eintragen. Ich habe das gestern gemacht. Übrigens: Der Verlag soll im vergangenen Jahr 105,8 Millionen Schweizer Franken Gewinn erwirtschaftet haben.

Allerdings würde es mich sehr freuen, wenn Sie vorher noch etwas auf meinen eigenen Seiten surfen, zum Beispiel bei meinem neuen Buch, das in einem Monat erscheint (bitte hier klicken) oder bei den Arbeitsproben, unter denen sich viele Artikel finden, die so oder so ähnlich auch im Tagi erschienen sind. Bitte hier klicken.


www.der-zweite-code.de ist online

(Hamburg, 28.04.09) Noch sind es fast drei Monate, bis mein neues Buch, Der zweite Code, erscheint. Die ersten Druckfahnen halte ich dennoch bereits in Händen, und so viel möchte ich schon heute verraten: Sie erhöhen meine Vorfreude auf den Termin gewaltig.
Für alle, die darauf genauso ungeduldig warten wie ich, habe ich jetzt immerhin die ersten Internetseiten mit ein paar Infos zum zweiten Code online gestellt (bitte hier klicken oder www.der-zweite-code.de ins Browser-Fenster eingeben). Außerdem finden Sie Angaben über Veranstaltungen zur Epigenetik, die ich passend zum neuen Buch in mein Programm aufgenommen habe (bitte hier klicken)

Und es gibt noch ein paar weitere Neuerungen auf meinen Netzseiten: Ältere Texte auf dieser Homepage landen nun in einem Archiv, zu dem Sie am Ende dieser Seite gelangen. Auch über frühere Termine von mir können Sie sich jetzt informieren: in der neuen Rubrik Terminarchiv. Zu guter Letzt hat meine Webdesignerin Janne Schultz die Kopfzeilen der Seiten Vorträge + Lesungen überarbeitet, zu denen auch das Terminarchiv gehört. Dabei hat sie vor allem Fotos von einer Lesung im Goldbekhaus, Hamburg, eingebaut.
Für die Erlaubnis, diese Fotos hier zu veröffentlichen, bedanke ich mich bei Astrid Jawara und Solvey Schönknecht.
Bei Janne Schultz (pflegeleicht design) und Arne Brodowski bedanke ich mich für die gelungene Überarbeitung der Website.


Lesetipps von Quarks & Co

(Hamburg, 03.04.09) Am 31.3. beschäftigte sich der Kollege Ranga Yogeshwar in einer sehr gelungenen und informativen Folge seiner Fernsehsendung Quarks & Co mit Schlaf und Chronobiologie (Wiederholung am 4.4. und im webTV des WDR).

Mich hat natürlich sehr interessiert, welche Bücher seine Redaktion im Internet und im Skript der Sendung empfiehlt. Und siehe da: Als einzige von sieben vorgestellten Büchern erhielten mein Schlafbuch und mein Buch über Chronobiologie, Das Uhrwerk der Natur, das Prädikat “Empfehlenswert!”. Das Schlafbuch sei ein “gut lesbarer Rundumschlag zum Thema Schlaf (…) verständlich und mit leichter Feder geschrieben.” Und Das Uhrwerk der Natur sei ein “beachtenswertes Büchlein zum Thema Chronobiologie (…) gut geschrieben, basiert auf zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen und erleichtert das Verständnis durch viele Abbildungen.”

Vielen Dank, lieber Herr Yogeshwar und liebe Quarks & Co-Redaktion. Wenn Sie Interesse haben, bitte ich meinen Verlag, Ihnen ein Rezensionsexemplar meines nächsten Buches, Der zweite Code, zuzuschicken. (Es erscheint im Juli, und mehr Info dazu finden Sie im folgenden Text.) Mein Stil scheint Ihnen ja offenstichtlich zu gefallen. Und das Thema Epigenetik dürfte für Ihre Sendung auch von großem Interesse sein.

Für weitere Stimmen zum Schlafbuch, bitte hier klicken.
Für weitere Stimmen zum Buch über Chronobiologie, bitte hier klicken.


Der zweite Code

(Hamburg, 18.12.08) Endlich ist der aktuelle Vorschaukatalog von Rowohlt erschienen. Ich kann also aller Welt verkünden, wie mein nächstes Buch heißt und wovon es handelt:

“Der zweite Code. Epigenetik – oder wie wir unser Erbgut steuern können.”

Klingt vielversprechend, nicht wahr? Und sieht vielversprechend aus:

Erstverkaufstag ist übrigens der 17. Juli 2009. Und für alle, die mit dem Begriff Epigenetik (noch) nicht so viel anfangen können, hier schon mal der Ankündigungstext des Verlags:

Epigenetik – die Wissenschaftsrevolution des 21. Jahrhunderts.
Warum macht die einen krank, was die anderen gesund hält? Wie ist es möglich, dass noch die Enkel von Rauchern oft kürzer leben als andere? Warum prägt es den Charakter von Kindern, welche Erfahrungen sie und ihre Eltern kurz vor und nach der Geburt machen? Die Antwort darauf liefert ein neuer Forschungszweig, die Epigenetik. Sie beschäftigt sich mit molekularbiologischen Schaltern, die entscheiden, welche Gene eine Zelle benutzen kann und welche nicht. Ihre revolutionäre Erkenntnis: Die Schalter schenken den Zellen ein Gedächtnis. Umwelteinflüsse können dieses Gedächtnis verändern. Und es wird mitunter sogar vererbt. Das bedeutet, dass der genetische Code unser Leben nicht bis ins Kleinste vorherbestimmt. Vielmehr können wir durch den Lebensstil unsere Konstitution und unsere Persönlichkeit verändern.
Peter Spork erklärt anschaulich und verständlich die Grundlagen dieser Wissenschaft und ihre weit reichenden Konsequenzen. Er zeigt, warum emotionale Zuwendung so wichtig für Kinder ist. Welche Möglichkeiten sich der Medizin bieten, um bislang unheilbare Krankheiten zu kurieren. Und was jeder selber tun kann, um gesund zu bleiben und möglichst alt zu werden.

Der renommierte US-amerikanische Epigenetiker Randy Jirtle sagt: „Die Basis der meisten Leiden ist die Epigenetik. Denn Krankheiten entstehen nun mal leichter durch eine falsche Regulation der Gene als durch falsche Gene selbst.“

Da ich derzeit an den letzten Kapiteln des Buches schreibe, habe ich keine Zeit, meine Website an die Neuerscheinung anzupassen. Das mache ich in aller Ruhe im Frühjahr. So lange müssen Sie hier also noch auf ausführlichere Infos zum “zweiten Code” warten.

Vorbestellen können Sie das Buch natürlich dennoch schon, zum Beispiel bei amazon.de: Der zweite Code.


Das Schlafbuch ist jetzt viersprachig

(Hamburg, 10.11.08) In den letzten Wochen ist das Schlafbuch auf Italienisch, Griechisch und Ungarisch erschienen. Ich finde es ganz schön spannend, wie unterschiedlich die Verlage die Titel gestaltet haben.

Die russische Ausgabe lässt noch etwas auf sich warten.

Für weitere Infos zum Schlafbuch, auch zu den ausländischen Ausgaben, bitte hier klicken.


Wie die Natur tickt

(Hamburg, 12.10.08) Vor kurzem habe ich im Rahmen des Hamburger Lesefestes Seiteneinsteiger im Goldbekhaus einen neuen Vortrag für Kinder präsentiert. Es war ein toller Erfolg und hat viel Spaß gemacht.
Doch sehen Sie selbst:


(Fotos: Solvey Schönknecht / Astrid Jawara)

Das Programm, das aus Powerpoint-Vortrag mit vielen schönen Bildern, Lesung und Quiz besteht, heißt “Wie die Natur tickt. Spannendes und Kurioses aus der Welt der Bio-Uhren für Kinder ab zehn.”
Es ist an mein Buch “Das Uhrwerk der Natur” angelehnt, aus dem ich auch ein paar Passagen vorlese.

Für weitere Infos zu meinen Vorträgen und Lesungen bitte hier klicken.


Leserpost

(Hamburg, 17.9.08) Als diese Website im Februar ins Netz fand, schrieb ich hier folgendes: “Auf diesen Seiten möchte ich mich und meine Arbeit vorstellen. Ich freue mich über jedes Feedback, auch zu meinen Büchern und Artikeln. Anregungen, Wünsche, Fragen? Schreiben Sie mir: info@peter-spork.de"

Jetzt ist es tatsächlich geschehen: Ein Leser des Schlafbuchs hat geschrieben – und einen Autor glücklich gemacht. Ich erlaube mir, aus der Zuschrift zu zitieren:

“Endlich bin ich (m, 34, immer noch “Eule”) rehabilitiert! Weil ich abends/nachts nie ins Bett wollte und morgens nicht aus den Federn kam, musste ich 20 Jahre lang Sprüche wie “Morgenstund hat Gold im Mund” hören. Und ertragen, dass ich von Eltern, Freunden und meiner Frau als faul, “Palm-Esel” (Letztaufsteher der Familie am Palmsonntag) etc. bezeichnet wurde. Seitdem ich das Schlafbuch verschlungen habe weiß ich, dass mein schlechtes Gewissen unnötig war. Vormittags schlafen, abends lernen oder arbeiten und danach noch feiern ist für “Eulen” wie mich völlig normal!! Zwar haben sich meine Kritiker kaum für meine Erkenntnisse aus dem Schlafbuch interessiert. Sie glauben, ich wolle mich nur “rausreden”. Aber egal, Hautsache ich weiß es jetzt besser und vor allem: Ich bin jetzt selbstbewusster beim (Lang)schlafen und stehe übrigens – nach einer der im Buch aufgeführten Regeln – früher auf, wenn ich schon mal zufällig aufwache. Vielen, vielen Dank für dieses tolle Buch, Sie haben mir große Freude und einen Gewinn fürs Leben bereitet!!!”

Danke, lieber Leser!!!


Top-2-Wissenschaftsbuch

(Hamburg, 5.9.08) Auch Sachbuchautoren freuen sich, wenn ihre Werke gelobt werden. Meine Begeisterung über die Nachricht einer Redakteurin des Zürcher Tages-Anzeigers, für den ich regelmäßig schreibe, ist also nur zu verständlich: Das Schlafbuch hält sich schon seit Wochen in einer Liste der besten zehn Wissenschaftsbücher, die die ebenfalls in Zürich erscheinende Sonntagszeitung publiziert. Zuletzt war es zwei mal hintereinander auf Platz zwei, ließ prominente Konkurrenz wie Oliver Sacks (Der einarmige Pianist) oder Richard David Precht (Wer bin ich – und wenn ja wie viele?) hinter sich.

Nun ja – die Schweizer waren mir immer schon sehr sympathisch.

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Die Empfehlungsliste finden Sie übrigens auch bei www.buch.ch (aber vorher bitte noch etwas auf meinen Seiten surfen).


Gute Nachricht für Sparfüchse

(Hamburg, 23.7.08) Eigentlich sollte die Taschenbuchausgabe meines Schlafbuchs erst im August in die Buchhandlungen kommen. Doch gerade habe ich entdeckt, dass sie schon bei vielen Händlern vorrätig ist. Sparfüchse haben also Glück. Sie bekommen den gleichen Inhalt für exakt den halben Preis. Ich habe sogar an ein paar Stellen leicht aktualisiert und besonders spannende Forschungsergebnisse aus den Jahren 2007 und 2008 eingebaut. (Viel zu wenig, um von einer echten Überarbeitung zu sprechen.)
Die gebundene Ausgabe ist natürlich viel schöner. Aber ihr fehlen die Zitate auf der Rückseite, auf die ich schon ein wenig stolz bin:

“Das muss man gelesen haben!”
Manuel Andrack

“Schlafen macht schlau. Das Lesen dieses Buches auch.”
Hessischer Rundfunk

“Dieses Buch wird auch Ihr Leben verändern. Sie werden leben, um zu schlafen.”
FAZ

Und der neue “Klappentext” ist auch nicht schlecht:
\“Warum schlafen wir? Und was passiert, wenn wir zu wenig schlafen? Können wir im Schlaf lernen? Peter Spork löst das große Räsel Schlaf und gibt wertvolle Tipps gegen die häufigsten Schlafstörungen.”

Zugegeben: Das Rätsel Schlaf gelöst habe ich natürlich noch nicht. Aber wer mein Buch gelesen hat, kennt zumindest die möglichen Lösungen und kann sich seine eigene Meinung bilden.

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Von Schlafhunger und ausgelebten Träumen

(Hamburg, 30.6.08) Haben Sie sich schon mal gefragt, wer nachts an Ihrer Süßigkeitenschublade war und in die ungeöffnete Schokoladenpackung gebissen hat? Hoffentlich haben Sie nicht gleich mit Ihren Kindern oder dem Hund geschimpft, denn Sie waren vielleicht selbst der Täter. Bei manchen Schlafwandlern spielt während eines nächtlichen Ausflugs auch das Appetitzentrum im Gehirn verrückt und sie bekommen einen unbändigen Kohldampf. Die Experten sprechen in solchen Fällen von Somnophagie – Schlafhunger.

Das Schlafwandeln – auch Somnambulismus genannt – ist ein kaum erforschtes Leiden. Bei Kindern ist es häufig und meist ungefährlich. Es verschwindet für gewöhnlich mit der Pubertät. Bei Erwachsenen kann es allerdings ein Alarmsignal für ernste Krankheiten sein. Schlafwandler wandeln nur im Tiefschlaf und man kann sie kaum wecken. Die Arme strecken sie nicht vor, und Träume leben sie auch nicht aus. Wer das tut, hat eine verwandtes Problem, die REM-Schlaf-Verhaltensstörung.

Solche und viele andere Erkenntnisse finden sich in meiner neuesten Arbeitsprobe, einem Artikel über das Schlafwandeln, den mehrere deutsche Tageszeitungen im Frühjahr 2008 veröffentlicht haben.

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Achtung: Neue Anpfiffzeit

(Hamburg, 28.5.08) Damit auch eingefleischte Fußballfans sich über die positiven Seiten ausreichenden Schlafs informieren können, haben wir den “Anpfiff” meines Vortrags in Hamburg am Donnerstag, den 26.6. von 20:00 Uhr auf 19:30 Uhr vorverlegt. Nun bin ich zwar nur noch Vorprogramm, aber dafür kann auch ich im Anschluss das zweite EM-Halbfinale auf der Leinwand des HTHC-Clubhauses genießen.
Die deutsche Mannschaft wird übrigens auf jeden Fall am Mittwoch spielen – vorausgesetzt sie kommt so weit.

Wie zeitgemß das Thema des Vortrags Das Rätsel Schlaf – warum wir schlafen und wieso Sportler besonders auf ausreichenden Schlaf achten sollten gerade in EM-Zeiten ist, unterstreicht ein Zitat aus dem heutigen Tagesspiegel: \“Jeder Nationalspieler hat seine eigene Matratze bekommen, die ihn aus dem Trainingslager auf Mallorca mit ins EM-Quartier am Lago Maggiore begleiten wird. Das Besondere an dieser Matratze ist, dass sich ihr Härtegrad mit einer Fernbedienung individuell bestimmen lässt, damit die Spieler schlafen wie zu Hause in ihrem eigenen Bett (…) Oliver Schmidtlein, der Fitnesstrainer der Fußball-Nationalmannschaft, sagt: “Schlafen ist das wichtigste Thema bei der Regeneration.”

Weitere Infos zum Vortrag im folgenden Beitrag.


Vortrag in Hamburg

(Hamburg, 7.5.08) Viele Bekannte und Freunde aus dem Hamburger Raum haben mich gefragt, wann ich denn noch mal in meiner Heimatstadt über die neuesten Erkenntnisse der Schlafforschung berichte. Sie hätten den Vortrag bisher verpasst und würden das Versäumte gerne nachholen. Nun gibt es eine neue Chance: Am 26. Juni um 19:30 Uhr im Clubhaus des Harvestehuder Tennis und Hockeyclubs, Barmbeker Straße 106. Hier die Ankündigung:

Wer die Nacht nach einer Tennis-Trainerstunde nicht schläft, hat das Geld zum Fenster rausgeworfen. Das Gehirn speichert die neu geübte Aufschlag-Variante nämlich nicht ab. Und wer die Woche vor einem wichtigen Hockeyspiel immer wieder zu spät zu Bett geht oder zu früh aufsteht, wird seiner Mannschaft wenig nützen: Ein unausgeschlafener Körper regeneriert sich nicht, ein müdes Gehirn ist entscheidungsschwach und reagiert zu langsam.
Dies sind nur zwei der vielen spannenden Erkenntnisse der modernen Schlafforschung. Viel zu langsam spricht sich herum, wie wichtig ausreichender Schlaf für unsere Leistungsfähigkeit ist. Besonders fatal: Wir merken meist gar nicht, wie unausgeschlafen wir sind. Selbst wenn Körper und Geist durch zunehmenden Schlafmangel schwächer werden, fühlen wir uns immer noch nicht übermüdet.
Viele Leistungssportler haben den Schlaf als legales, natürliches Doping entdeckt. Nicht umsonst lässt Jürgen Klinsmann beim FC Bayern München Ruheräume für den Mittagsschlaf der Fußballprofis einrichten. Doch auch Freizeitsportler, die sich fit und jung halten wollen, sollten ihr Hobby nicht gegen das Schlafbedürfnis ausspielen. Wer zu wenig schläft, wird schneller alt. Überspitzt formuliert macht Schlafmangel dick, dumm und krank.
Der Eintritt ist kostenlos (Spenden sind aber möglich). Ich empfehle eine telefonische Voranmeldung bei der Clubhaus-Gastronomie, Karl Deglow, Tel.: 040-272954. Es besteht die Möglichkeit, während des Vortrags zu essen (sehr lecker!), zu trinken – und zu schlafen.
Nach dem Vortrag heißt es aber aufwachen: Dann wird das zweite Halbfinale der Fußball-EM übertragen.

Für Infos zu weiteren Terminen (Herne im Mai, Nordenstadt bei Wiesbaden im Juni) bitte hier klicken
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Das Schnarchbuch auf Polnisch

(Hamburg, 19.4.08) Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten – aber schmunzeln wird hoffentlich erlaubt sein. Ich habe jedenfalls ziemlich geschmunzelt, als ich vergangene Woche mein Schnarchbuch auf Polnisch zugeschickt bekam.
So sieht es aus:

Die Zielgruppe scheinen Frauen von schnarchenden Männern zu sein. Ich kann mir zumindest nicht vorstellen, dass ein männlicher Schnarcher freiwillig zu diesem Band greift.

Für Infos zum (meines Erachtens viel schöneren) deutschen Schnarchbuch bitte hier klicken


Sieben Monate Schlafentzug

(Hamburg, 31.3.08) Es ist mal wieder so weit. Gestern wurde die Uhr umgestellt. Unsere inneren Uhren müssen sich erneut der so genannten Sommerzeit unterwerfen. Ich bin unausgeschlafen, versuche aber trotzdem zu beschreiben, warum die alljährliche Zeitumstellung grober, gesundheitsgefährdender Unfug ist:

Chronobiologen fanden heraus, dass helles, morgendliches Tageslicht das Tempo der inneren Uhren beschleunigt, abendliches Licht diese jedoch abbremst. Wenn wir also oft genug und halbwegs gleichmäßig über den Tag verteilt ans Licht gehen und halbwegs durchschnittliche innere Uhren haben, stellen sich unsere biologischen Rhythmen automatisch auf den 24-Stunden-Tag ein.
Die Zeitumstellung raubt uns allen aber Tag für Tag morgens eine Stunde Licht, das sie uns erst abends zurückgibt. Und weil die Mehrheit von uns eher zur Kategorie der eulenhaften Abendmenschen gehört, hat eben diese Mehrheit ein Problem: Die inneren Uhren erhalten die falschen Äußeren Zeitsignale, und das übrigens nicht nur direkt nach der Zeitumstellung sondern jeden Tag erneut – so lange die Sommerzeit andauert. Wir werden deshalb jeden Abend nicht rechtzeitig müde und müssen uns (fast) jeden Morgen viel zu früh vom Wecker aus dem Schlaf reißen lassen. Sieben Monate kontinuierlicher Schlafentzug sind die Folge – von heute an, bis zum 26. Oktober, wenn die Uhren endlich wieder zurückgestellt werden.
Der Münchner Chronobiologie-Professor Till Roenneberg nennt dieses Phänomen übrigens treffend den sozialen Jetlag. Und er fand heraus, dass Menschen umso eher zu Zigaretten greifen, je größer ihr sozialer Jetlag ist. Nur gut, dass sich immerhin 62 Prozent der Deutschen gegen die Sommerzeit aussprechen.
Ich hoffe die Politiker folgen ihnen rasch.

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Warum gähnen wir?

Diese Frage muss ich im Anschluss an meine Schlafbuch-Vortäge oft beantworten – was mich regelmäßig ins Stottern bringt. Denn bislang gibt es nur ein paar mehr oder weniger schlüssige Theorien zum Zweck des Gähnens. Bewiesen ist keine. Die gängigste These ist schlicht falsch: Es sei widerlegt, dass Gähnen beim Ausgleich eines Sauerstoffmangels helfe, schreiben Nicola Kuhrt und Irene Meichsner in ihrer “W-Fragen”-Kolumne, die regelmäßig im Kölner Stadt-Anzeiger erscheint und jetzt in Buchform herausgegeben wurde: “Denn auch ein Baby im Mutterleib gähnt, obwohl es den Sauerstoff ja stetig frei Haus durch die Nabelschnur bezieht.”
Andere Theorien besagten, das Gähnen helfe beim Wärmeaustausch, “pumpe kühleres Blut ins Gehirn”, rege den Kreislauf an oder sorge für Druckausgleich im Mittelohr. Da muss die Gähnforschung wohl noch etwas nachlegen, um überzeugendere Antworten zu liefern.
Das Buch von Kuhrt und Meichsner, “Warum kriegt der Specht kein Kopfweh”, das viele ähnlich knifflige und verblüffende Leserfragen informativ und augenzwinkernd beantwortet, kann ich jedenfalls sehr empfehlen. Oder wissen Sie schon, warum der mittlere Finger immer am längsten ist, wieso nasse Lappen besser putzen als trockene, wie ein Popel entsteht, was ein Tag auf der ISS kostet oder warum Tesafilm nicht auf der Rolle klebt? Hier finden Sie die Antworten.

Den Weg zur Internet-Seite von “Warum kriegt der Specht kein Kopfweh” finden Sie auf meiner Link-Seite (hier klicken – aber vorher bitte noch etwas auf meinen Seiten surfen).
(Hamburg, 19.3.08)


Schlaf als Entspannung im Wahlkampf

Politiker, Manager und Fernsehmoderatoren geben gerne an, sie bräuchten kaum Schlaf und hätten deshalb besonders viel Zeit zum Arbeiten. Leider dürfte darunter ihre Leistung leiden. Amerikanische Forscher fanden schon vor einigen Jahren heraus, dass unsere geistigen Fähigkeiten immer weiter nachlassen wenn wir kontinuierlich, Nacht für Nacht, zu wenig schlafen. Unser Schläfrigkeitsgefühl lässt uns fatalerweise im Stich und suggeriert uns schon nach drei Nächten mit zu wenig Schlaf, wir würden gar nicht mehr müder werden. Wer zu wenig schläft wird immer dümmer, merkt aber nichts davon und hält sich womöglich auch noch für besonders schlau.
Auch dass es zum guten Ton gehört, wichtige Verhandlungen bis tief in die Nacht auszudehnen, ist aus schlafwissenschaftlicher Sicht ungeschickt. Nach 17 Stunden ohne Schlaf schneiden wir in Leistungstests ungefähr so schlecht ab wie mit einem halben Promille Alkohol im Blut. Sind die Politiker morgens um sieben aufgestanden, sitzen sie also schon um Mitternacht “angetrunken” am Verhandlungstisch. Nach 24 Stunden Schlafentzug sinken ihre Reaktionszeiten gar auf Werte, die sie ausgeschlafen nur mit einer Promille Alkohol im Blut erreichen. Nicht auszudenken, wie gut es unserer Republik ginge, wäre Schlafmangel kein Statussymbol.
Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust hat übrigens vorgemacht, dass es auch anders geht: Auf die Frage, wie er im Wahlkampf am besten entspanne, antwortete er, indem er früh zu Bett gehe und viel schlafe. Am Wahltag selbst erschien er erst um 10.30 Uhr im Wahllokal. Er hatte laut Hamburger Abendblatt endlich noch mal so richtig ausgeschlafen. Bravo!

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(Hamburg, 26.2.08)


Ruhige Nächte senken den Blutdruck

Manche Schnarcher meinen ja noch immer, sie täten ihrer Umwelt mit den nächtlichen Konzerten einen Gefallen. Nun haben ihre Partner ein neues Argument, sie vom Gegenteil zu überzeugen. Wenn Schnarcher den nächtlichen Lärmpegel verringern, können ihre Partner vielleicht das Blutdruck senkende Medikament absetzen.
Wer im Schlaf geräuschvoll und schwer atmet, erhöht damit nämlich nicht nur den eigenen Blutdruck sondern auch den der “Passivschnarcher”. Das fand ein internationales Forscherteam in einer Studie heraus, die die Auswirkungen von Fluglärm auf den Blutdruck schlafender Menschen auswertete (Hypertension and Exposure to Noise Near Airports Study, HYENA).
Es zeigte sich, dass ein Anstieg des Fluglärms um zehn Dezibel – was einer Verdoppelung der Lautstärke entspricht – das Risiko für Bluthochdruck bei den Anwohnern um 14 Prozent erhöht. Lautes Schnarchen des Partners oder der Partnerin hatte ähnliche Folgen.

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(Hamburg, 17.2.08)


Andracks Geheimtipp

“Viel lesen ist das A und O einer guten Allgemeinbildung’, sagt Manuel Andrack, Redaktionsleiter der Show ‘Schmidt & Pocher’. Sein Geheimtipp unter den Sachbüchern: ‘Das Schlafbuch’ von Peter Spork. ‘Das muss man gelesen haben, wir schlafen schließlich ein Drittel unseres Lebens.’ Gewinnen Sie Einblick in die Schlafforschung – und beeindrucken Sie bei der nächsten Konversation.”

Gelesen im Handelsblatt vom 8. Februar 2008.

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Neues Mittel gegen Winterblues

Was machen wir nicht alles, um den negativen Folgen des winterlichen Lichtmangels zu entgehen: Frustshoppen, Gänse essen, Glühwein trinken, zu viel arbeiten – alles Dinge die nicht wirklich gegen den Winterblues helfen, schon gar nicht gegen seine krankhafte Form, die saisonabhängige Depression.
Chronobiologen haben längst gezeigt, dass wir unsere düstere Stimmung besser mit einem täglichen Spaziergang unter freiem Himmel aufhellen können – zur Not auch mit einer speziellen Lichttherapielampe. Denn reichlich helles Licht verstärkt unsere inneren Rhythmen und lässt sie wieder in harmonischem Miteinander schwingen. Das bringt die gute Laune zurück und kann gegen so manche Ein- und Durchschlafstörung helfen.
Soviel zu einer der vielen spannenden, neuen Erkenntnisse aus der Welt der Biologie, die ich in meinen Büchern und Artikeln beschreibe. Ich habe allerdings in den vergangenen Wochen einen anderen, nicht minder effektiven Trick gegen frustrierend kurze Wintertage gefunden. Ich sammelte Texte für meine Website und füllte etwa 80 Din A-4-Seiten mit Inhalt. Mehr Licht hat mir das zwar nicht beschert, aber ein tolles Erfolgserlebnis: Jetzt, da das Ergebnis endlich online ist, bin ich mächtig stolz.
Ein Riesendank geht natürlich an Janne Schultz und Arne Brodowski, die die Hauptarbeit erledigten: Sie haben das Design und die Programmierung der Website gemacht – und ich finde, beides ist sehr gut gelungen.

Auf diesen Seiten möchte ich mich und meine Arbeit vorstellen. Ich freue mich über jedes Feedback, auch zu meinen Büchern und Artikeln. Anregungen, Wünsche, Fragen? Schreiben Sie mir: info@peter-spork.de
(Hamburg, 7.2.08)



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